- Behandlung
Diabetes und Schlaganfall: „Ängsten nicht nachgeben!“
3 Minuten

Die Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ informiert über die Volkskrankheiten Schlaganfall und Diabetes. Heute fiel der Startschuss in Mainz – u.a. mit dem Schirmherr der Initiative, dem emeritierten Bischof von Mainz Karl Kardinal Lehmann.
Heute startet in Mainz die Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit – Schlaganfall und Diabetes“. Bis September werden 80 Städte per Doppeldecker-Infobus angesteuert: von Garmisch bis Rostock, von Mönchengladbach bis Dresden. Schirmherr ist der emeritierte Bischof von Mainz Karl Kardinal Lehmann, der gleich zu Beginn für umfassende Information und Aufklärung plädierte, denn: „Alles wird schlimmer, wenn man seinen Ängsten nachgibt“.
Kardinal Lehmann und das „Diabetes-Journal“…
Karl Kardinal Lehmann: „Es ist für mich zunehmend erschreckend, wie stark Diabetes zunimmt, auch bei Kindern.“ Deshalb sei es gerade wichtig, „in den Teilbereichen frühzeitig aufzuklären: der Ernährung, den Spätfolgen, der Bewegung.“ Als Schirmherr der „Herzenssache Lebenszeit“ möchte er „diejenigen unterstützen, die sich darum kümmern: Ärzte, überhaupt das Gesundheitswesen, die Forschung und Wissenschaft einmal an den Kliniken, aber auch in der Pharmaindustrie. Es ist großartig, wie viel hier schon geschieht!“
Ein Extra-Lob gab es für den Kirchheim-Verlag (Mainz) und das Diabetes-Journal: Es sei vorbildlich, „mit welcher Intensität, Kontinuität und Verlässlichkeit der Verlag mit seinen Zeitschriften“ dem Thema Diabetes-Aufklärung nachgeht.
Zwei große Themen kommen zusammen
„Bei Diabetes und Schlaganfall kommen zwei große Themen zusammen“, sagte Christian Boehringer (Boehringer Ingelheim) auf der Mainzer Tourstart-Pressekonferenz. Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache, so Boehringer, „270.000 Menschen erleiden in Deutschland pro Jahr einen Schlaganfall“.
Und im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2017 steht folgendes: Mindestens 20 Prozent aller Schlaganfall-Patienten in Deutschland sind zuckerkrank; generell ist bei Diabetes das Risiko für eine Apoplexie zwei- bis viermal erhöht. Noch viel höher ist das Risiko für Diabetiker mit deutlich hohem Blutdruck. Und: Diabetiker mit akutem Schlaganfall haben eine deutlich schlechtere Prognose als Nichtdiabetiker. Die Initiative soll darüber aufklären, was man tun kann – und zeigen, „welche Risiken man eingeht, wenn man nichts tut“, so Christian Boehringer.
„…auch nur einen einzigen Schlaganfall verhindern…“
Bei “Herzenssache Lebenszeit – Schlaganfall + Diabetes“ vermitteln Experten im direkten Kontakt notwendiges Wissen und fördern das Risikobewusstsein. Das Herzstück der Kampagne ist laut Birgit Härtle (Boehringer) der „als Praxisraum umgebaute London-Doppeldeckerbus“. Der steht ab sofort bis Ende September abwechselnd in 80 Städten Deutschland – und immer zentral.
Im Bus selbst kann man sein persönliches Risiko erfahren. Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin-Messdemonstrationen geben Auskunft über den Gesundheitszustand. Jeweils sind regionale Experten vor Ort. Härtle rechnet mit mehreren hundert Besuchern pro Station und insgesamt 20- bis 30.000 Besuchern. Sie sagt: „Wenn wir auch nur einen einzigen Schlaganfall durch die Aktion verhindern können, hat sich alles gelohnt!“
Lehman hat „selbst Erfahrungen mit beiden Krankheiten“
Karl Kardinal Lehmann hat „selbst Erfahrungen mit beiden Krankheiten“, auch deshalb engagiere er sich. Und auf Nachfrage des Diabetes-Journals bezog der Fußballfreund am Rande Stellung zu einem ganz anderen aktuellen Thema: Was wird aus dem 1. FSV Mainz 05 im Bundesliga-Abstiegskampf? „(…lacht herzlich…) Schwieriges Thema: Ich hoffe natürlich mit allen Freunden der Nullfünfer, dass sie es schaffen. Aber es wird schwierig sein, da die anderen auch alle viele Fans und viele Gönner haben. Vielleicht hilft uns ein guter Zufall, jedenfalls zittere ich mit.“
Es kooperieren bei der von Boehringer Ingelheim initiierten Aufklärungsinitiative:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH), Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD), Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DSCK), Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS), Deutsche Diabetes-Hilfe (diabetesDE), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD), Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), Deutsche Nierenstiftung (DNS), Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Deutsche Herzstiftung (DHS), Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG).
von Günter Nuber
Chefredakteur Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
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thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 16 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße