COVID-19 und die großen Volks­krankheiten gleichzeitig bekämpfen

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© Charlie Padgett / HMGU / Cell
COVID-19 und die großen Volks­krankheiten gleichzeitig bekämpfen

Wissenschaft und Politik stehen vor einer großen Herausforderung: Während die COVID-19-Pandemie so schnell wie möglich eingedämmt werden soll, darf die wachsende Bedrohung durch andere Krankheiten wie Krebs und Diabetes nicht vernachlässigt werden. Dies sei ein richtungsweisender Balanceakt für die weltweite Gesundheitslage, kommentieren deutsche Forscher in einem internationalen Fachmagazin.

Die Welt befindet sich aktuell mit der Corona-Pandemie in einer beispielslosen Lage. Betrachte man, wie führende Forschungseinrichtungen aller Fachrichtungen derzeit aktiv zusammenarbeiten um Lösungen aus der Krise zu finden, gäbe dies Anlass zu Mut und Hoffnung, schreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in einem Kommentar in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals „Cell“.

Andere Herausforderungen nicht aus den Augen verlieren

Allerdings warnt das Autorenteam auch davor, dass dadurch nun nicht andere medizinische Felder vernachlässigt werden dürften: „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir bekannte Herausforderungen, die für viele Milliarden Menschen lebensbedrohlich sind oder ihre Lebensqualität deutlich beeinflussen, aus den Augen verlieren dürfen. Es wäre riskant, jahrzehntelange intensive Grundlagenforschung sowie translationale und klinische Forschung jetzt zu unterbrechen und damit eventuell deren Erfolg zu gefährden“, mahnt Prof. Matthias Tschöp, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München.

„Es ist Aufgabe der Forschungsgemeinschaft angesichts der Gesamtheit aller akuten und künftigen Bedrohungen vernünftig und vorausschauend zu handeln. Wir müssen uns erneuern und dabei können wir von den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie viel lernen.“

Bedrohung durch großen Volkskrankheiten wie Diabetes wächst

Dabei bezieht sich der Kommentar insbesondere auf chronische Krankheiten wie Diabetes und Krebs, die nach wie vor weltweit die Hauptursachen für Tod, Behinderung und Verlust an Lebensqualität darstellen.

Das Helmholtz Zentrum München

Das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) verfolgt als Forschungszentrum die Mission, personalisierte medizinische Lösungen zur Prävention und Therapie von umweltbedingten Krankheiten für eine gesündere Gesellschaft in einer sich schnell verändernden Welt zu entwickeln.

Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.500 Mitarbeitende und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands mit mehr als 40.000 Mitarbeitenden in 19 Forschungszentren.

So sind heute beispielsweise mehr als 400 Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes erkrankt. Damit zusammenhängende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Haupttodesursache in den westlichen Gesellschaften. Bis zum Jahr 2040 wird die Anzahl neuer Krebserkrankungen jährlich von aktuell 18 Millionen auf rund 30 Millionen steigen.

Gemeinsam an einem Ziel arbeiten, statt im Wettbewerb

Den Autorinnen und Autoren des Kommentars zufolge habe die COVID-19-Krise die Forschungsgemeinschaft bereits verändert. Einige dieser Veränderungen könnten helfen, um auch mit anderen Herausforderungen für unsere Gesundheit besser umzugehen. So arbeiten internationale Forschungsteams gerade über Organisationen, Fachrichtungen und Grenzen hinweg gemeinsam an einem Ziel statt im Wettbewerb. Aufsichtsbehörden haben ihre Prozesse beschleunigt und Daten werden so schnell wie noch nie untereinander geteilt und zur Verfügung gestellt.

„Die aktuelle COVID-19-Krise lehrt uns, dass wir in einer globalen Gesellschaft intelligente, nachhaltige, ausgewogene und gemeinsame Investitionen zur Verbesserung unserer Gesundheit brauchen. Bestenfalls sollten alle Bereiche der biomedizinischen Forschung von dieser Entwicklung profitieren. Denn der Weg zur Prävention und Auslöschung vieler der weltweit größten Bedrohungen für unsere Gesundheit erlaubt keinen Schritt zurück“, betont Prof. Eleftheria Zeggini, Direktorin des Instituts für Translationale Genomik am Helmholtz Zentrum München.


Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) | Redaktion

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 2 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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