Mit den „Dia Engeln“ bei Kriegels Kruste

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Mit den „Dia Engeln“ bei Kriegels Kruste

Steffi durfte „Dia Engel” Thomas nach Münster auf den Wochenmarkt zu Markus von der Low-Carb-Bäckerei Kriegels Kruste begleiten. Markus hat mit seiner Frau Daniela ein spannendes Projekt aufgebaut.

Letzten Samstag stand für mich eine interessante, kleine Reise nach Münster zum dortigen Wochenmarkt an.

Ich war verabredet mit Thomas von den Dia Engeln, der schon in intensivem Austausch mit Markus von der Bäckerei Kriegels Kruste stand. Wir hatten dort die Gelegenheit, die „Dia Engel“ mit einem kleinen Infostand neben dem Verkaufswagen zu präsentieren, um das Thema Diabetes noch präsenter in der Öffentlichkeit zu machen.

„Dia Engel“

Die Dia Engel sind ein eingetragener Verein, der sich für soziale und gesellschaftliche Belange aller Diabetesformen einsetzt. Ich selbst bin hier auch Mitglied. Wir betreiben eine „Diabetes-Kummerhotline”, die jeden Tag bis 22.00 Uhr besetzt ist und sich um alle Fragen rund um den Diabetes kümmert! Um diesen Service durchgehend anbieten zu können, sind viele Unterstützer_innen nötig. Wir vernetzen uns stetig, um möglichst viele „Fachgebiete“ anbieten zu können und den Menschen mit Diabetes eine Stütze zu sein.

Als Ernährungs- und Diabetesberaterin war ich natürlich sehr froh, zu einer Low-Carb-Bäckerei fahren zu dürfen.

Bäckerei Kriegel

Quelle: Kriegels Kruste – Bäckerei

Markus und Daniela Kriegel haben aufgrund eigener Nahrungsmittelunverträglichkeiten getreidefreie Brote und Gebäck entwickelt. Grundlage der Teige sind Saaten- und verschiedene Kerne- und Nussmischungen. Diese sind aus dem vollen Korn gemahlen und mit wertvollen Ölen usw. versetzt. Daraus entstehen total leckere Gebäcke, von Broten über Pizzateig zu Keksen und süßen Teilchen.

Allen gemeinsam ist ein extrem geringer Kohlenhydratanteil mit etwas höherem Eiweißanteil.

Im Durchschnitt enthalten 100g Brot nur 3-5g Kohlenhydrate! Das ist meiner Meinung nach für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker_innen genial. So lassen sich Blutzuckerverläufe konstant halten und Insulin bzw. Tabletten einsparen. Zudem schmeckt es für mich wirklich sehr gut und sättigt lang anhaltend.

Zu Gast bei der Bäckerei Kriegel

Markus Kriegel hat uns super nett empfangen. Er hat sogar einen kleinen, überdachten Stand für uns neben seinem Verkaufswagen errichtet. Von dort hatten wir viele Gelegenheiten, mit Passanten und Kunden ins Gespräch zu kommen. Es gab sehr interessante Gespräche sowohl mit Diabetesbetroffenen als auch einfach ernährungsbewussten Personen. Durchweg gab es positive Reaktionen auf unsere Aufklärungsarbeit und unser Angebot.

Neben Privatpersonen bleiben 2 Gespräche mit je 2 Klinikmitarbeiterinnen aus Münster im Kopf. Sie sind beide im Kinder- und Jugendbereich tätig. Bei ihrer täglichen Arbeit hatten sie Fragen im Umgang mit diabetischen Kindern, die nicht direkt im Krankenhausbereich beantwortet werden können.

Zudem haben wir mit einer Marketingmitarbeiterin der App „Too good to go“ gesprochen. Diese App rettet kurz vor dem Verfall stehende Lebensmittel vor der Mülltonne. Eine ganz, ganz tolle Sache in meinen Augen! Eventuell besteht die Möglichkeit, sich gegenseitig zu verlinken, um mehr Menschen zu erreichen.

Münster war einen Besuch wert

Der Samstag auf dem Münsteraner Wochenmarkt war ein sehr schöner, erfolgreicher Tag mit vielen tollen Kontakten und Gesprächen. Dank an Thomas und Markus, es war schön mit Euch!


von Stephanie Tuschen

Stephanie war Autorin in der Blood Sugar Lounge und hat dort aus dem Leben mit Diabetes berichtet. Hier findet ihr alle Beiträge aus dieser Zeit:

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

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