Umweltschonende Diabetesutensilien: Es wird Zeit!

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Community-Beitrag
Umweltschonende Diabetesutensilien: Es wird Zeit!

In ihrer Kolumne macht sich Tine Gedanken über ein Thema, dass so gut wie gar nicht disskutiert wird: (unnötiger) Müll, der durch Diabetesutensilien anfällt – insbesondere aus Plastik. Sie fragt sich: Geht es nicht auch anders…?

Laufe ich durch Berlin, sehe ich überall: Müll. Auf den Gehwegen, auf dem S-Bahn-Gleis. Die Bilder vom Meer kennt Ihr, oder? Das ist die Realität. Wir haben ein Problem, und wir können es nicht mehr übersehen. Ich selbst versuche, in meinem Alltag so wenig Müll und vor allem Plastik anzuhäufen wie nur irgendwie möglich. Denn dieses Plastik ist eine Plage für unsere Erde und damit für uns. Nicht umsonst will die EU kleinteiliges Einweg-Plastik wie Strohhalme oder Besteck aus Plastik verbieten.

Inzwischen habe ich eine große Sammlung an wiederbenutzbaren Einkaufstaschen angehäuft, habe immer eine dabei. Gemüse versuche ich, sooft es geht, unverpackt zu kaufen. Wir sind mit dem Thema Plastik noch lange nicht da, wo wir sein könnten – aber sich des Problems bewusst zu sein, daraus Konsequenzen zu ziehen und bewusst Entscheidungen zu treffen, macht schon sehr viel aus, wenn wir alle mitmachen.

Unschön und umweltbelastend: Wegwerf-Pens aus Plastik

Betrachte ich nun meine Diabetesutensilien, sehe ich sehr viel Plastik. Aber es muss doch sein, oder? Schließlich muss alles steril verpackt und funktional bleiben – und am Ende geht’s doch nur um unsere Gesundheit, oder? Im Moment funktioniert leider nur ein bestimmtes Basalinsulin bei mir, und diesesgibt es ausschließlich in Wegwerf-Pens. Die sind nicht nur sehr hässlich (ja, ich mag es, wenn meine Diabetessachen schön aussehen, schließlich muss ich sie jeden Tag anschauen!), sondern auch noch komplett aus Plastik. Und auch, wenn das Insulin für mich passt, tut es mir jedes Mal weh, diesen Pen rauszuholen.

Spreche ich mit anderen Menschen mit Diabetes über das Thema, gibt es fast immer zwei Lager: die, die mir zustimmen und finden, es müsse sich etwas ändern – und die, die mich für meine Gedanken auslachen und sagen, dass es den Pharmaunternehmen völlig egal sei und es denen eh nur ums Geld gehe. Dass Geld in der Pharmaindustrie eine große Rolle spielt, ist mir sehr bewusst. Ich lebe schließlich nicht auf dem Mars und auch nicht in einer glitzernden Einhornwelt fernab des Kapitalismus.

Nachhaltigere Produkte müssen auf den Markt!

Dennoch glaube ich, dass wir als Gemeinschaft uns der Verantwortung stellen sollten: Es müssen nachhaltigere Produkte auf den Markt gebracht werden –egal, ob es um Strohhalme aus nachhaltigen Materialien geht oder um Insulinpens. Nachhaltigkeit ist schon lange kein Trend mehr, und auch die Diabetesindustrie muss nachziehen!

Wusstet Ihr, dass Deutschland eines der wenigen Länder ist, in denen wiederverwendbare Insulinpens benutzt werden? Hier aber leider auch immer weniger. Der Rest der Welt nutzt Wegwerf-Pens: Wenn die Patrone leer ist, wird das ganze Teil weggeworfen. Da kommen auf einen Menschen ganz schön viele solcher Wegwerf-Pens.

Eure Tine


Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (8) Seite 38

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 5 Tagen

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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