Diabetisches Fußsyndrom: Was es zu beachten gilt

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© Claudia Paulussen - Fotolia
Diabetisches Fußsyndrom: Was es zu beachten gilt

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät dazu, bei dauerhaft hohen Temperaturen atmungsaktive und geschlossene Schuhe zu tragen und regelmäßig zur Fußkontrolle beim Spezialisten zu gehen.

Auch wenn der Sommer zum Barfußlaufen einlädt, sollten Menschen mit einem diabetischen Fußsyndrom (DFS) besser festes Schuhwerk tragen. Denn sie spüren womöglich nicht, wenn Sandalen scheuern oder beim Barfußgang kleine Steine den Fuß verletzen. Deshalb rät die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Patienten, atmungsaktive und geschlossene Schuhe zu tragen und regelmäßig zur Fußkontrolle beim Spezialisten zu gehen.

Alleine in Deutschland müssen Menschen mit Diabetes mellitus jährlich 40.000 Füße als Folge des DFS amputiert werden. Denn ein schlecht eingestellter Blutzucker schädigt auf Dauer die Nerven. Das betrifft insbesondere die feinen Nervenfasern an den Füßen, so dass die Betroffenen Reize an der Haut von Füßen und Zehen weniger spüren.

Hitze, Kälte, Schmerzen – verminderte Wahrnehmung

„Menschen mit einem DFS nehmen Hitze oder Kälte, Schmerzen oder Verletzungen kaum bis gar nicht wahr“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der AG Diabetischer Fuß Professor Dr. Ralf Lobmann vom Klinikum Stuttgart. Schon kleinste Verletzungen am Fuß können bei ihnen schwerwiegende Folgen haben. Aus einer kleinen Druckstelle entwickelt sich mitunter ein Geschwür, das nur langsam oder gar nicht mehr heilt.

Um das zu verhindern, sollten vor allem Betroffene mit einer bestehenden Nervenschädigung an den Füßen auf Sandalen und insbesondere Barfußgänge verzichten. Schlechtes Schuhwerk verursacht rund die Hälfte aller DSF-bedingten Fußverletzungen. Meiden sollten Patienten deshalb auch zu enges Schuhwerk und harte oder unebene Sohlen, meint Lobmann: „Hier gilt es, wirklich achtsam zu sein und die Füße pfleglich zu behandeln“. Durch passende Schutzschuhe, die auch im Sommer getragen werden, ließen sich viele Verletzungen am Fuß vermeiden.

Um festzustellen, ob ein Patient am DFS leidet, untersucht der Arzt bestehende Wunden oder die Haut auf mögliche Veränderungen. Er kann jedoch auch die Empfindlichkeit der Füße durch einen Warm-Kalt-Wahrnehmungstest prüfen. Bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung untersucht der Experte die Gefäße zusätzlich mit der Dopplersonografie.

Füße regelmäßig kontrollieren lassen!

„Liegt keine Schädigung der Nerven vor, haben Menschen mit Diabetes beim Schuhkauf freie Wahl“, sagt der Experte, betont dabei aber: „Dennoch sollten sie in regelmäßigen Abständen ihre Füße von einem Spezialisten kontrollieren lassen.“ Denn je früher dieser die ersten Anzeichen eines DFS entdeckt werden, desto besser ist die Prognose.

In Kooperation mit der AG Diabetischer Fuß zertifiziert die DDG Einrichtungen zur optimalen Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms (DFS). Für Patienten bietet dieses Zertifikat „Fußbehandlungseinrichtung DDG“ eine gute Orientierungshilfe, um kompetente Ansprechpartner in der Nähe zu finden. Auf der Website der DDG ist eine Übersicht über alle zertifizierten Einrichtungen in Deutschland bereitgestellt: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/nc/zertifizierte-arztpraxenkliniken/deutschlandkarte.html


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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