Diabetes und Sehverlust: Informationsportal gestartet

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Diabetes und Sehverlust: Informationsportal gestartet

Die Initiative „Diabetes und Auge“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) haben ihre Informationswebsite www.diabetes-und-augen.info der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schätzungsweise 7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2.000 erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Da ein Mensch 80 Prozent seiner Umwelt mit den Augen wahrnimmt, verändert ein Sehverlust das Leben grundlegend.

Angefangen von alltäglichen Handgriffen über das menschliche Miteinander bis hin zur Berufstätigkeit sind alle Bereiche des Lebens betroffen. Besonders gravierend für Menschen mit Diabetes: Das selbstständige Management des Blutzuckerspiegels ist nicht mehr wie bisher möglich. Hilfe, Informationen und kompetente Ansprechpartner werden von Betroffenen in dieser Situation dringend benötigt, um weiterhin ein selbstständiges und aktives Leben führen zu können.

Kompakte und laienverständliche Informationen

Im Oktober 2016 stellte die Initiative „Diabetes und Auge“ des DBSV und der DDH-M ein Faltblatt mit Informationen zu Diabetes und Sehverlust zusammen und verteilte 50.000 Stück an Mitglieder der Diabetesberatungsberufe und an Menschen mit Diabetes. Das Faltblatt gab kompakte Informationen zu Prävention von diabetischen Augenerkrankungen und den Möglichkeiten von Rehabilitation nach Sehverlust. Aufgrund der großen Nachfrage entschlossen sich DBSV und DDH-M, die enthaltenen Informationen nun zu erweitern und auf einer Internetseite zu bündeln.

Die Informationswebsite „Diabetische Augenerkrankungen – Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen“ ist unter www.diabetes-und-augen.info zu erreichen.

Unter dem Titel „Diabetische Netzhauterkrankungen – Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen“ gibt die Seite kompakt und laienverständlich Informationen dazu, wie mit Sehverlust und Diabetes weiterhin ein aktives und selbstständiges Leben möglich ist, welche Möglichkeiten für eine Rehabilitation nach Sehverlust es gibt und welche sozialrechtlichen Ansprüche bestehen können. Die Website ist ein Informationsangebot an die Mitglieder der Diabetesberatungsberufe, die Menschen mit Diabetes bei einem Sehverlust betreuen.

Betroffene und deren Angehörige können diese Informationen in kompakter und laienverständlicher Form nachlesen und erhalten eine Sammlung von Beratungsangeboten und professionellen Ansprechpartnern zum Thema Sehverlust. Tipps zu einem guten Miteinander von sehenden und sehbehinderten Menschen und ergänzende Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen runden das Angebot ab.

Über die Initiative Diabetes und Auge von DBSV und DDH-M

DBSV und DDH-M haben im Jahr 2014 die Initiative „Diabetes und Auge“ gestartet. Ziel ist es, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden.

DBSV und DDH-M sind gemeinsam aktiv, um Patienten, Ärzte und Diabetesberaterinnen über die Möglichkeiten einer Rehabilitation nach Sehverlust durch Diabetes aufzuklären. Zudem werden die Hersteller von Medizinprodukten für die Notwendigkeit von barrierefrei bedienbaren Blutzuckermessgeräten etc. sensibilisiert. Die Initiative „Diabetes und Auge“ wird unterstützt vom Unternehmen Bayer.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands e.V. (DBSV)

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 4 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße