- Behandlung
Diabetischer Fuß: Neues aus der molekularen Trickkiste
2 Minuten
Ein diabetischer Fuß mit schlecht heilenden oder chronischen Wunden gehört zu den häufigen Begleiterkrankungen bei einem unzureichend eingestellten Diabetes. Zwei Wissenschaftlerteams aus Frankfurt und Leipzig haben kürzlich neue Methoden vorgestellt, die die Wundheilung verbessern sollen.
Gerade Menschen mit Diabetes sind anfällig für chronische Wunden: Hohe Blutzuckerwerte, erhöhte Blutfette und ein gesteigerter Blutdruck verursachen Schäden an Blutgefäßen und Nerven. Die daraus folgenden Durchblutungsstörungen schädigen das Gewebe. Das gestörte Schmerzempfinden begünstigt zudem Verletzungen der Haut. Ein diabetisches Fußsyndrom kann die Folge sein. Zudem sind hohe Blutzuckerwerte auch mit einer schlechten Abwehrfunktion des Körpers verbunden, was zusätzlich zu Infektionen führen kann.
Wundheilung mit Lichtschalter
Um die Heilung zu unterstützen und die Wunden nicht chronisch werden zu lassen, suchen Forscher nach neuen Möglichkeiten in der Therapie. Eine neue Idee dazu stellte nun ein Team aus Frankfurt, in Nature Communications vor: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrierten sich dabei auf sogenannte mikroRNAs, kurz miRs. Das sind Moleküle, die in den Zellen Einfluss auf die Proteinproduktion ausüben. Von einer dieser miRs war bekannt, dass sie oft im Bereich von schlecht heilenden Wunden bei Diabetikern vorkommt.
Die Forscher wollten daher versuchen, diese miR durch ein entsprechendes Gegenstück, eine sogenannte antimiR, wegzufangen. Da aber unklar war, welche Effekte diese antimiR im Rest des Körpers hat, mussten die Forscher versuchen, deren Wirkung so gezielt wie möglich im Wundbereich freizusetzen.
Dazu verpackten sie die antimiR in eine lichtempfindliche Hülle. Dann injizierten sie diesen Mix diabetischen Mäusen mit Hautschäden und bestrahlten anschließend die Wunden der Tiere mit Licht entsprechender Wellenlänge. Tatsächlich beobachteten die Forscher, dass die antimiR nur im Wundbereich freigesetzt wurde und sich die Wundheilung verbesserte.
Diabetischer Fuß: Wundauflage fängt Immunzellen ab
Einen ganz anderen Ansatz verfolgte ein Team aus Leipzig: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten in Science Translational Medicine ein neuartiges Hydrogel vor, was Entzündungsbotenstoffe bindet.
Denn wie die Autoren berichten, heilen chronischen Wunden vor allem deshalb schlecht, weil kontinuierlich neue Immunzellen aus dem Blut in die Wunde gelangen. Sie werden angelockt durch Botenstoffe, die das Immunsystem stimulieren. Um das zu verhindern, entwickelte das Team nun Hydrogel-Wundauflagen, die bestimmte Zuckermoleküle enthalten. Der Arbeit zufolge können diese die Botenstoffe binden und verhindern so, dass sie weitere Immunzellen ins Wundgebiet locken.
Beide Studien zeigen vielversprechende Daten, gehen bisher aber ausschließlich auf Tierversuche zurück. Hier müssen nun weitere Tests zeigen, inwiefern die positiven Ergebnisse auch beim Menschen bestätigt werden können.
Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdienst München
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stephanie-haack postete ein Update vor 5 Tagen, 17 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 19 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 5 Tagen, 17 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
