Alarm, Alarm?!

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Alarm, Alarm?!

Tine hat ihren ersten Urlaub mit einem System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) hinter sich – und mit viel Bewegung, was mitunter ihre Glukosewerte in tiefe Gefilde getrieben und somit die Alarmfunktion ihres neuen Systems auf Trab gehalten hat.

Es wird wieder früher dunkel, habt Ihr es schon bemerkt? Ein bisschen kühler, der Hochsommer ist vorbei und der Herbst macht sich bereit, uns die schönsten Farben zu zeigen.

Erster Urlaub mit einem CGM-System

Ich verbrachte die letzten Züge des Sommers und meinen Geburtstag im September in Süditalien, in Neapel, um genauer zu sein. Neapel ist eine sehr alte, wunderschöne Stadt und liegt direkt am Vesuv, einem noch aktiven Vulkan. Die Stadt bewegt sich sehr schnell und noch einmal ganz anders, als ich es von unserer Hauptstadt seit Jahren gewöhnt bin.

Alle düsen mit ihren Rollern durch die Straßen: sei es, um schnell einzukaufen oder einfach nur mit anderen, die auch auf ihren Rollern fahren, zu sprechen und sich zu unterhalten. So ein Roller scheint dort nicht nur Fortbewegungs- und Transportmittel zu sein, sondern auch wichtiger Teil der Freizeit- und Abendgestaltung und der Kommunikation. Außerdem passt er durch jede noch so kleine, enge Gasse und lässt sich fast überall parken – perfekt also für Neapels verwinkelte Straßen.

Ich entschied mich dennoch gegen den Roller als persönliches Fortbewegungsmittel und für meine Füße. Und so passierte es tatsächlich, dass ich jeden Tag um die 20 Kilometer, also täglich über 25.000 Schritte, durch Neapel gelaufen bin. Huch! Ich bin ja wirklich gern und schnell zu Fuß unterwegs. In Neapel kein Problem, noch dazu gibt es ja auch überall viel zu gucken. Und auch die Zuckerwerte gleichzeitig zu beobachten, war natürlich sehr spannend. Es war mein erster Urlaub mit einem CGM-System an meiner Seite, und wir beide hatten definitiv eine aufregende gemeinsame Zeit mit vielen Alarmen.

Nicht von Alarmen oder Werten stressen lassen!

Im Urlaub sind meine Werte meistens durchgehend besser als zu Hause. Dabei spielen vermutlich weniger Stress und ein gemütlicher Alltag ohne die üblichen Problemchen eine große Rolle: Ich bin einfach weniger angespannt als zu Hause. Aber mit der Anzahl an täglich gegangenen Schritten waren meine Werte nicht nur besser, sondern leider auch viel häufiger einer Unterzuckerung nahe. Zum Glück gab es überall in der Stadt leckeres Essen und Carbs, Carbs, Carbs. Ich hatte wirklich nirgendwo und nie schlechtes Essen.

Aber nochmal zurück zum Alarm, Alarm! Echte Geheimtipps für diese Fälle habe ich leider keine. Aber klar ist für mich auf alle Fälle: das Basalinsulin generell etwas reduzieren und beobachten. Und dann die Supermärkte aufsuchen (sowieso unterwegs immer die Supermärkte auschecken!), die Taschen vollpacken mit landestypischen kohlenhydratreichen Leckereien und die Alarmgrenzen des CGM-Systems etwas höher ansetzen, so dass man unterwegs immer genug Zeit hat zu reagieren. So kann man auf jeden Fall etwas entspannter an die ganze Sache rangehen. Und ganz wichtig: Nicht von den Alarmen oder höheren oder tieferen Werten stressen lassen. Schon gar nicht im Urlaub!

Eure Tine


Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (11) Seite 40

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    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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