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„Frauen und Diabetes“: Eine Herzensangelegenheit
2 Minuten

Tine wirft in ihrer Kolumne einen Blick zurück auf den Diabetes-Aufklärungsmonat, mit dem Highlight Weltdiabetestag am 14. November. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei auf das diesjährige internationale Motto „Frauen mit Diabetes“, dem ihrer Ansicht nach sonst viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird.
Jedes Jahr im November möchten wir das Bewusstsein für Diabetes in all seinen Formen und mit all seinen Themen stärken – und informieren Menschen mit oder ohne Diabetes darüber, was es bedeutet, mit Diabetes zu leben, wie man ihn vielleicht einschüchtern kann (z. B. bei Typ-2-Diabetes), was die Probleme sind, die im Leben auf uns zukommen können. Wir sprechen über Kinder und Diabetes, Ernährung, Sport und Diabetes, Sprache und Diabetes.
Am 14. November ist in jedem Herbst der Weltdiabetestag, egal ob in Italien, Japan oder Mexiko, im Internet, hier bei mir in Berlin oder hoffentlich auch bei Euch in der Region! Was ich klasse finde: In den USA ist sogar schon seit vielen Jahren der ganze Monat Novemberdem Diabetes gewidmet (#DiabetesAwarenessMonth), aber zum Glück nutzen auch wir im deutschsprachigen Raum immer öfter den ganzen November, um offen on- und offline über unsere Angelegenheiten zu sprechen. Es gibt noch so viel zu tun!
Selten oder nie angesprochen: Einfluss der Hormone auf die Therapie
Thema des Weltdiabetestages 2017 war “Frauen und Diabetes”. Ich habe mich extrem darüber gefreut, weil es eine große Bandbreite an Themen gibt, über die wir und unsere medizinischen Betreuer zu wenig wissen, über die nicht ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, die tabuisiert oder verschwiegen werden: Schwangerschaft, Wechseljahre, Zyklus, Hormone und Menstruation etc. Oft bespricht der Diabetologe nicht einmal Themen wie Zyklus oder Wechseljahre mit den Patienten.
Es gibt im Moment ca. 199 Millionen Frauen mit Diabetes auf der Welt, zwei Fünftel sind im fortpflanzungsfähigen Alter. Wie kann es sein, dass ich noch kein einziges Mal mit meiner Diabetologin darüber gesprochen habe, welchen Einfluss meine Hormone auf meine Diabetestherapie haben (können)? Wie kann es sein, dass es kaum Thema in meiner Schulung war, aber dass mir dennoch Angst gemacht wurde, indem gesagt wurde: “Sobald Sie schwanger werden möchten, kommen Sie bitte umgehend zu uns!”?
Keine offizielle Schnittstelle zwischen Diabetologen und Gynäkologen
Auf dem Blood-Sugar-Lounge-Barcamp im vergangenen Oktober führte ich eine Diskussion zum Thema, bei der mir von allen TeilnehmerInnen Gleiches bestätigt wurde. Es gibt keine offizielle Schnittstelle zwischen Diabetologen und Gynäkologen, außer uns – mal wieder. Wir brauchen deswegen mehr Raum, um über all diese Themen sprechen zu können, mehr Informationen und Wissen, das für alle zugänglich ist, und die Sicherheit, dass hilfreiche Technologien für alle erreichbar sind.
Dafür kämpfe ich – und ich bin gespannt, was sich bis zum nächsten November getan hat. Denn nach dem Weltdiabetestag ist vor dem Weltdiabetestag!
Eure Tine
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (1) Seite 33
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße