Weihnachtsgeschenke …

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Weihnachtsgeschenke …

Angesichts der aktuellen Flut an kleinen Präsenten und Grußkarten fragt sich unser Kolumnist Hans Langer, warum nur kurz vor Weihnachten so inflationär Danke gesagt und nur im Advent aneinander gedacht wird – während in den restlichen 11 Monaten des Jahres Respekt und Dankbarkeit eher Mangelware sind.

Jedes Jahr in der Zeit vor Weihnachten bringt der Postbote fast täglich Päckchen und Pakete mit Weihnachtsgeschenken. Beliebt sind vor allen Dingen Wein – Rotwein, Weißwein, aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Chile –, Pralinen mit Schnapsfüllung oder ohne, Spekulatius, Lebkuchen aus Nürnberg und so weiter. Wenn ich mir meinen immer voller werdenden Gabentisch so anschaue, habe ich das Gefühl, dass ich das nächste Weihnachtsfest nicht mehr erleben werde, wenn ich das alles esse und trinke.

Beliebt sind bei denjenigen, die die Weihnachtsgeschenke zum Verschicken aussuchen, auch Kalender in allen Variationen: mit Naturbildern, mit Porträts berühmter Persönlichkeiten, mit von Mitarbeitern selbst gemalten Bildern, mit lustigen Sprüchen et cetera. Darunter finden sich auch oft Gewinnspielkalender. Ich öffne natürlich erwartungsvoll jedes Türchen, habe aber noch nie etwas gewonnen.

Zuhauf landen zudem täglich Grußkarten auf meinem Schreibtisch, meist mit eingedruckten Wünschen, aber ohne Unterschrift. Oder aber mit ganz vielen Unterschriften, die ich alle nicht entziffern kann. Immer beliebter werden Grußkarten mit dem Hinweis, dass man – statt ein Geschenk zu kaufen – das dafür vorgesehene Geld gespendet habe. Es hat mich zwar keiner der Versender gefragt, ob ich das möchte, aber wenn es einer guten Sache dient, soll es mir ja recht sein.

Eigentlich weiß ich nicht, ob mich dieses vorweihnachtliche Postspektakel freut oder eher ärgert. Warum wird nur kurz vor Weihnachten einmal Danke gesagt, warum nur im Advent aneinander gedacht? Ist es vielleicht ein Selbstzweck? Oder eine aufgezwungene Tradition? Ich bin da etwas ratlos.

Viel mehr würde ich mich freuen, wenn ich in den ersten 11 Monaten des Jahres etwas mehr Respekt und etwas mehr Dankbarkeit für unsere Arbeit bekommen würde. Auch ein Lächeln in der Sprechstunde wäre mir sehr viel mehr wert als eine Grußkarte kurz vor Weihnachten. Aber wem sage ich das?



von Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.


Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (12) Seite 100

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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