Das Thema Unterzuckerungen aus der Tabuzone holen

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Das Thema Unterzuckerungen aus der Tabuzone holen

Die Informationskampagne „Unterzuckerung vermeiden“ von Novo Nordisk hat das Ziel, das Thema Hypoglykämien zu enttabuisieren und Ängste bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Insulintherapie sowie deren Angehörigen abzubauen. Die wichtigste Botschaft für Betroffene: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Hypoglykämien!

Unterzuckerungen treten häufig im Zusammenhang mit einer Insulintherapie auf. Im Durchschnitt erleiden Menschen mit Typ-2-Diabetes, die eine Insulintherapie erhalten, 23 leichte bis mittelschwere Hypoglykämien im Jahr [1]. Die Unterzuckerungen beeinträchtigen die Gesundheit und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen. „Viele Patienten mit Typ-2-Diabetes haben Angst vor Hypoglykämien“, sagt Johanna Sandner, Leiterin der Ernährungs- und Diabetesberatung an der Universitätsmedizin Mainz.

„Das führt zu Verunsicherungen im täglichen Diabetesmanagement“, berichtet Sander aus ihrer Praxiserfahrung. Studien bestätigen die Einschätzung der Expertin. So reduzieren 43 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes nach einer leichten oder mittelschweren Hypoglykämie ihre Insulindosis, um erneute Unterzuckerungen zu vermeiden. Nach einer schweren Hypoglykämie sind es sogar 58 Prozent [2]. In der Folge nehmen die Patienten auch erhöhte Blutzuckerspiegel in Kauf, um weitere Unterzuckerungen zu vermeiden [3, 4].

Hypoglykämien bleiben häufig unentdeckt

Hypoglykämien beeinträchtigen die Gesundheit von Menschen mit Diabetes. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Vorerkrankungen des Herzkreislaufsystems können Unterzuckerungen das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden um etwa 27 Prozent erhöhen [5].

Besonders problematisch an Unterzuckerungen ist, dass diese von Patienten häufig nicht bemerkt werden. Laut einer Studie unter Menschen mit Typ-2-Diabetes wurden 83 Prozent der Hypoglykämien, die von einem Gerät zur kontinuierlichen Glucose-Messung aufgezeichnet wurden, von den Patienten nicht wahr genommen [6].

Ängste bei Patienten und ihren Angehörigen abbauen

Das Unternehmen Novo Nordisk startet nun eine Aufklärungskampagne „Unterzuckerung vermeiden“. Unter dem Motto „Jede Hypo ist eine zu viel“ wendet sich die Kampagne an Ärzte, Patienten und Angehörige mit dem Ziel, Hypoglykämien im individuellen Diabetes-Management zu reduzieren und Ängste bei Patienten und ihren Angehörigen abzubauen.

Ein wichtiges Ziel der Kampagne ist es, Patienten dazu zu motivieren, mit ihrem Arzt über Hypoglykämien zu sprechen. Denn 55 Prozent der Menschen mit Diabetes, die eine Insulintherapie erhalten und eine nicht-schwere Hypoglykämie erleben, informieren ihren Arzt hierüber nie oder nur selten [7].

Dass die Betroffenen beim Arztbesuch so ungern über die Zuckertiefs sprechen, kann unterschiedliche Gründe haben. Mitunter möchten sie beim Arzt nicht den Eindruck erwecken, als hätten sie ihren Diabetes nicht unter Kontrolle, die Sorge, nicht mehr Auto fahren zu dürfen, kann ein weiterer Hinderungsgrund sein, ebenso die Angst den Beruf aufgrund bestätigter Einschränkungen nicht mehr ausüben zu können [7].

Warnhinweise erkennen, den Arzt ansprechen

„Sprechen Sie Ihren Arzt auf das Thema Hypoglykämien an“, appelliert Professor Dr. Sebastian Schmid, vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck an Patienten mit Typ-2-Diabetes und deren Angehörige. „Ihr Diabetologe oder Hausarzt kann Sie hier gut beraten“, so der Bereichsleiter für Endokrinologie und Diabetologie weiter.

„Wichtig ist, dass Patienten Warnhinweise für Unterzuckerungen erkennen und gemeinsam mit dem Arzt eine auf ihren individuellen Lebensrhythmus abgestimmte Diabetesbehandlung auswählen, die den Blutzucker senkt und das Risiko für Hypoglykämien möglichst gering halten kann“, sagt Schmid. Sein Rat an Patienten und Angehörige: „Zögern Sie nicht! Sprechen Sie das Thema bei Ihrem nächsten Besuch beim Diabetologen oder beim Hausarzt an.“

Über die Kampagne „Unterzuckerung vermeiden“

„Unterzuckerung vermeiden“ richtet sich an Menschen mit Typ-2-Diabetes und ihre Angehörigen. Das Ziel der Kampagne ist, dass Betroffene Anzeichen, Symptome und Auslöser von Unterzuckerungen besser erkennen können und dazu motiviert werden, mit ihrem Arzt über Hypoglykämien zu sprechen.

Gemeinsam mit dem Arzt kann eine auf den individuellen Lebensrhythmus abgestimmte Diabetesbehandlung ausgewählt werden, die den Blutzucker kontrolliert und das Risiko für Hypoglykämien möglichst gering hält. Auf www.unterzuckerung-vermeiden.de erhalten Patienten und Angehörige kostenfreie Materialien, die ihnen im Umgang mit Hypoglykämien helfen können.

→Literatur
[1] Edridge CL, Dunkley AJ, Bodicoat DH et al. Prevalence and Incidence of Hypoglycaemia in 532,542 People with Type 2 Diabetes on Oral Therapies and Insulin: A Systematic Review and Meta-Analysis of Population Based Studies. PLoS ONE 2015; 10(6): e0126427. doi:10.1371/journal. pone.0126427.
[2] Leiter LA et al. Can J Diabetes 2005;29:186-92.
[3] Brod M et al. Curr med Res Opin 2012; 28:1947-1958.
[4] Perlmuter LC et al. Diabetes Care 2008;31:2072-2076.
[5] Johnston SS et al. Diabetes Care 2011; 24:1164-1170.
[6] Weber K, et al. High Frequency of Unrecognized Hypoglycaemias in Patients with Type 2 Diabetes is Discovered by Continuous Glucose Monitoring. Exp Clin Endocrinol Diabetes 2007;115:491–494.
[7] Östenson CG, Geelboed-Duijvestijn P, Lahtela J et al. Self-reported non-severe hypoglycaemic events in Europe. Diebetic Medicine 2014; 31:92-101.

Quelle: Presseinformation von Novo Nordisk | Redaktion

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
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