- Aus der Community
Was wäre ein Leben ohne Diabetes?
3 Minuten

Was würde sich für uns und unser Umfeld ohne den Diabetes ändern? Und wer wäre ich wohl heute, hätte meine Bauchspeicheldrüse nie ihren Dienst quittiert?
Das Leben mit unserer streikenden Bauchspeicheldrüse ist oft ein Auf und Ab. Doch hätte ein diabetesfreies Leben nicht auch solche Fürs und Widers?
- Tägliches Blutzuckermessen würde wegfallen. Unsere Fingerspitzen wären frei von kleinen schwarzen Punkten und unsere Täschchen und Bettlaken hätten nie einen Tropfen Blut gesehen…
…aber ich hätte wohl auch nie gelernt, dass kaltes Wasser bei frischem Blut Wunder bewirkt – und Essigessenz wohl so ziemlich jeden Fleck killt.

- Ohne den Diabetes würde ich mich mit Freuden auf die nächste Mahlzeit stürzen, ohne im Kopf oder mit Waage und Taschenrechner bewaffnet Zahlen zu jonglieren, um die passende Insulindosis auszurechnen…
…aber hätte ich wohl jemals gelernt, Dinge so gut einschätzen zu können?

- Ohne die vielen, vielen Teststreifendosen hätten wir definitiv so etwas wie PLATZ im Schrank und wohl zwei Tüten weniger Plastikmüll im Monat…
…aber viele unglaublich kreative Bastel- und Spielideen mit den kleinen Döschen wären wohl niemals geboren worden. - Nahrungsmittelbestandteile? Was interessieren die mich als gesunder Mensch?
…Dank Diabetes kenne ich nun von mindestens 3000 Lebensmitteln die ungefähre Zusammensetzung aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten und weiß auch: Ketchup ist ein kleiner Zuckerlieferant – und würde uns bei einer Zombie-Apokalypse sicher mit Glukose versorgen ;). - Meine Sporteinheiten müsste ich ohne Diabetes nicht regelmäßig zum Messen unterbrechen…
…aber ich hätte meinen Körper und seine Signale wohl nie so kennen-und verstehen gelernt wie durch meinen süßen Begleiter.

- Die beim Sport gerade mühsam verbrannten Kalorien in Form von Hypo-BEs wieder anfressen – das wäre ein Diabetesproblemchen weniger als kerngesunder Mensch…
…andererseits hätte ich wohl keine Ausrede mehr, weshalb der extradicke Schokoladeneisbecher jetzt wirklich UNBEDINGT sein muss ;). - Teststreifen in der Waschmaschine, hinterm Klo und unter dem Kopfkissen würden der Vergangenheit angehören…
…aber wie viele Lacher hätte ich wohl verpasst, weil ich mal wieder eines dieser kleinen Biester in der unmöglichsten Ecke gefunden habe? - Fluchend, kreischend und wütend den Schubladenknauf anzuschreien, weil er mal wieder den Katheter aus der Haut gerissen hat, wäre undenkbar…
…aber meine Tollpatschigkeit hätte sich wohl deutlich weniger in ein gewisses Geschick verwandelt, potentielle Gefahrenquellen galant zu umgehen. Türrahmen zum Beispiel. - Filme, in denen Diabetikern während eines „Zuckerschocks“ eine Ampulle Insulin in den Oberschenkel gejagt wird und sie innerhalb von Sekunden zum blühenden Leben erwachen, hätten uns spannende Abende beschert…
…aber so sitzen wir nun schimpfend, lachend oder bedauernd vor dem PC und tauschen uns in den zahlreichen Diabetesgruppen über die Unfähigkeit des Fernsehens aus, während hunderte Diabetiker E-Mails an den Sender schreiben und so für ein Stück Aufklärung sorgen. - Angst vor Folgeschäden würden wir nicht kennen…
…ebenso wenig wie die uns selbst antrainierte Disziplin, unseren Mut, unsere Stärke und ein unglaublich gutes Körpergefühl, das uns ab und zu besser macht als jegliches medizinisches Fachpersonal. - Die zahlreichen Eltern kleiner und großer Diabetiker hätten definitiv einen großen Grund weniger, sich Sorgen zu machen…
…aber viele Momente des überwältigenden Stolzes, unbeschreiblicher Liebe und riesiger Dankbarkeit hätten wir als Familie nicht erlebt. - Und last, but not least: Mit einem Leben ohne Diabetes wäre ich wohl für die Probleme, Schwierigkeiten und Hürden, die jeder Mensch (ob gesund oder nicht) mit sich herumträgt, ein bisschen weniger empfänglich gewesen…

…und hätte nie die Liebe meines Lebens kennengelernt.
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uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 7 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





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