Gesünder Leben: Die Kraft der kleinen Schritte

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Gesünder Leben: Die Kraft der kleinen Schritte | Foto: vegefox.com – stock.adobe.com
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Gesünder Leben: Die Kraft der kleinen Schritte

Wie viel Veränderung ist nötig, um gesünder zu leben? Muss wirklich alles von Ernährung über Bewegung bis hin zur gesamten Lebensführung radikal umgestellt werden? Aktuelle Studien zeigen, dass es auch die kleinen Schritte sein können, die zu den gewünschten Effekten führen können.

Wer Diabetes hat, hört oft, dass am besten das ganze Leben komplett umgestellt werden soll – zumindest empfindet man dies oft so. Die gute Nachricht einer neuen Studie: Für das Herz – und damit auch für das Diabetes-Risiko – reichen oft kleine, machbare Schritte im Alltag.

Kleine Schritte, große Wirkung

Die aktuelle Studie, welche im „European Journal of Preventive Cardiology“ erschienen ist, zeigt: Schon elf Minuten mehr Schlaf pro Nacht, etwa viereinhalb Minuten zügige Bewegung täglich mehr und zusätzlich 50 Gramm frisches Gemüse pro Tag mehr senken das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall – um ganze 10 Prozent. Was für eine gute Nachricht! Damit wird deutlich, dass selbst kleine Schritte helfen.

Noch stärker wird der Effekt, wenn mehrere gesunde Gewohnheiten zusammenkommen. Menschen mit ausgewogenem Essen und Trinken, acht bis neun Stunden Schlaf pro Nacht und mindestens 42 Minuten mittlere bis intensive Bewegung täglich reduzierten das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse sogar um bis zu 57 Prozent.

Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen

Für Menschen mit Diabetes kommt ein Vorteil dazu: Bewegung, besserer Schlaf und mehr Gemüse verbessern oft auch die Blutzuckerwerte. All das hilft aktiv dabei, Gewicht zu verringern. Das wiederum kann eventuell sogar den Bedarf an Medikamenten reduzieren.

Das zentrale Ergebnis der Studie: Es ist die Kombination mehrerer kleiner Veränderungen, die einen erstaunlich großen Effekt bringt. Und genau das macht Hoffnung – es ist nicht erforderlich, das ganze Leben auf den Kopf zu stellen. Demnach reicht es aus, an drei bis vier Stellschrauben leicht zu drehen und am Ball zu bleiben. Wichtig ist also, nicht „perfekt“, sondern konsequent zu sein: lieber kleine Schritte, die bleiben, als große Vorsätze, die nach zwei Wochen scheitern. Das sind Veränderungen, die in fast jeden Alltag passen – auch mit Diabetes.

Rubrik ÜBER Gewicht

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de. Hier gibt es alle Beiträge aus der Rubrik.


von Dr. oec. troph. Astrid Tombek

Dr. Astrid Tombek ist Diplom-Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin), Diabetesberaterin DDG und Bereichsleiterin der Abteilung Diabetes- und Ernährungsberatung an der Diabetes-Klinik Mergentheim. Sie ist in diversen Organisationen und Fachgesellschaften engagiert und seit vielen Jahren Redakteurin der Zeitschrift Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal).

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (7) Seite 43

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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