- Aus der Community
Diabetes-Schmuck: Bling-Bling als erste Hilfe?
2 Minuten
Als ich vor ein paar Tagen auf eine Internetseite stieß, auf der Notfall-Schmuck verkauft wurde, musste ich an den Kettenanhänger denken, den ich als Kind hatte: Ein silberner Anhänger mit dem Äskulapstab – der auch Asklepiosstab genannt wird – darauf. Man konnte ihn aufschrauben und innen war ein „Spickzettel“ mit meinen medizinischen Daten, sogar meine Blutgruppe stand darauf. Das Ding war stabil, feuer- und wasserfest – und potthässlich. Ich habe ihn so gut wie nie getragen. Zum einen, weil ich Schmuck als Kind furchtbar nervig fand, zum anderen, weil ich das Ding irgendwann in irgendeiner Schublade vergraben und dann nie mehr daran gedacht habe.
Der Sinn solcher Anhänger ist ja, dass man im Notfall möglichst schnell alle medizinisch relevanten Daten zur Hand hat. Ob sich Notärzte und Sanitäter bei einem Notfall aber erst mal die Mühe machen, solchen Schmuck zu suchen und gegebenenfalls auch noch aufzuschrauben, sei mal dahingestellt.
Brauche ich so etwas überhaupt?
Manche Diabetiker lassen sich für den Notfall ein Tattoo aufs Handgelenk stechen, das auf ihre Erkrankung hinweist. Andere wiederum haben ein Notfallarmband, damit man gleich erkennt, dass man einen ohnmächtigen Diabetiker vor sich hat. Ich habe mir jedoch bisher weder Tattoo noch Armband zugelegt, weil ich glaube, dass ich keins brauche. Die letzten Jahre habe ich schließlich auch ohne überlebt. Und soll ich etwa meine ganze Krankheitsgeschichte eingravieren lassen? Diabetes, Epilepsie, Hörschädigung, dazu noch sämtliche wichtige Informationen wie Allergien, Blutgruppe und Medikamente … da erübrigt sich doch die Frage nach dem Datenschutz. Und der Platz für die ganzen Angaben würde bei mir wahrscheinlich auch fehlen.
Ich will selbst bestimmen, wer was von mir weiß. Das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht offen mit meinen „Anhängseln“ umginge, aber was geht es den Typen in der Vorlesung neben mir an, wie es um meine Gesundheit steht?
Dennoch kann es für chronisch Kranke durchaus sinnvoll sein, sich für den Notfall zu wappnen. Und auch ohne Notfallschmuck bin ich übrigens nicht ganz unvorbereitet, falls ich doch mal wegen einer Unterzuckerung zusammenklappe. Wobei ich es für wahrscheinlicher halte, nochmal einen epileptischen Anfall zu bekommen – aber das ist eine andere Geschichte.
Im Notfall das Smartphone
Nur wenige Nutzer wissen, dass im iPhone ein „Notfallpass“ enthalten ist, den man ausfüllen und in dem man alle (medizinisch) relevanten Daten – Name, Anschrift, eventuelle Allergien, zu benachrichtigende Angehörige usw. – notieren kann. Auch vom Sperrbildschirm aus kann man auf ihn zugreifen, dadurch können also auch Personen die Informationen lesen, die den Code fürs Handy nicht kennen.
Als Alternative für Android & Co. gibt es viele ICE-Apps. ICE steht für „in case of emergency“, also für den Notfall. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass nicht zwar alle solche Apps das halten, was sie versprechen – in meinem Fall waren es die nicht angezeigten Informationen auf dem Sperrbildschirm –, deswegen testet einfach verschiedene solcher Apps und sucht die für euch passende heraus. Im digitalen Zeitalter kann ein Smartphone also wirklich Leben retten.
Dieser Text spiegelt meine persönliche Meinung wider. Wenn ihr also ein Notfallarmband, einen Notfallkettenanhänger oder ein Notfalltattoo haben wollt, ist das natürlich eure Entscheidung. Ich für meinen Teil habe entschieden, dass ich momentan mein iPhone als Lebensretter bevorzuge.
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diahexe postete ein Update vor 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 6 Tagen
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747




Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.