Das ABC meiner #Hypo-Symptome

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Das ABC meiner #Hypo-Symptome

Mein ganz persönliches Hypo-ABC mit Symptomen, die mich über die letzten Jahre auf eine Unterzuckerung aufmerksam gemacht haben:

  • Apathie
    Bei einer Hypoglykämie fühle ich mich oft teilnahmslos und abgekapselt von meiner Umgebung. Es ist, als würde sich die Welt kurz ohne mich weiterdrehen.
  • Bewusstlosigkeit
    Das, was wohl die meisten von uns fürchten: umfallen, weggetreten sein, Fremdhilfe benötigen. Ich habe das zum Glück erst 2x erlebt – einmal davon mit Krankenwagen. Die Angst, dass es so weit kommt, schwingt bei mir bei jeder Hypo mit.
  • Clownhaftigkeit
    Ob bewusst oder nicht, bei einer Hypo werden wir alle ein bisschen komisch. Einmal entdeckte ich mitten im Supermarkt meine Liebe zum Hopsasa-Schritt wieder.

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  • Draufgängerisch
    Etwas wirklich Unangenehmes ist, wenn ich meinen Respekt vor (meistens fremden) Menschen verliere und sie „Spacken“ nenne, weil sie mir im Weg stehen. Sorry dafür!
  • Eigenwilliger Humor
    Der Moment, in dem die kleinsten Dinge lustig sind. Gerne vergesse ich dann vor lauter unangebrachter Albernheit, mich weiter um die Hypo zu kümmern.
  • Fressflash
    Wenn der Körper nur noch auf Essen aus ist. In einem Ausmaß, das jegliche Vernunft hinter sich lässt. Besonders schlimm ist es, wenn das kurz nach einer Hauptmahlzeit passiert und ich wider besseren Wissens esse, bis mir schlecht ist.

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  • Gleichgewichtsstörung
    Ich habe bei einer Hypo eigentlich immer das Bedürfnis, mich hinzusetzen oder wenigstens anzulehnen, weil ich denke, nicht mehr geradeaus laufen zu können. Ab und zu gerate ich auch tatsächlich ins Torkeln.
  • Herzrasen
    Besonders bei nächtlichen Hypos ein großes Thema bei mir. Es ist, als sei ich 100 Kilometer gesprintet und stünde kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch.
  • Introvertiertheit
    Ich möchte meine Ruhe haben, mich nicht erklären müssen und auch angebotene Hilfe stresst mich, wenn ich unterzuckert bin, eher.
  • Jämmerlich fühlen
    Eine Hypo ist ja leider nicht nur dann schlimm, wenn sie akut ist. Wenn der Blutzucker dann endlich ansteigt, geht es mir meistens kurzzeitig schlechter als in dem Moment, wo er richtig tief ist. Und das Gefühl, einen „Hypo-Kater“ zu haben, bleibt bei mir oft noch stundenlang.

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  • Konzentrationsstörung
    1+1= … ich hab’s gleich, Moment… Wie war die Aufgabe?
  • Laberlaune
    Ich rede, ohne Luft zu holen (und auch ohne nachzudenken).
  • Missempfindungen
    Ein Symptom, das ich bis heute nicht richtig beschreiben kann. Meine Armbeugen werden taub und fühlen sich kühl an. Trotzdem habe ich das Gefühl, mich durch noch mehr Kälte in meiner Umgebung besser zu fühlen. Aber auch weiche Knie oder Taubheitsgefühle tauchen immer wieder bei mir auf.
  • Naives Denken
    Plötzlich denke ich, dass eine Hypo gar nicht so schlimm ist. Und ob ich mich jetzt oder in 30 Minuten kümmere, wird schon nicht so einen Unterschied machen. Das ist ein Verhalten, mit dem ich mein Umfeld wahnsinnig mache.
  • Orientierungslosigkeit
    Reine Planlosigkeit und viele große, blinkende Fragezeichen in meinem Kopf. Wo wollte ich hin und wenn ja, wie viele?

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  • Panik
    Tritt meistens auf, wenn der Blutzucker sehr schnell absackt.
  • Quengeligkeit
    Noch einmal die Trotzphase ausleben: Ich will dies nicht, geh weg, mimi. Und nach der Hypo dann bei allen Leuten um Entschuldigung bitten müssen.
  • Reizbarkeit
    Wenn andere merken, dass du dich hypo-mäßig verhältst und dir freundlich ans Herz legen, doch mal den Blutzucker zu messen. MISS DOCH SELBER, DU DUMMKOPF.
  • Sprachstörung
    Vor einigen Jahren hatte ich eine Phase, in der meine Zunge sich so schwer anfühlte, dass ich nicht mehr reden konnte/mochte und wenn, dann nur Gestammel von mir gab.
  • Tiefgründig
    Immer wieder, wenn die Werte außer Balance sind, taucht die Frage auf, warum ausgerechnet ich Typ-1-Diabetes habe.

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  • Ungeduld
    Warum die Nudeln überhaupt gekocht werden müssen, hab ich gefragt!
  • Verwirrtheit
    „Ich muss gleich noch zur Post.“ – „Da warst du gerade!“ – „Oh, echt?“ Und ähnliche Momente.
  • Weinerlichkeit
    Insbesondere, wenn ich zum wiederholten Male an einem Tag unterzuckert bin, werde ich irgendwann sehr weinerlich und fühle mich der Situation nicht mehr gewachsen.
  • X-fache Überforderung
    Wenn der Blutzucker so tief ist, dass ich mir jede Handlung genau überlegen muss, um sie noch auf die Reihe zu bekommen.
  • Yummi-Phänomen
    Kennt ihr das, dass bei einer Hypo einfach alles viel besser schmeckt als sonst? Dieser umwerfende fettarme Naturjoghurt? Diese perfekte Scheibe trockenes Brot? Nomnomnom.
  • Zittern
    Das Zittern begleitet mich seit meiner ersten Hypo. Manchmal fühle ich mich noch viel wackeliger, als es wirklich aussieht.

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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