Bioreaktoren mit eigener Sauerstoffversorgung

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© Gorodenkoff - Fotolia
Bioreaktoren mit eigener Sauerstoffversorgung

Bioreaktoren sind die Hoffnungsträger in der zukünftigen Behandlung des Typ-1-Diabetes. Dank eigener Sauerstoffversorgung können verkapselte Inselzellen im Tiermodell den Blutzucker über mehr als sieben Monate regulieren. Anders als bei unverkapselt implantierten Inselzellen ist keine Immunsuppression nötig.

Menschen mit Typ-1-Diabetes, deren Blutzucker durch Insulingaben oder Pumpentherapie nur unzureichend einzustellen ist, können sich in speziellen Fällen einer Inselzelltransplantation unterziehen. Dabei werden Inselzellen von Spendern über einen Katheter in die Leber eingespült und nehmen dort die Insulinproduktion auf, zu der die körpereigenen Betazellen bei Diabetes vom Typ-1 nicht mehr in der Lage sind. Die Patienten müssen jedoch dauerhaft Immunsuppressiva einnehmen, also Medikamente, die das eigene Immunsystem unterdrücken und so von einer Zerstörung der fremden Zellen abhalten.

Wissenschaftler haben bereits verkapselte Systeme, sogenannte Bioreaktoren entwickelt: Hier sind die Inselzellen eingebettet in Alginat und von einer Membran umgeben, die einen Stoffaustausch mit der Umgebung ermöglicht, jedoch vor Abwehrzellen des Immunsystems schützt.

Bioreaktoren mit eigenem Sauerstofftank

Ein internationales Wissenschaftlerteam aus Israel, den USA und Deutschland hat dieses System nun weiterentwickelt. Stattet man die Kapseln mit einem eigenen Sauerstofftank aus, verlängert dies die Lebenszeit der Inselzellen im Bioreaktor. Im Tiermodell setzten die Forscher eine Kapsel mit zwei Kammern ein. Die eine Kammer enthielt Inselzellen, die andere Kammer wurde mit einem Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff befüllt.

Über eine Membran versorgten sich die Inselzellen entsprechend ihres Bedarfs mit Sauerstoff. Bei Ratten konnte dieses Modell, das ungefähr drei Zentimeter groß und sieben Millimeter dick war, den Blutzucker über einen Zeitraum von mehr als sieben Monaten stabil halten. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im ‚Nature-Fachjournal
Scientific Reports
.

Optimierung für den Einsatz beim Menschen

Für den Einsatz beim Menschen wären jedoch noch technische Verbesserungen wünschenswert, so die Autoren. Ähnlich wie ein Herzschrittmacher wird der Bioreaktor unter die Bauchhaut implantiert. Derzeit seien die Kapseln jedoch noch sehr groß. Durch die Größe des benötigten Gastanks komme man derzeit noch auf eine Kapselgröße von ungefähr acht Zentimetern im Durchmesser.

Nachteilig sei auch die regelmäßig notwendige Befüllung der Sauerstoffkammer, die im Tiermodell täglich erfolgte. Die Autoren stellen in Aussicht, die Intervalle auf einmal wöchentlich verlängern zu können. Bevor die Geräte für Menschen mit Typ-1-Diabetes eine echte Alternative zur herkömmlichen Insulintherapie darstellen können, sind daher noch weitere Studien notwendig.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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