Augenuntersuchung: Warum Pupillen erweitern?

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Augenuntersuchung: Warum Pupillen erweitern?

Um den Augenhintergrund optimal untersuchen zu können, ist eine Erweiterung der Pupillen unabdingbar.

Die Frage: Nach meiner letzten Untersuchung beim Augenarzt habe ich wieder stundenlang schlecht gesehen und nichts lesen können. Warum werden bei mir immer die Pupillen erweitert? Kann man das alles an den Augen nicht genauso gut ohne Tropfen untersuchen?


Prof. Petzoldt: Eine der häufigsten, folgenreichsten und dann sehr belastenden Diabeteskomplikationen ist die diabetische Retinopathie – die durch einen schlecht eingestellten Diabetes verursachte und weiter vorangetriebene Schädigung des Augenhintergrundes. Sie führt manchmal bis zu starken Sehstörungen oder bis zur Erblindung.

Deshalb ist es das vorrangige Ziel der für Diabetiker regelmäßig empfohlenen augenärztlichen Kontrollen, den ganzen Augenhintergrund zu beurteilen, um daraus bei entsprechenden Befunden sofort Konsequenzen für eine Vorbeugung oder Behandlung ziehen zu können.

Weil man aber nur bei weit geöffneten Pupillen den ganzen Augenhintergrund gut einsehen und beurteilen kann, heißt es auch in der entsprechenden Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft zu den regelmäßigen augenärztlichen Kontrollen für Diabetiker: “bei dilatierter (Anm. d. Red.: erweiterter) Pupille”.

In der Leitlinie wird auch empfohlen, was und wie dabei regelmäßig untersucht werden soll: Sehschärfe, vorderer Augenabschnitt, ggf. Augendruck, Augenhintergrund.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (11) Seite 45

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße