Diabetes-Vorsorge und gute Werte können Nierenschäden vermeiden

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© Chinnapong – AdobeStock
Diabetes-Vorsorge und gute Werte können Nierenschäden vermeiden

Diabetes ist einerseits hierzulande die häufigste Ursache für Nierenschäden und -versagen, andererseits schließen häufig auftretende Begleiterkrankungen eine Transplantation aus. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich des Tages der Organspende hin – und betont die dringliche Notwendigkeit einer effektiver Vorsorge und eines guten Diabetesmanagements.

Über 7.000 Patientinnen und Patienten stehen derzeit in Deutschland auf der Warteliste für eine Nierentransplantation. Etwa die Hälfte von ihnen hat einen Diabetes oder Prädiabetes, der häufig nicht bekannt ist.

Begleiterkrankungen können einer Transplantation im Wege stehen

„Insbesondere Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben meist bereits klassische Begleiterkrankungen wie Adipositas oder Herzkreislauferkrankung, die jedoch eine Transplantation erschweren oder sogar die Erfolgsaussichten derart reduzieren, dass sie gar nicht erst als Empfänger in Frage kommen, beziehungsweise von der Warteliste genommen werden müssen“, berichtet Privatdozentin Dr. med. Martina Guthoff, Nephrologin und Oberärztin der Sektion Nieren- und Hochdruckkrankheiten an der Medizinischen Klinik IV in Tübingen.

Diese Patienten bleiben dialysepflichtig – das heißt, sie müssen sich lebenslang mehrmals in der Woche einer Blutwäsche oder Bauchfelldialyse unterziehen und haben häufig eine geringere Lebenserwartung.

Einer amerikanischen Untersuchung zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit für Diabetespatienten, auf eine Warteliste für eine Nierentransplantation zu kommen, nur rund 80 Prozent im Vergleich zu stoffwechselgesunden Menschen. Dass eine Transplantation tatsächlich erfolgt, liegt nochmals um knapp zehn Prozentpunkte darunter. Denn im Verlauf der durchschnittlich sechs bis acht Jahre andauernden Wartezeit summieren sich bei vielen Diabetespatienten Begleitkomplikationen auf, die einer erfolgreichen Transplantation im Wege stehen.

Früherkennung von Diabetes und Nierenerkrankungen unbedingt notwendig

Auch haben Menschen, die mit einem vorliegenden Diabetes nierentransplantiert werden, ein geringeres Überleben sowie eine kürzere Lebensdauer der Niere als Patienten ohne Diabetes: In einer Untersuchung war das Verlustrisiko einer Niere mit einem Diabetes doppelt so hoch wie ohne die Stoffwechselerkrankung. „Es scheinen mikro- und makrovaskuläre Veränderungen durch die diabetische Stoffwechsellage nach einer Transplantation beschleunigt aufzutreten“, so Guthoff. Ein ähnliches Risiko gilt für Patienten, die nach der Transplantation einen Diabetes entwickeln.

Die Expertin weist daher darauf hin, dass eine Früherkennung des Diabetes und auch von Nierenerkrankungen unbedingt notwendig sei, um Patienten vor schweren Nierenschäden zu bewahren und im Falle einer notwendigen Nierenersatztherapie eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. „Bei allen Nierenpatienten sollte zudem auch auf einen Diabetes getestet werden. Denn Untersuchungen zeigen, dass etwa jeder Dritte auf der Warteliste zur Nierentransplantation einen bislang unerkannten Diabetes oder Prädiabetes hat“, führt Guthoff aus.

Für stabile Blutzuckereinstellung und gute Blutdruckwerte sorgen

„Um eventuelle Nierenprobleme rechtzeitig zu diagnostizieren und konsequent behandeln zu können sollten sich Patientinnen und Patienten mit Diabetes mindestens einmal jährlich auf das Vorliegen von Eiweiß im Urin – die so genannte Albuminurie – screenen lassen“, erklärt Dr. med. Ludwig Merker vom MVZ DaVita Diabetes- und Nierenzentrum Dormagen und Vorsitzender der DDG AG „Diabetes und Niere“.

Zudem sei es bei allen Patienten mit Diabetes wichtig, den eGFR-Wert zu bestimmen, der die Filtrationseigenschaft der Niere darstellt. „Auch der Blutdruck ist regelmäßig zu überprüfen, da eine Erhöhung ein Hinweis auf einen beginnenden Nierenschaden sein kann.“

Gleichzeitig sollte eine zielorientierte Diabetes- und Blutdrucktherapie erfolgen, die für stabile Blutzuckerwerte und guten Blutdruck sorgt. Denn dauerhaft erhöhter Blutzucker und Blutdruck sind Hauptrisikofaktoren für eine Nierenschädigung. „Jeder Patient kann auch selbst etwas für eine gute Nierenfunktion beisteuern. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn Diabetespatienten ihr Gewicht reduzieren, nicht rauchen und sich gesund ernähren“, rät Merker.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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