- Aus der Community
Keine Abfertigung mehr!
2 Minuten
Was brauchen Patienten und Patientinnen von ihrem Gesundheitsfachpersonal, wenn sie zum Termin erscheinen? Was macht einen guten Arzt, eine gute Ärztin aus? Darüber hat sich Tine in ihrer Kolumne Gedanken gemacht.
Als Person mit chronischen Krankheiten sitze ich im Alltag vergleichsweise häufig in einer Praxis und warte auf meinen Termin. Kennen viele: Check-up bei der Gynäkologin, Augenhintergrunduntersuchung beim Augenarzt, Impfungen und Checks bei der Hausärztin, zum Orthopäden, Prophylaxe beim Zahnarzt, Psychotherapie oder der Quartalscheck bei der Diabetologin stehen regelmäßig auf der Liste.
Hier in Berlin habe ich eine Auswahl an Ärzten und Ärztinnen – welch Privileg, dessen ich mir voll bewusst bin! Trotzdem sind lange nicht alle, bei denen ich bisher einen Termin hatte, das, was ich als „guten Arzt/gute Ärztin“ bezeichnen würde. Lange nicht überall fühle ich mich ernst genommen.
Das bedeutet aber: Wenn mir jemand aus welchen Gründen auch immer nicht zusagt, gehe ich zur nächsten Praxis. Das ist nicht überall so möglich. Gerade in ländlichen Gegenden müssen wir uns mit dem zufrieden geben, was für uns erreichbar ist. Dabei ist eine gute diabetologische Praxis, in der das Personal sich Zeit nehmen kann und versteht, was es bedeutet, mit dieser Krankheit zu leben, so wichtig für Personen mit Diabetes.
Ärzte und Ärztinnen sollten empathisch, verständnisvoll und nicht verurteilend ihren Patienten und Patientinnen gegenüber sein. Wieso scheint das nicht Teil der Ausbildung oder ein Kriterium für die Eröffnung einer Praxis zu sein? Wir befinden uns immer in der Hilfe benötigenden Position, die auf keine Weise ausgenutzt werden sollte. Warum bestehen so viele Arztbesuche dann aus Schuldzuweisungen, Heruntermachen und Herabwürdigen der Patienten und Patientinnen, gerade beim Thema Diabetes?
Einige meiner Ärzte und Ärztinnen sind zum Glück empathisch und wirklich hilfsbereit, können sich Zeit nehmen und hören mir zu. Dementsprechend fallen die, die das nicht tun, direkt mehr auf. Der große Unterschied: Gehe ich aus meiner Diabetologie-Praxis, bin ich entspannt. Gehe ich aus der Orthopädie-Praxis, bin ich wütend und angespannt, weil mir mal wieder nicht zugehört und ich regelrecht abgefertigt wurde.
Das Ergebnis einer Analyse aus dem Fachjournal BMJ Open von mehreren Studien aus fast 70 Ländern mit 28,5 Mio. Arztbesuchen zeigt, dass ein Arztgespräch im Schnitt in Deutschland 8 Minuten dauert. Dass da nicht viel Platz für Empathie ist, klingt logisch. Der Kostendruck spielt hier natürlich eine Rolle und beeinflusst stark. Aber ist es das, was wir alle wollen und brauchen? Es muss sich dringend etwas ändern hier, nur wie?
Eure Tine
Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig in ihrer Diabetes-Journal-Kolumne „diabetes and the city“ über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (11) Seite 42
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anseaticids postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 4 Tagen, 10 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 5 Tagen, 3 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
Mehr Infos im Flyer 👇
Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter 



