- Behandlung
Bundeseinheitlicher Medikationsplan: Ein Plan für alle
3 Minuten
Der neue Medikationsplan ist gedacht für Menschen, die mindestens 3 Medikamente nehmen. Er soll alle eingesetzten Medikamente auflisten sowie wichtige Informationen darüber transparent machen, z. B. ob sich bestimmte Wirkstoffe nicht miteinander vertragen. Die erste Version füllt derzeit der Arzt aus, per Scan wird diese immer wieder aktualisiert – in Praxis, Klinik oder Apotheke. Datenhoheit hat der Betroffene selbst.
Seit dem 1. Oktober 2016 haben Patienten, die gesetzlich krankenversichert sind, einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Dafür müssen mindestens drei Medikamente regelmäßig vom Arzt verordnet werden. Dieser Medikationsplan listet die gesamten Medikamente auf und soll eine Hilfestellung für den Patienten sein. Auch die in der Apotheke selbst gekauften Medikamente sollten im Plan aufgeführt sein.
Zu jedem Medikament sind Informationen zum Wirkstoff, zur Stärke und zur Darreichungsform enthalten. Als Erinnerung steht außerdem, wie oft das Medikament angewendet werden soll. Weiter gibt es Hinweise, was bei der Anwendung beachtet werden muss. In der letzten Spalte ist aufgeführt, gegen welche Erkrankung oder Beschwerden das Medikament angewendet wird.
Allein der Patient entscheidet über die Datenweitergabe
Patienten, die bereits einen Medikationsplan nach diesem Muster nutzen, beschreiben, dass sie sich dadurch sicherer im Umgang mit ihren Medikamenten fühlen. Wichtig ist jedoch, dass der Medikationsplan stets aktuell und vollständig ist.
Der bundeseinheitliche Medikationsplan enthält einen “2D-Barcode”: Dieser ermöglicht es den Ärzten und Apothekern, durch das Scannen des Codes den Medikationsplan mit dem Computer zu aktualisieren. Der Zugriff auf die Daten ist nur über den Papierausdruck möglich. Das heißt, dass der Patient seine Daten selbst in der Hand hält und entscheiden kann, wem er diese zur Verfügung stellt. Der Medikationsplan gibt den Patienten und auch Ärzten und Apothekern einen vollständigen Überblick über die Medikation und hilft zum Beispiel, Medikamente zu erkennen, die sich nicht miteinander vertragen.
Arzt erstellt, Apotheker aktualisiert
Das Erstellen des Medikationsplans erfolgt zurzeit durch den Arzt, der auch die erste Version an den Patienten ausgibt. Es ist sinnvoll, den Medikationsplan von seinem Apotheker aktualisieren zu lassen, damit die Namen der in der Apotheke abgegebenen Präparate angepasst werden. Auch selbsterworbene Medikamente sollte der Apotheker zusammen mit dem Patienten ergänzen.
Der Medikationsplan sollte zu allen (Fach-)Arzt- und Apothekenbesuchen mitgenommen und vorgelegt werden. Dort können neue Medikamente auf die Therapie abgestimmt und auch notwendige Änderungen am Plan vorgenommen werden.
Wichtig ist, dass der Medikationsplan den Patienten nicht ohne Beratung in die Hand gegeben wird: Auf den ersten Blick kann der neue Plan unübersichtlich wirken, deshalb sollte man sich Zeit nehmen, um sich mit dem Dokument vertraut zu machen. Gerade der erste Plan sollte ausführlich besprochen und erläutert werden.
Besonderheit Diabetiker
Viele Medikamente werden in Form von Tabletten verabreicht, die mit einem Glas Wasser einmal oder mehrmals am Tag geschluckt werden. Besonders Diabetiker werden jedoch häufig mit Medikamenten bzw. Darreichungsformen (z. B. Pens) behandelt, die eine komplexere Anwendung haben. Hier ist wichtig, dass der Medikationsplan in keiner Weise die Beratung ersetzen kann, wie z. B. der Pen anzuwenden ist. Vielmehr kann und soll der Plan nur die einzunehmenden bzw. anzuwendenden Medikamente auflisten und an Besonderheiten erinnern.
Abweichende Dosierungsvorschriften gerade bei Insulintherapie
Der bundeseinheitliche Medikationsplan sieht vier Einnahmezeitpunkte pro Tag vor: morgens, mittags, abends, zur Nacht (siehe Tabelle unten).Besonders Diabetiker mit Insulintherapie weichen meist von diesen Zeitpunkten ab. Bei abweichenden Dosierungsvorschriften kann die Dosierung auch als Freitext angegeben werden (z. B. 1 x sonntagabends).
Viele Menschen mit Diabetes spritzen ihr Insulin nach komplizierteren Schemata; dieses kann dann eventuell nicht mehr sinnvoll im kleinen Feld des Medikationsplans dargestellt werden. Hierfür sollte ein zusätzlicher Insulinplan ausgehändigt werden. Damit der eigentliche Medikationsplan vollständig ist, sollte das Insulin trotzdem im Medikationsplan aufgelistet werden – mit dem Hinweis auf den extra Insulinplan.
- Arzneimittel: den Überblick behalten
- Der bundeseinheitliche Medikationsplan: Ein Plan für alle
- Die wichtige Analyse der Medikamente
- Medikamente: Muss ich die für immer nehmen?
von Dr. Lea Botermann
ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.,
Geschäftsbereich Arzneimittel,
Unter den Linden 19 – 23, 10117 Berlin
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (7) Seite 19-20
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 13 Stunden, 13 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 8 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 6 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 3 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 13 Stunden, 39 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 13 Stunden, 15 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 18 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
