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DiaCup 2023: Tischtennis-Turnier für Menschen mit Diabetes und Angehörige
4 Minuten

Kathi berichtet heute hier in der BSL vom ersten DiaCup – einem Tischtennis-Turnier, das extra für uns Menschen mit Diabetes und Angehörige im März 2023 in Düsseldorf veranstaltet wurde.
Am 25. und 26.03.23 fand im „Mekka des Tischtennis“, nämlich in den Hallen des Deutschen Tischtennis-Zentrums (DTTZ), der erste DiaCup in Düsseldorf statt. Organisiert und veranstaltet wurde das Turnier vom Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes in Kooperation mit Borussia Düsseldorf und dem RIN Diabetes.
Spielen neben den Profis
Im DTTZ sind alle Voraussetzungen für eine atemberaubende Tischtennis-Atmosphäre gegeben. Das Zentrum beherbergt ein integriertes Sporthotel, eine Mensa, einen Schulungsraum, ein Fitnessstudio sowie mehrere große Hallen. Jeden Tag wird hier Tischtennis gespielt!

In der Nachbarhalle trainierten über beide Turniertage die Profis. Es ist also gar nicht unwahrscheinlich, dass man einem Europameister oder Paralympics-Sieger über den Weg läuft.
Genau das ist vielen von uns passiert, denn Dimitrij Ovtcharov, mehrfacher Europameister, Olympionike und aktuell die Nr. 10 der Welt, lief häufig durch das Zentrum und war richtig interessiert an Diabetes-spezifischen Themen.
Spielmodus und Ablauf
Das zweitätige Turnier wurde in 2 verschiedenen Wettkampfklassen ausgetragen: VereinsspielerInnen mit Vorkenntnissen und eine Hobbyklasse. Innerhalb der 6-köpfigen Gruppen spielte zunächst jeder gegen jeden, sodass nach dem ersten Spieltag Platz 1-6 feststand.
Am nächsten Tag bildeten die jeweils Gruppenersten eine Gruppe, die Gruppenzweiten unter sich und so weiter. Man merkte, dass die Spielstärke innerhalb der Gruppen am zweiten Spieltag beieinander lag. Die Spiele waren spannend und die Platzierungen wurden ausgespielt.
Am Nachmittag des zweiten Tages fand die Siegerehrung statt.
TeilnehmerInnen

Aus ganz Deutschland reisten die TeilnehmerInnen an, um beim ersten DiaCup dabei zu sein. Der Sieger der Vereinsklasse, Lucas Hörhold, reiste beispielsweise aus Magdeburg an.
Der Diabetes-Typ spielte hier grundsätzlich keine Rolle. Menschen mit Typ-1-Diabetes traten gegen Menschen mit Typ-2-Diabetes an, „Typ-Fler“ (Family and Friends) gegen Menschen mit Formen des Typ-3-Diabetes. Es gab alle möglichen Konstellationen!
Jugendliche spielten gegen Tischtennisspieler mit über 60 Jahren Spielerfahrung. Die Vielfalt war einfach fantastisch mit anzusehen. Ich selber habe aktuell einen Meniskus-Riss, sodass ich leider nicht teilnehmen konnte. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Rahmen(programm)
Der DiaCup wurde von mehreren Diabetesberaterinnen begleitet, sodass bei Bedarf alle Fragen beantwortet werden konnten. Außerdem gab es in der Halle und auf den Fluren eine Menge an „Hypo-Helfern“. Anders als bei regulären Tischtennis-Turnieren hatten die TeilnehmerInnen am ersten Spieltag eine entspannte Mittagspause, um sich zu stärken.
Abends trafen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen mit einem kurzen Vortrag von meinem Ehemann und mir. David ist Paralympics-Teilnehmer. Er spielte als Typ-Fler mit und holte den 2. Platz. David gab einen Einblick in die Welt des paralympischen Tischtennis und stellte die verschiedenen Klassen vor, in welchen bei den Para-Wettkämpfen gespielt wird.
Da ich selber Tischtennis spiele, seit ich denken kann, viele Videos und Beiträge zu Diabetes und Tischtennis veröffentlicht habe, im Regel- und Parasport aktiv bin und ebenfalls einige Erfolge feiern durfte, habe ich einige Worte an die TeilnehmerInnen gerichtet. Über meine Strategien als Tischtennis spielende Typ-1-Diabetikerin, lustige Situationen bei meinem Lieblingssport – aber auch über die schwere Zeit nach der Diabetes-Diagnose vor 11 Jahren inmitten des Leistungssports. Zwischenzeitlich wurde ich sehr emotional, denn genau dieses Format – ein Tischtennis-Turnier für Menschen mit Diabetes – wünsche ich mir schon seit mehr als einem Jahrzehnt und bin überglücklich, dass es dieses nun gibt.
Den Abend haben wir in gemütlicher Runde ausklingen lassen und sind mit vielen wundervollen Menschen ins Gespräch gekommen. Der Austausch tat gut. Vor allem die Spezifikationen bezogen auf Diabetes und Tischtennis wurden diskutiert und es gab diverse Parallelen.
Unternehmen vor Ort
In den Pausen konnte man sich auf den Fluren zu verschiedenen Medizinprodukten beraten lassen und kurzen Vorträgen lauschen. Das Unternehmen Abbott war als Sponsor und mit einem Stand vor Ort. Alle, die wollten, konnten den FreeStyle Libre 3 ausprobieren. Vor allem für Menschen ohne bisherige Sensor-Erfahrung eine riesige Erleichterung, da sie die Werte beim Sport auf einmal im Blick hatten.
Das Unternehmen Medtronic stellte die Insulinpumpe MiniMed 780G vor und VitalAire die t:slim X2 mit Control-IQ.

