Cholesterin-Barcamp am 30. April: Austausch auf Augenhöhe

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Cholesterin-Barcamp am 30. April: Austausch auf Augenhöhe

Wenn zum Diabetes erhöhte Cholesterinwerte hinzukommen, erhöht sich das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen. Wie gehen Betroffene damit um? Welche Tipps können sie sich gegenseitig geben? Darum ging es beim digitalen Barcamp am 27. April, 30 Interessierte waren dabei.

Dieses Jahr veranstaltete der Kirchheim-Verlag ein digitales Cholesterin-Barcamp in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Novartis. Die Veranstaltung mit dem Titel Cholesterin – achte auf Deine Werte richtete sich an Menschen mit einer Fettstoffwechselstörung, deren Angehörige, Freunde, und Verwandte. Wie bei einem Barcamp üblich, legten die Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung das Programm gemeinsam fest. Ziel war es, sich untereinander auszutauschen, persönliche Erfahrungen zu teilen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Widersprüchliche Bewertungen

Eine der Diskussionsrunden, als Session bezeichnet, gleich zu Beginn widmete sich dem Thema “Werte und Verhältnis von gutem und schlechtem Cholesterin: Ab wann muss man aktiv werden?”. Teilnehmerin Ira, die zugleich Session-Geberin dieses Themas war, hatte im Internet widersprüchliche Aussagen dazu gefunden – auch ihre Ärzte äußerten sich nicht übereinstimmend: Während ihr Befund von der Diabetologin mit “noch in Ordnung” kommentiert wurde, sah ihr Kardiologe das ganz anders, so Ira.

Informationen bekommen und mitentscheiden

Als gut informierte Patienten über die Behandlung mitentscheiden und eigene Risiken abwägen können – das wünschten sich viele Teilnehmende in den jeweils 40-minütigen Sessions. Wunsch war ebenso, Informationen darüber zu bekommen, welche Möglichkeiten man als Patient habe, den Risiken jenseits der Einnahme von Medikamenten zu begegnen.

“Was muss ich als Patient im Arztgespräch bedenken?” lautete die Frage von Session-Geberin Martina. Sie findet die Kürze der Zeit, die man beim Arzt hat, problematisch. Ein komplexerer Austausch sei dadurch nicht möglich.

Selbsthilfe für Informationen

Einige der Teilnehmenden trieb die Sorge vor Nebenwirkungen bei der Einnahme von Cholesterinsenkern um. Oft würden “reflexartig” Statine verabreicht, konkrete Instruktionen darüber hinaus jedoch fehlten. Die Frage “Woher bekomme ich gute Informationen?” zog sich wie ein roter Faden durch die Sessions. Über den “Weg von Patienten zur Selbsthilfe” berichtete Matthias Zenker, der nach seinem Herzinfarkt die Selbsthilfegruppe Lipidhilfe-Lpa ins Leben gerufen hat. Er schilderte: “Unsäglich: Du hast einen Herzinfarkt – die Ärzte haben keine Zeit und du bist mit deinen Gefühlen ganz allein.” Zudem sieht er ein Risiko in gefährlichem Halbwissen – im Internet werde man überhäuft mit Informationen, könne diese aber nicht einordnen. Per Website, YouTube und mit virtuellen Meetings will die SHG “möglichst viele Leute erreichen” und ins Gespräch kommen, denn, so Matthias: “Gespräche sind unheimlich angstlindernd.”

Beim Wrap-Up, der großen Abschlussrunde, wurde noch einmal deutlich, dass es bei allen, die dabei waren, viele offene Fragen, großen Gesprächsbedarf und ein Bedürfnis nach guten Informationen gab. Von einem gelungenen Austausch im digitalen Barcamp konnten an diesem Abend alle profitieren.


von Ingeborg Fischer-Ghavami

Ingeborg Fischer-Ghavami ist Ernährungsberaterin und Medizin-Journalsitin. Sie war viele Jahre lang Redakteurin beim Diabetes-Journal (heute Diabetes-Anker) und kümmert sich mittlerweile um die MedTriX-Newsletter, auch den des Diabetes-Ankers.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (7) Seite 12

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  • uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 8 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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