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Kolumne „Fernweh“: Schokolade von Oma
2 Minuten

In ihrer Kolumne „Fernweh“ erinnert sich Susanne an ihre verstorbene Oma, deren Fürsorge sich auch in Zartbitter-Schokolade zeigte. Eine persönliche Geschichte über Erinnerung, Diabetes, gut gemeinte Ratschläge und die kleinen Gesten, die bleiben.
Vor Kurzem ist meine Oma gestorben, kurz vor ihrem 93. Geburtstag. In meiner nicht religiösen Vorstellung bleibt ein Mensch aber auch nach seinem Tod lebendig, wenn man sich seiner erinnert, über ihn redet, ihn nicht vergisst – in Form eines ganz besonderen „Fernwehs“.
Im Fall meiner Oma denke ich zum Beispiel gern an ihre Großzügigkeit. Regelmäßig lud sie die ganze Familie im Restaurant zum Essen ein, drängte uns Enkel immer regelrecht dazu, auch noch einen Nachtisch zu bestellen. Zu Ostern, zum Geburtstag, zum Namenstag, der ihr immer sehr wichtig war: Immer gab es eine kleine Aufmerksamkeit. Jeder sollte dabei gleich viel erhalten. Auch Gerechtigkeit war ihr ein Anliegen.
Ich erinnere mich sogar noch an unsere gemeinsamen Mensch-ärgere-dich-nicht- und andere Spiele, als ich im Kindergarten- und Grundschulalter war. Ich gewann fast jedes Mal … was habe ich mich damals gefreut! Gegen Freunde und meine Eltern gewann ich seinerzeit nicht so oft. Heute verstehe ich, dass meine Oma mich vermutlich des Öfteren gewinnen ließ.
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Dass ich im Alter von 21 Jahren die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, belastete sie. Sie war besorgt. Ab da erhielt ich bei den süßen Aufmerksamkeiten zu Feiertagen meist dunkle Zartbitter-Schokolade und extratrockenen Sekt, weil sie gehört hatte, dass das besser sei für Menschen mit Diabetes. Ich versuchte anfangs, ihr zu erklären, dass ich keine Zartbitter-Schokolade mag und dass ich mit meiner Therapie genauso gut auch weiterhin Vollmilchschokolade essen kann. Es blieb aber bei Zartbitter, sodass ich irgendwann einfach nach der „Bescherung“ mit Verwandten tauschte. Sie meinte es ja nur gut.
Aufgegeben habe ich auch irgendwann mit meinen Einwänden und Erklärungen auf ihre Frage, die sie anfangs bei jedem Telefonat und bei jedem Besuch stellte: „Ist es inzwischen besser mit deinem Diabetes?“ Nein, Oma, das ist eine chronische Krankheit, die geht nicht mehr weg – aber ich habe es im Griff. „Aber das muss doch irgendwann mal wieder besser werden und weggehen“, entgegnete sie oft.
Irgendwann übernahm die Demenz die Regie bei meiner Oma und sie fragte nicht mehr nach meinem Diabetes. Heute vermisse ich die Zartbitter-Schokolade.
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (7) Seite 82
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 8 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 6 Tagen, 19 Stunden
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 16 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 6 Tagen, 21 Stunden
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 5 Tagen, 23 Stunden
Ich meinte Liberty




