- Aus der Community
Diabetes und Beziehung: Kommunikation ist alles
3 Minuten
Hohe und auch niedrige Blutzucker-Werte rauben einem manchmal den letzten Nerv. Seid ihr auch manchmal frustriert, wenn die Therapiemaßnahmen nicht so richtig ihren Zweck erfüllt haben? Und dann auch noch diese Symptome – in solchen Situationen auch noch reden? Wer hat darauf noch Lust? Viel lieber würde man gerne einfach vor sich hin schmollen oder sich mit anderen Themen ablenken. Doch Moment, da war ja noch jemand: der Partner. Der steht daneben und fragt sich, woher die schlechte Laune kommt. Hat er sich womöglich falsch verhalten? Hat er den Jahrestag vergessen? Oder ist sonst irgendetwas vorgefallen? Nein, der Diabetes ist schuld. Doch woher wissen, wenn wir nicht reden? Kommunikation ist das A und O einer Beziehung und bei Diabetes umso wichtiger. Schnell entstehen Missverständnisse, aus denen sich Beziehungsprobleme entwickeln können. Mit diesen Tipps beugt ihr solchen Missverständnissen vor.

1. Richtig aufklären
Ab und zu mit einem Lesegerät den Arm abscannen, ein bisschen was essen, ein bisschen was in die Insulinpumpe eintippen – für Außenstehende sieht Diabetes nicht anstrengend aus. Unsere Gedanken und Gefühle behalten wir meist für uns und die Symptome lassen sich ebenso oft gut verheimlichen. Umso schwieriger ist es, für den Partner unsere Gefühle nachvollziehbar zu machen. „Was machst du dich denn so verrückt?“, fragte mich mein Freund vor einigen Jahren, als wir uns kennen lernten. Was ich antwortete? Ich holte tief Luft und begann, mein Leben mit dem Diabetes zu erklären. Es ist eine unangenehme Aufgabe, jemand Nahestehendem zu sagen, dass winzige Tropfen einer klaren Flüssigkeit namens Insulin das eigene Leben erhalten.
Es ist auch nicht einfach, demjenigen zu sagen, dass schon wenige Tropfen Insulin eine starke Unterzuckerung bis hin zur Bewusstlosigkeit verursachen können. Ebenso schwierig ist es, denjenigen dann auch noch darüber aufzuklären, dass das Ignorieren des Diabetes zu lebensbedrohlichen Folgeschäden führen kann. Für jemanden, der bisher noch nichts mit Diabetes zu tun hatte, sind das erstmal viele Informationen, die er zunächst begreifen und verarbeiten muss. Doch nur so kann der Partner die Sorge um die eigene Gesundheit verstehen und die Gefühle nachvollziehen, die der Diabetes in manchen Situationen verursacht.
2. Reden, reden, reden

Machen wir uns nichts vor. Ein Partner merkt, wenn etwas nicht stimmt. Wir können vor ihm nicht verheimlichen, wenn wir genervt, gestresst oder frustriert sind. Deshalb reden wir besser gleich, weshalb das so ist, und spannen den Partner nicht länger auf die Folter. Er macht sich sonst unnötige Sorgen.
3. Kein schlechtes Gewissen haben
Schon oft sagte ich zu meinem Partner: „Entschuldige, ich rede zu viel und der Diabetes soll nicht im Mittelpunkt unserer Beziehung stehen.“ Er antwortete dann: „Der Diabetes gehört zu dir und es ist notwendig, dass du darüber redest, sonst weiß ich nicht, was los ist.“ Nachdem diese Situation mehrfach vorgekommen ist, hier mein Fazit daraus: Keiner braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er von seinen Gefühlen erzählt. Vielmehr sollte man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man sie dem Partner vorenthält und ihn im Unklaren lässt.
4. Über das Verhalten sprechen
„Geht’s dir wirklich gut, Schatz? Du hast schon lange nicht mehr gemessen.“ – zu viel Fürsorge tut nicht gut. Schließlich möchte man allein zurechtkommen. Doch ein Partner kann auf Anhieb nicht wissen, wann und wie er helfen soll und wann lieber nicht. Deshalb hilft es, auch über das Verhalten zu reden. Wann wünsche ich mir Hilfe und wann nicht? Wann ist es zu viel? Darüber muss man sich klar werden und dann ganz sachlich mit dem Partner darüber reden.
5. Praxis-Erfahrung sammeln
Letztendlich braucht es einige Zeit und viel Praxis-Erfahrung, bis man sich zu dritt (Paar plus Diabetes) wirklich wohlfühlt. Manchmal braucht es auch eine Portion Geduld. Schließlich ist noch kein perfekter Typ F vom Himmel gefallen. Zusätzlich ist die Situation mit dem Partner an der Seite auch für den Diabetiker nicht leicht. Doch Übung macht den Meister und die gemeinsame Zeit bildet das Team. Wichtig ist dabei: nicht gleich aufgeben, sondern viel reden. Denn es lohnt sich.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 4 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße