Phoenix des Lumières – Ausstellung mit Überraschungen

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Phoenix des Lumières – Ausstellung mit Überraschungen

Nachdem mir immer wieder Freunde und Bekannte davon erzählt hatten, wollte auch ich wissen, worin ihr Zauber liegt. Also auf zu einem Kulturnachmittag mit der Familie – gerne auch mal schick im Kleid, ohne Taschen. Schließlich habe ich ja alles an Diabetes-Bedarf in meiner Handtasche. Das Handy zur Steuerung der Pumpe und des AID-Systems, Traubenzucker und Gummibärchen, falls ich doch schnell ein bisschen Zucker brauche, und die Dinge, die jeder Mensch ohne Diabetes auch im Gepäck hat – Portemonnaie, Schlüssel, Tempos und diverser Handtaschen-Krimskrams.

Bild: Ausstellung „Phoenix des Lumières“ von Mirjam Eiswirth.

Die erste Überraschung gab es schon vor der Tür

Schon recht früh am Morgen stand vor dem Eingang zur Ausstellung eine überraschend lange Schlange, doch zum Glück waren wir schnell bei der ersten Kontrolle. Wo mich eine weitere deutlich weniger angenehme Überraschung erwartete: Niemand durfte eine Tasche mit in die Ausstellung nehmen. Nein, auch nicht für medizinisch notwendige Dinge. Ich könne doch sicher das, was ich unbedingt bräuchte, irgendwie anders verstauen. Taschen müssen außerhalb der Ausstellung im Schließfach untergebracht werden.

Wohin mit dem Kram?

Nun war Kreativität gefragt – was tun mit Handy und Gummibärchen, wenn das Kleid keine Taschen hat? (Als Frau kann das übrigens mit einer Hose ebenso gut passieren, oder wenn sie Taschen hat, dann sind diese leider allzu häufig eher dekorativer Art.) Gummibärchen und Handy an mit Hosentaschen gesegnete männliche Familienmitglieder verteilen? Aus Prinzip schon mal nicht! Im Ärmel des Kleides verstauen? Keine Option, das würde nicht halten. Einfach in der Hand tragen? Möglich, aber nicht sonderlich bequem, wenn ich mir eigentlich eine Ausstellung ansehen und mich auf die Kunst konzentrieren will. Menschen mit weiblicher Physiognomie, ihr ahnt, welche Option es noch gibt – die guten alten BH-Träger, unter denen sich wunderbar viel einklemmen lässt! Zum Glück war der Ausstellungsraum dunkel, sodass die seltsamen Beulen niemandem auffallen konnten.

Bewegte bewegende Bilder

Die Ausstellung selbst konnte ich genießen, meinem Ärger zum Trotz. Sie besteht aus drei Videoinstallationen mit Musik, die das gesamte Innere der abgedunkelten Phoenix-Halle in leuchtende, tanzende, choreographierte Farben und Bilder von Hundertwasser und Klimt tauchen. Mal fröhlich, mal bedrohlich, mal nachdenklich, mal fast dokumentarisch Ausstellungen und Sammelbände der Wiener Secession nachzeichnend, nehmen uns diese beiden Teile der Ausstellung mit durch das Wien des 19. Jahrhunderts. Der dritte Teil der Ausstellung ist „Journey“, ein zeitgenössisches Werk, das die Entstehung von Protonen künstlerisch nachzeichnet. Alles in allem beeindruckend und auf jeden Fall einen Ausflug wert – beim nächsten Mal aber mit Hosentaschen 😉.

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie macht ihr das, wenn ihr keine Handtasche oder keinen Rucksack mitnehmen dürft? Wo verstaut ihr euren Diabetesbedarf? Alle Infos zur Ausstellung, Öffnungszeiten und Tickets gibt es übrigens hier: https://www.phoenix-lumieres.com/de

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