So konnten sich die TeilnehmerInnen rundum informieren und die Insulinpumpen bzw. AID-Systeme anschauen. Neben Abbott, Medtronic und VitalAire gab es weitere Sponsoren, welche mit Informationsständen vertreten waren. DiaShop zeigte einen tollen Einblick in das Sortiment und machte auf die Option, Rezepte dort einzuschicken, aufmerksam.
Das Diabetes-spezifische Forschungsinstitut Profil klärte über verschiedene Möglichkeiten auf, an Diabetes-Studien teilzunehmen.

Auf ein Neues!
Medial begleitet wurde der DiaCup von DiabetesWebTV. Hier entstand ein überaus sehenswertes zusammenfassendes Video. Gerne kannst du dir einen Einblick verschaffen und sicherlich bekommst du durch das Video so richtig Lust, beim nächsten DiaCup dabei zu sein!
Ein ganz besonderer Dank gilt Norbert Kuster, Landesvorsitzender und Geschäftsführer Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes, Landesverband NRW e.V., und Dr. rer. nat. Olaf Spörkel, Leiter Nationales Diabetes-Informationszentrum – ohne sie hätte es den DiaCup in dieser Form nicht gegeben. Ihr Engagement und Einsatz suchen seinesgleichen.
Die Organisation und Durchführung in Zusammenarbeit mit Borussia Düsseldorf, insbesondere mit Matthias Ernst, führte zu einem reibungslosen Ablauf, dem ganz besonderen Flair und einem rundum gelungen ersten DiaCup, welcher kommendes Jahr sicherlich in die zweite Runde gehen wird.
Du hast jetzt auch so richtig Lust auf den DiaCup bekommen? Dann kommentiere gerne hier unter dem Beitrag und ich halte dich auf dem Laufenden, wenn der nächste Termin feststeht.
von Kathi Korn
Kathi lebt mit insgesamt 10 chronischen Erkrankungen. Sie setzt sich seit über 10 Jahren als Healthfluencerin für Menschen mit Diabetes ein, ist 3-fach-Mama und arbeitet als Unternehmerin im Medizinprodukte-Bereich. Sie lebt nach ihrem Motto: „Verwandle deine vermeintlichen ‘Schwächen’ in Stärken – dann wirst du über dich hinauswachsen“. Kathi ist bis ins Halbfinale bei der Miss Germany Wahl 2024 gekommen und konnte somit auf großen Bühnen über ihr Leben mit Diabetes sprechen, denn Repräsentation ist Kathi sehr wichtig.
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lena-schmidt postete ein Update vor 6 Tagen, 12 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Monat
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße




