Der Diabetesherbst ist los

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Community-Beitrag
Der Diabetesherbst ist los

EASD-Kongress, Diabetes-Charity-Gala, Weltdiabetestag – in ihrer aktuellen Kolumne begrüßt Tine den ereignisreichen Diabetesherbst … und freut sich, dass es für sie als Bloggerin in den kommenden Wochen viel zu berichten gibt.

Auch wenn es ein bisschen traurig ist: Der Sommer ist vorbei, und der Herbst ist da. Aber ich freue mich jedes Jahr wirklich sehr auf diese Jahreszeit. Die (mal mehr, mal weniger funktionierenden) Klimaanlagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln Berlins werden ausgeschaltet und die Heizungen (viel zu früh) eingeschaltet.

Ich werde ein Jahr älter, habe Geburtstag, bereite mich gedanklich schon auf die Weihnachtsbäckerei vor und habe endlich wieder Lust, dunklen Lippenstift zu tragen und deftiger zu speisen. Die große Sommerhitze ist vorbei und beeinflusst meinen Blutzucker nicht mehr unkontrollierbar.

Das Sommerloch ist vorüber

Und der Diabetesherbst geht los! Der Sommer bedeutet für die Diabetesblogger häufig, eine kleine Pause einzulegen, denn es passiert einfach nicht ganz so viel wie sonst. Los ging es mit dem EASD-Kongress Mitte September. EASD bedeutet European Association for the Study of Diabetes (grob: Europäischer Verband für das Studium des Diabetes). Die EASD trifft sich einmal im Jahr in einer europäischen Stadt (dieses Jahr in München) und präsentiert dort Studienergebnisse und Neuigkeiten mit einer großen Ausstellung und vielen, vielen Vorträgen vor internationalem Fachpublikum.

Seit einigen Jahren bekommen auch wir Blogger die Möglichkeit, dabei zu sein und zu berichten. Dafür bin ich überaus dankbar. Wenn ihr diese Kolumne lest, ist der Kongress leider schon vorbei. Auch dieses Jahr habe ich meine Runden dort gedreht und für meinen Blog in Erfahrung gebracht, was es Neues gibt. Auch einige Pharmaunternehmen haben in dieser Zeit zu Events und Pressekonferenzen eingeladen, um direkt ihre Neuigkeiten zu präsentieren und zu hören, was wir als Patienten davon halten.

Charity-Gala und Weltdiabetestag

Der Oktober wird dominiert von der Diabetes-Charity-Gala hier bei mir in Berlin und veranstaltet von diabetesDE. Für die Gala kommen die Gäste im feierlichen Rahmen zusammen, um Spenden zu sammeln und auf tolle Projekte aufmerksam zu machen. Außerdem wird der Thomas-Fuchsberger-Preis verliehen, der Menschen und Projekte aus dem Diabetesbereich auszeichnet.

Am 14. November ist Weltdiabetestag, quasi das Highlight des Jahres. Sagt bitte nicht, dass ihr diesen Tag noch nicht kennt?! Der Weltdiabetestag ist schon ein kleiner Feiertag für uns geworden. Rund um den Globus finden Aktionen und Messetage statt; in Deutschland ist in Berlin die zentrale Veranstaltung (am 20. November)! Menschen mit Diabetes kämpfen an diesem Tag besonders für Aufklärung und zeigen, dass Blutzuckermessen zwar nervig ist, aber eigentlich gar nicht wehtut.

Ihr seht, im Herbst ist einiges los, und es gibt vieles nachzulesen und für mich zu berichten! Ich freue mich drauf!

Eure Tine

Martina „Tine“ Trommer lebt seit vielen Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie für die Blood Sugar Lounge und schreibt jetzt auch regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. Der Diabetes hat sie selbstständiger und mutiger gemacht.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (10) Seite 39

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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