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Diabetes-Kurzgeschichte: Der kleine Melli und ich – wenn die Familie Dich gut kennt …
3 Minuten
„Die Familie und Diabetes“ ist das Motto des Weltdiabetesverbandes (IDF) für den Weltdiabetestag am 14. November. Passend dazu die Diabetes-Kurzgeschichte von Nina und dem kleinen Melli auf dem Familienfest.
Die Ampel springt auf Rot, und ich komme langsam zum Stehen. Wir werden es gerade noch rechtzeitig ins Restaurant schaffen. Ich drehe mich zu Melli und frage: „Und freust du dich auf die anderen?“ Prompt kommt die Antwort: „Na klar! Wir haben sie schon lange nicht mehr gesehen. Es wird mal wieder Zeit für ein großes Zusammentreffen.“
Die Diabetes-Kurzgeschichten-Reihe „Der kleine Melli und ich“ – der Hintergrund
Melli ist ein kleiner Junge, der mit Nina, einer jungen erwachsenen Frau, zusammenlebt. Die beiden Protagonisten der Diabetes-Kurzgeschichtenreihe geraten im Alltag immer wieder in Konflikt: beim Essen, beim Sport etc.
Autorin Lena Schuster ist Psychologin und hat seit 2014 Typ-1-Diabetes. Ihr Bruder hat seit der Kindheit ebenfalls Typ-1-Diabetes, deshalb ist ihr auch der Einfluss der Stoffwechselerkrankung auf die Familie gut bekannt. Zu ihren Kurzgeschichten sagt sie: „Für mich ist der Diabetes vergleichbar mit dem kleinen Melli, den man oft zu gerne ignorieren möchte, doch das geht leider nicht. Denn ignoriert man den Diabetes, ist er wie ein schreiendes Kind, das einen nicht zur Ruhe kommen lässt. Kümmert man sich jedoch um den Diabetes, so macht einen das stark – und man erkennt, dass man bereit ist, auch andere Probleme des Lebens zu bewältigen.“
➤ hier gibt es alle Diabetes-Kurzgeschichten mit Nina und dem kleinen Melli
Ein Familienfest steht am Abend an …
… und da unsere Familie groß ist und weit verteilt lebt, kommen wir alle leider selten zusammen. Umso schöner, dass es heute Abend wieder so weit sein wird! Ich mag meine Familie. Wir haben zusammen schon viele schöne, intensive Stunden verbracht.
Kurze Zeit später betreten wir das Restaurant. Die Kellnerin zeigt uns den für unsere Familie reservierten Nebenraum. Kaum haben wir uns in den Raum begeben, werden wir überrollt von dem bunten Treiben. Es herrscht eine tolle Stimmung voller Wiedersehensfreude. Liebe Gesichter und herzliche Umarmungen. Es ist einfach ein schöner Anblick. „Ach, Nina und Melli, da seid ihr ja. Wie toll, euch zu sehen! Wie geht’s euch denn?“, werde ich plötzlich von der Seite angesprochen. Ich drehe mich um und schaue in Tante Marlenes freudestrahlendes Gesicht. „Oh, hallo Tante Marlene. Lieb, dass du fragst. Uns geht es gut, und dir?“
Und schon sind wir im Gespräch: Ich erzähle ihr, was ich das ganze Jahr über getan und erlebt habe. Als ich anfange, über die Kreuzfahrt zu sprechen, ist Tante Marlene mehr als begeistert: „Das finde ich aber toll, dass du dich das traust, Nina. Mit Diabetes zu verreisen, stelle ich mir nicht so einfach vor.“
Doch bevor ich antworten kann, schnappt sich einer meiner vielen Onkel das Mikrofon, spricht ein paar einleitende Worte und eröffnet das Buffet. Leckere Salate, verschiedene Suppen bis zu köstlich riechendem Fleisch und diversen Beilagen: Es gibt alles, was das Herz begehrt! „Na, dann bringen wir deinen Insulin-Pen heute mal ordentlich zum Einsatz, oder, Nina?“, fragt mich mein Opa und zwinkert mir liebevoll zu. Oh ja! Wo er recht hat, da hat er recht. Auf geht’s, stürmen wir das Buffet!
Die Hände zittern am Buffet
Doch kaum habe ich mich angestellt, fangen meine Hände an zu zittern. Mein Blick schweift durch den Raum. Schwarze Punkte flimmern in meinem Sichtfeld auf. Was ist nur los mit mir? Wie ferngesteuert setze ich mich auf den nächstbesten Stuhl. Fast hätte ich ihn verfehlt. Bin ich unterzuckert? Aber das kann doch nicht sein?! Gerade noch hatte ich doch einen guten Blutzuckerwert. Kaum sitze ich, sehe ich aus den Augenwinkeln, wie sich Onkel Finn mir nähert. „Nina, geht’s dir nicht gut?“
Geistesabwesend sehe ich ihm in die Augen und murmele: „Ich glaube nicht.“ Da greift mein Onkel zu meiner Tasche, die ich in den Händen halte, holt mein Blutzuckergerät heraus und misst meinen Wert. „Kein Wunder, Nina. Du bist auch im Unterzucker.“ So schnell konnte ich das Geschehen gar nicht mitverfolgen, da drückt mir Onkel Finn auch schon ein Traubenzuckerplättchen in die Hand. Langsam schiebe ich es mir in den Mund. Es dauert ein paar Minuten, bis der Zucker wirkt und ich wieder lebendiger werde. Onkel Finn hat sich inzwischen neben mich gesetzt und streichelt mir sanft über den Arm.
Kommentar der Autorin:
Normalerweise kontrollieren wir Diabetiker unseren Diabetes selbst. Doch manchmal gelingt uns das nicht und wir benötigen die Hilfe unseres Umfeldes. So geschieht dies auch Nina, die plötzlich in eine Unterzuckerung gerät, und ihr Onkel Finn hat es erkannt. In solchen Situationen ist es wichtig, dass Familie und Freunde Nina kennen und wissen, wann sie Hilfe braucht und wie die Hilfe aussehen muss.
Natürlich ist Diabetes eine Einschränkung und es ist sicherlich nicht einfach für das Umfeld eines Diabetikers, damit umzugehen. Doch gleichzeitig sorgt der Diabetes auch dafür, dass man sich um den Diabetiker kümmert. Dennoch ist es schön, in solchen Situationen Hilfe zu erhalten.
➤ weitere Diabetes-Kurzgeschichten mit Nina und dem kleinen Melli
von Lena Schuster
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (11) Seite 38-39
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moira postete ein Update vor 20 Stunden, 54 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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