Diabetestag im Bundespresseamt Berlin

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Diabetestag im Bundespresseamt Berlin

Rund um den Weltdiabetestag am 14. November finden bundesweit eine Reihe von Veranstaltungen zur Diabetesaufklärung statt. Den Auftakt machte diabetesDE mit einem „Aktionstag Diabetes“ am 1. November für die Mitarbeiter des Bundespresseamtes der Dienststelle in Berlin – eine Gemeinschaftsaktion mit und auf Initiative des Betriebsrats.

Mit einem Diabetestag für die Belegschaft des Bundespresseamtes in Berlin hat die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe den Diabetes-Aufklärungsmonat November eingeläutet. Der Aktionstag beinhaltete einen interaktiven Vortrag, einen kostenlosen Diabetes-Risikotest mit Blutzuckermessung und leckeres gesundes Essen in der Kantine. Zudem konnten sich die Mitarbeiter im „Diabetes-Markt“ an fünf Stationen spielerisch zu den Themen Diabetes, Ernährung und Bewegung informieren.

Diabetes-Aktionstage in Betrieben sollten gängige Praxis werden

„Wir begrüßen es sehr, dass das Bundespresseamt in Sachen betriebliche Gesundheitsförderung mit gutem Beispiel vorangeht. Aktionstage zu Diabetes in Betrieben sollten keine Ausnahme, sondern gängige Praxis werden, denn schließlich kann ein Mensch mit hohem Diabetesrisiko sein Risiko auch senken – durch einen gesünderen Lebensstil – und ein früh entdeckter Diabetes Typ 2 kann durch eine Lebensstilintervention komplett in Remission gebracht werden, d.h. die Betroffenen könnten ohne Medikation oder Insulinspritzen auskommen – eine enorme Motivation für Betroffene, nun gesünder zu leben“, kommentierte Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE.

Weltweit sind 425 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. – in Deutschland sind sieben Millionen Menschen betroffen. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung sinnvoll ansetzen, denn jeder kann selbst dazu beitragen, sein Diabetesrisiko hinsichtlich der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu senken“, so der diabetesDE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Kröger. Mattig-Fabian ergänzt: „Unsere zentrale Botschaft heißt: es bleibt viel Zeit, um das Ruder in Richtung Gesundheit rumzureißen! Diabetes Typ 2 ist größtenteils verhinder- oder zumindest verzögerbar!“

Über 2. Mio. Menschen wissen noch nichts von ihrem Typ-2-Diabetes

Darüber hinaus sind zwei Millionen Menschen in Deutschland „unerkannt unterwegs“ – sie wissen noch nichts von ihrer Typ-2-Diabetes-Erkrankung – denn eine Insulinresistenz und ein hoher Blutzuckerspiegel verursachen lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Treten aufgrund von Folgeerkrankungen zum Beispiel an Herz-Kreislauf, Augen oder Nieren schließlich Symptome auf, besteht der Diabetes durchschnittlich bereits acht bis zehn Jahre.

Viel Zeit, die ungenutzt für Menschen verstreicht, die ihr Diabetesrisiko nicht kennen, nicht wissen, dass sie gefährdet sind und nicht wissen, dass sie durch eine Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil ihr Diabetesrisiko auch senken könnten. Denn sind Organschädigungen durch einen unerkannten Diabetes, z.B. eine Niereninsuffizienz, erst eingetreten, können sie nicht mehr rückgängig gemacht, sondern lediglich medikamentös am Fortschreiten gehindert werden.

Arbeitsumfeld gesünder gestalten – auch durch das Angebot in der Kantine

„Erwerbstätige Menschen in Deutschland stehen heute durch permanente Arbeitsverdichtung, Stress, Bewegungsmangel, schlechte Schlafqualität, ungesundes Kantinenessen und Raubbau am eigenen Körper durch sehr hohe Leistungsbereitschaft, z.B. durch steigende Bereitschaft zu unbezahlten Überstunden, unter zunehmendem gesundheitlichen Druck. Das äußert sich z.B. durch hohe Fehlzeiten und hohe Medikalisierung“, so Dr. Kröger. „Gegensteuern heißt für Arbeitgeber, das Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten, Stressfallen strukturiert zu reduzieren und den Mitarbeitern Regeneration zu ermöglichen – das kann z.B. auch das gesunde Angebot in der Kantine sein“, so Kröger.

Das Präventionsgesetz hat 2015 den Weg für Arbeitgeber frei gemacht, der betrieblichen Gesundheitsförderung mehr Raum zu geben: von den sieben Euro pro Versichertem und Jahr sind die Krankenkassen verpflichtet, zwei Euro pro Versichertem und Jahr für die betriebliche Gesundheitsförderung aufzuwenden.

Tetje Mierendorf: gutes Beispiel für eine gelungene Lebensstiländerung

Schauspieler und Autor Tetje Mierendorf (Typ-2-Diabetes) ist das lebende Beispiel dafür, was ein gesünderes Leben bewirken kann: „Mit einer konsequenten Lebenstiländerung habe ich 68 kg abgenommen und konnte damit meinen Diabetes so bändigen, dass ich heute ohne Diabetesmedikamente auskomme“, so der Autor des aktuellen Buches „Halbfettzeit – Mein neues Leben ohne Rettungsringe“ und Referent des Vortrags „Fett vorm Kopf“. Darin erzählt Mierendorf ehrlich und authentisch, wie ihm der lange Weg zum neuen Ich gelang.

Zentral wichtig ist Dr. Jens Kröger die Forderung von diabetesDE nach einer schnellen Umsetzung der im Koalitionsvertrag genannten Nationalen Diabetes Strategie und der in Aussicht gestellten Nachbesserung beim Präventionsgesetz: „Wir müssen es den Menschen leichter machen, gesünder zu leben. Dazu müssen wir gesundheitsfördernde Verhältnisse in der Gesellschaft schaffen, wie zum Beispiel ein größeres Angebot von kostengünstigen gesunden Lebensmitteln. Deshalb sollte die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln für die Lebensmittelindustrie ebenso verpflichtend gemacht werden wie eine leicht verständliche, plakative Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackungen“.


Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe | Redaktion

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  • florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 2 Stunden

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.