Diabetes-Kurs: Blutungen – wenn Blut verstärkt fließt oder gerinnt

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© Albina Gavrilovic - iStock / GettyImages
Diabetes-Kurs: Blutungen – wenn Blut verstärkt fließt oder gerinnt

Wenn Menschen sich verletzen und es blutet, greift der Körper direkt ein und stoppt die Blutung mit einem komplexen System. Kommt es hierbei zu Störungen, können vermehrt und starke Blutungen auftreten oder es kommt zu verstärkter Gerinnung mit Thrombosen.

Blutungen und Blutergüsse sind etwas Alltägliches, insbesondere, wenn man kleine Kinder hat. Aber auch ältere Menschen, deren Haut und Blutgefäße mit zunehmendem Alter immer zerbrechlicher werden (“senile Purpura”), kennen das. Schon leichtes Anstoßen in der Wohnung, z. B. an einem Stuhl, kann Blutungen unter die Haut auslösen. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer.

Blutergüsse finden sich oft zufällig anhand leichter Schmerzen oder bemerkt von anderen v. a. an Oberschenkeln, Gesäß oder Oberarmen. Untersuchungen des Bluts sind meist unauffällig, eine besondere Behandlung meist nicht erforderlich oder möglich.

Erhöhtes Risiko für Blutungen

Es gibt jedoch Erkrankungen, die eine erhöhte Gefahr von Blutungen mit sich bringen. Menschen bluten plötzlich ohne erkennbaren Grund, ohne äußere Einwirkung. Meist blutet es aus der Nase, an der Schleimhaut des Munds und des Verdauungstrakts. Menschen mit einer Bluter-Krankheit, fachsprachlich Hämophilie A oder B, können auch plötzlich Blutungen in ihren Gelenken und Muskeln haben, was sich durch Schmerzen äußern kann.

Das Fallbeispiel

Ulrike P., 87 Jahre alt, Typ-2-Diabetes seit 13 Jahren, wohnt in einem Seniorenstift und fühlt sich dort gut betreut. Als sie plötzlich massiv aus der Nase blutet und selbst der Notarzt die Blutung nicht zum Stehen bringen kann, muss sie in das glücklicherweise nahe gelegene Kreiskrankenhaus eingeliefert werden. Sie muss dort sogar mehrere Blutkonserven erhalten.

Nun berichtet sie, dass sie schon mehrfach vergessen hat, diese Tablette zu nehmen, und dann anschließend die doppelte Anzahl zum “Ausgleich” schluckt. Die Auswirkungen waren ihr bis dahin nicht bewusst.

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  • tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 4 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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