Auch bei Typ-2 an Insulinbehandlung denken

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Auch bei Typ-2 an Insulinbehandlung denken

Viele Patienten mit Typ-2-Diabetes scheuen eine Insulintherapie und nehmen stattdessen sogar erhöhte Werte in Kauf.

Die Frage: Ich bin 67 Jahre und habe seit 6 Jahren einen Typ-2-Diabetes. Das sind meine Werte, nachdem ich vor fast einem Jahr vom Hausarzt zum Diabetologen wechselte: Größe 160 cm, Gewicht 61 kg, als Medikament Metformin 2-mal täglich 1 000 mg, Blutzuckerlangzeitwert HbA1c zwischen 6,9 und 8,7 Prozent.

Ich ernähre mich nach der Logi-Pyramide (u. a. statt üblichem Brot nur Eiweißbrot, kein Obst …) und habe sehr viel Bewegung. Nach einer Operation stieg der HbA1c-Wert auf 9,7, jetzt ist er bei 8,1 Prozent. Zusätzlich Insulin spritzen möchte ich nicht. Ich habe gelesen, dass Schüßler-Salze beim Diabetes helfen; was können Sie mir noch für Tipps geben?


Prof. Petzoldt: Aus mehreren Gründen rate ich Ihnen, dem Gedanken an eine Insulinbehandlung zu folgen: Zum einen könnte Ihr bei Typ-2-Diabetes eher selten beobachtetes normales Körpergewicht ein Hinweis für eine nachlassende körpereigene Insulinproduktion sein. Zum anderen haben Ihr Hausarzt und Ihr Diabetologe wohl auch schon an Insulin gedacht, aber vielleicht nur deshalb nicht eindringlicher mit Ihnen über die Insulinbehandlung gesprochen, weil Sie noch dagegen sind.

Und nun zeigen Ihnen Ihre bleibend und deutlich erhöhten HbA1c-Werte, dass Ihre bisherige Behandlung trotz Ihrer Bemühungen ohne durchschlagenden Erfolg für die Untersuchungsergebnisse bleibt. Hier helfen oftmals sehr intensiv beworbene Zusatzmittel sicher nicht weiter. Ich rate Ihnen vielmehr zu einem ausführlichen Behandlungs-Gespräch mit Ihrem Diabetologen und/oder Ihrem Hausarzt. Dabei können Sie klären, ob nun Insulin zur Behandlung nötig wird und wie Sie Ihre Insulinbehandlung ohne Schwierigkeiten und Befürchtungen bewältigen können.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (11) Seite 44

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 5 Tagen

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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