Alles rund um die Therapie von Diabetes Typ 1 und 2

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Alles rund um die Therapie von Diabetes Typ 1 und 2

Circa 7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus. Ob Medikamenteneinnahme, Blutzucker messen oder Insulin spritzen: Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die ein Leben lang Aufmerksamkeit erfordert. Auch wenn viele Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 sehr gut mit ihrer Therapie zurechtkommen, diese selbstständig durchführen und sich regelmäßig mit ihrem behandelnden Arzt darüber austauschen, haben sie doch mitunter Fragen, zum Beispiel zur Ernährung, Medikamenteneinnahme, zu Blutzuckerwerten oder zur Insulindosis. Professor Dr. med. Thomas Haak beantwortet am Donnerstag, den 19. Juli, im Expertenchat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Fragen rund um die Diabetestherapie.

Während Diabetes Typ 1 immer mit Insulin behandelt werden muss, sind die Therapiemöglichkeiten beim Typ-2-Diabetes breiter gefächert. Solange die Therapiemaßnahmen wirken und der Stoffwechsel stabil eingestellt ist, leben Betroffene beider Diabetestypen sehr gut mit der Erkrankung. „Doch manchmal kommt es zu Komplikationen oder die Therapie muss im Verlauf angepasst beziehungsweise umgestellt werden“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim in Bad Mergentheim.

Für die Patienten ergeben sich dann mitunter Fragen, zum Beispiel: „Wieso ist mein Stoffwechsel nicht mehr stabil, obwohl ich doch alle Therapiemaßnahmen einhalte?“, „Warum muss ich nun Insulin spritzen statt weiter Tabletten einzunehmen?“, „Wie muss ich meine Insulindosis anpassen, wenn ich nun regelmäßig Sport treibe?“

Leben mit Diabetes erfordert viel Selbstdisziplin und Wissen

Ein Leben mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Wissen: „99 Prozent der Therapiezeit sind die Betroffenen selbst verantwortlich und auf sich allein gestellt“, so Haak. „Viele Menschen mit Diabetes sind gut geschult und managen ihre Erkrankung routiniert.“ Patienten mit Typ-1-Diabetes sind von Anfang an damit vertraut, dass ihre Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert und sie deshalb lebenslang mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und daran angepasst Insulin spritzen müssen.

Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 hingegen bildet die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zwar über viele Jahre hinweg noch Insulin, die Ausschüttung wird im Laufe der Zeit aber immer geringer. Außerdem kann das Insulin nicht mehr richtig an den Zellwänden wirken. Dies hängt häufig auch mit Bewegungsmangel und Übergewicht zusammen. Da viele Typ-2-Diabetiker übergewichtig sind, beginnt ihre Therapie zunächst mit einer Ernährungsumstellung, die eine Gewichtsabnahme ermöglicht, einer Intensivierung der Bewegung und Fitness und mit der Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten.

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Diabetes muss individuell behandelt werden

„Eine Diabeteserkrankung muss bei jedem Betroffenen individuell behandelt werden“, erklärt Haak. Nicht bei allen Patienten wirken Medikamente gleich und nicht jeder Stoffwechsel könne trotz guter Therapietreue dauerhaft ohne Schwankungen eingestellt werden. Die Ursachen dafür seien vielfältig: „Neu auftretende Unverträglichkeiten, Begleiterkrankungen, unbewusste Therapiefehler oder veränderte Lebensumstände sind nur einige mögliche Gründe“, so der Diabetologe.

Wer Fragen rund um seine Diabetestherapie hat, kann sie dem Experten am Donnerstag, den 19. Juli 2018 im Expertenchat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, stellen. Interessierte können ihre Fragen schon jetzt unter www.diabetesde.org/chat einsenden.


Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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  • Ich kündige das Abo mit Ihnen zum nächstmöglichen Zetpunkt. Danke . Bitte bestätigen. Klaus Eisenschmidt, Bloherfelder str. 212D, 26129 Oldenburg

  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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