Der Unterzuckerung auf der Spur

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Community-Beitrag
Der Unterzuckerung auf der Spur

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann viele Gründe haben. Gerade bei unseren Diabetes Kindern können viele Faktoren eine Rolle spielen. Um diese zu vermeiden, haben wir Eltern einiges zu bedenken und verschiedene Strategien entwickelt. Nach der Schule zum Spielen verabredet? Da kann zum Mittagessen schon eine Sport KE mit eingerechnet werden. Ein wildes Fußballmatch auf dem Bolzplatz? Auch da muss ein Blutzuckerpuffer mit bedacht werden. Aber manchmal gibt es äußere Einflüsse, die wir noch nicht durchschaut haben. Und auch gar nicht selber beeinflussen können. So kommt es, dass unsere Sohn Unterzuckerungen hat, ohne dass wir eine sofortige Erklärung parat haben. Wir Eltern neigen dazu, immer eine Erklärung finden zu wollen, und gehen auf die Suche. Wir sind Blutzuckerdetektive, dem Grund der Unterzuckerung auf der Spur.

Blutzuckerdetektive unterwegs

© Aaron Amat - Fotolia.com
© Aaron Amat – Fotolia.com

Das Ergebnis sind oft eigene Fehler. Manchmal reicht es, sich zu verrechnen, oder es schleicht sich ein Zahlendreher bei dem Ausrechnen der Insulineinheiten ein. Es kann vorkommen, dass man sich verschätzt in der Menge der Kohlenhydrate. Aus diesen Situationen lernen nicht nur wir Eltern täglich. Aber manchmal dauert es länger, bis man seinen Fehler oder die Ursache findet. Das bereitet einem Kopfzerbrechen und man verbringt Zeit mit Grübeleien.  So auch bei uns.

Woran liegt es?

Unser Abendprogramm läuft meistens wie folgt ab: Abendbrot essen wir immer zwischen 18.00 Uhr und 19.00 Uhr. Gegen 19.30 Uhr geht es für Timo dann ins Bad. Dort wird geduscht und an den Tagen, an dem Katheter gewechselt werden muss, gebadet. Das ist ein liebgewonnenes Ritual bei uns geworden, das aus unserer Anfangszeit der Erkrankung stammt. So konnte der Katheterwechsel mit was für Timo Schönem verbunden werden.  Und genau an diesen Tagen unterzuckert er. Passiert das zum ersten Mal, überlegt man, woran es liegen könnte. Die Lösung an diesem Tag war für uns eine nicht einkalkulierte Bewegung, die nachwirkt. Als es zum zweiten Mal auftrat, schoben wir es auf eine falsche Berechnung der Insulineinheiten zum Abendessen. Das dritte Mal brachte uns schon zum Grübeln.  Die berechneten Kohlenhydrate haben gestimmt. Aber sobald Timo im warmen Wasser sitzt, kommt die Unterzuckerung.

Die Lösung

Die Lösung liegt eigentlich so nah. Doch manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht. Auch wenn uns im Sommer klar ist, dass große Hitze auch den Blutzucker beeinflussen kann, kam ich nicht auf den Gedanken, die Ursache für diese Unterzuckerungen im Wasser zu suchen. Doch das warme Wasser steigert die Wirkung des Insulins. Dadurch, dass die Abgabe vom Abendessen noch nicht lange her ist, wird die Wirkung verstärkt. Und Timo rauscht in eine Unterzuckerung nur, weil er ein Bad nimmt. Jetzt wird entweder früher gegessen bzw. später gebadet oder gleich eine Badewannen KE mit eingerechnet. So lernen wir nicht aus. Und wir waren als Blutzuckerdetektive erfolgreich, jedenfalls dieses Mal.

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  • schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • uho1 antwortete vor 1 Woche

      @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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