- Behandlung
Blutzuckermessen ohne Piks: Jungforscher ist auf einem vielversprechenden Weg
2 Minuten
Sven Delbeck, Doktorand an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, forscht an einem neuen nichtinvasiven (ohne Blutentnahme) Verfahren zur Blutzuckermessung. Vielversprechend an dem Projekt ist, dass er an einer Methode arbeitet, die die Glukosekonzentration im Blut und nicht im Gewebe misst.
Der Wissenschaftler Sven Delbeck (im Vordergrund des Bildes) hat durch sein Bachelor- und Masterstudium der Bio- und Nanotechnologien nicht nur die richtige fachliche Eignung für sein Forschungsfeld – er ist auch persönliche betroffen: Als Diabetiker weiß er alles über die Krankheit und kennt sich mit den verschiedenen Verfahren der Blutzuckermessung besten aus.
Forschung zu CGM und nichtinvasiver Blutzuckermessung
In einem kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt am Interdisziplinären Zentrum für Lebenswissenschaften an der Iserlohner Hochschule hat er bereits an neuen Methoden der kontinuierlichen Blutzuckermessung (CGM) sowohl mit konventionellen als auch mit Laser-Spektrometern gearbeitet. Diese liefern dem Intensiv-Mediziner wichtige Informationen über den aktuellen Stoffwechselstatus des Patienten auf der Intensivstation.
Als Mitglied des Forschungsteams beschäftigt er sich nun weitergehend im Rahmen seiner Doktorarbeit mit einer neuen verletzungsfreien, so genannten nichtinvasiven Methode, die den Blutzuckergehalt ohne Blutentnahme anzeigt. “In Iserlohn forschen wir bereits seit längerem an nichtinvasiven Analyseverfahren. Mit einem eigenentwickelten optischen Messaufbau fokussieren wir kurzwellige Infrarot-Strahlung in das Unterhautgewebe und die dort reflektierten Anteile werden anschließend detektiert und analysiert”, berichtet Delbeck.
Löst Delbeck das Problem, an dem zuvor andere gescheitert sind?
Hierzu reicht es, seinen Finger vor eine Linse zu halten und diesen bzw. dessen Gewebe durchleuchten zu lassen. “Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir ein Verfahren brauchen, das die Glukosekonzentration im Blut und nicht im Gewebe misst” weist Delbeck darauf hin, warum sich bisherige Verfahren noch nicht bis zur Marktreife entwickelt haben.
Bei dem neuen Verfahren werden die Bestandtiele des Gewebes wie Kollagen, Fett, Wasser oder Gewebsglukose ausgewertet und aussortiert. “Letzlich bleibt nur das spektrum der Blutglukose übrig und wir können die Glukosewerte, die nur durch die pulsativen Änderungen des Blutes zu finden sind, auswerten. Dies ist durch zeitaufgelöste Messungen der durch den Herzschlag bedingten Blutvolumenänderungen möglich”, erläutert Delbeck.
Zu klären ist auch noch die Frage, welche Hautstelle sich am besten für die Messungen eignet. Um das herauszufinden, wollen die Iserlohner Forscher mit einem Dermatologen zusammenarbeiten.
Projekt ist noch in der Phase der Grundlagenforschung
Bislang bewegen sich die Untersuchungen im Bereich der Grundlagenforschung. Und bis die ersten Ergebnisse vorliegen, wird Sven Delbeck in den nächsten drei Jahren noch viele Untersuchungen durchführen.
Seine Forschungen führt er im Rahmen einer kooperativen Promotion in Zusammenarbeit mit der Carl-Gustv Carus Fakultät des Uniklinimkums an der Technischen Universität Dresden durch. Betreut wird er an der Fachhochschule Südwestfalen von Prof. Dr. Herbert Michael Heise (im Hintergrund des Bildes). Der verspricht sich von dem neuen nichtinvasiven Verfahren insbesondere für Patienten auf Intensivstationen ein zuverlässiges, zeitnahes Messverfahren, das eine kontinuierliche Überwachung des Patienten gewährleistet und auch das Infektionsrisiko reduziert, da eine Blutentnahme nicht mehr notwendig ist.
Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Tag, 21 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße