- Behandlung
Die besten Tipps zum Nierenschutz
2 Minuten

Wie kann die Funktion der Nieren geschützt werden? Menschen mit Diabetes können einiges selbst dafür tun, damit die Filterorgane keinen Schaden nehmen. Wir haben acht Tipps für Sie zusammengetragen.
1. Fit und aktiv sein!
Als informierter Diabetiker wissen Sie: Regelmäßige Bewegung hilft, um aktiv etwas gegen Bluthochdruck und einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu tun. Diese beiden Faktoren zählen zu den häufigsten Ursachen für Nierenversagen. Wussten Sie auch, dass über 40 Prozent aller Dialysepatienten Diabetes haben?
2. Blutzucker gut einstellen!
Eine gute Blutzuckereinstellung hilft, Gefäßschäden, die durch den Diabetes verursacht werden können, vorzubeugen. Das gilt inbesondere für die Niere. Dieses Organ besteht aus vielen kleinsten Gefäßen und arbeitet in unserem Körper wie ein Filter. Lebenswichtige Substanzen bleiben durch die Arbeit der Niere erhalten, gefährliche Giftstoffe werden über den Urin ausgeschieden. Sind die Gefäße erst einmal geschädigt, hat das auch Auswirkungen auf die Nierenfunktion: Ihre Leistung nimmt ab.
3. Regelmäßig Blutdruck messen!
Bluthochdruck gilt als zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. Sind die Gefäße über einen längeren Zeitraum einem hohen Druck ausgesetzt, führt das zu Schädigungen. Regelmäßige Blutdruckmessungen helfen, gefährlichen Hochdruck rechtzeitig zu erkennen und dagegen anzugehen. Diabetespatienten, die Bluthochdruck haben, sollten gemeinsam mit ihrem Arzt besprechen, was man dagegen tun kann, ggf. durch die Einnahme blutdrucksenkender Medikamente.
4. Gesunde Ernährung angehen!
Eine gesunde Ernährung ist das A und O, um Übergewicht zu vermeiden bzw. abzunehmen. Übergewichtige Menschen haben häufig Bluthochdruck – und dieser kann sich negativ auf die Nierenfunktion auswirken (vgl. Punkt 2 und 3). Beim Essen sollten Sie auch darauf achten, nicht zu viel Kochsalz zuzuführen. Denn zu viel Salz erhöht den Blutdruck.
5. Auf eine ausreichende Trinkmenge achten!
Jeden Tag sollte man als gesunder Mensch etwa 1,5 Liter trinken. Liegt ein erhöhter Flüssigkeitsverlust vor, ist noch zu mehr Flüssigkeit zu raten. Die Empfehlung für eine tägliche Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern gilt jedoch nicht für Dialysepatienten: Sie müssen ihre Trinkmenge stark einschränken (circa ein halber Liter pro Tag).
6. Sofortiger Rauchstopp!
Es ist der „Gefäß-Killer“ Nummer 1: das Rauchen. Nikotinkonsum gilt insbesondere für die Niere und ihre Kleinstgefäße, die für die Filterfunktion des Organs zuständig sind, als „Gift“ (siehe Punkt 2).
7. Schmerzmitteleinnahme nicht über einen längeren Zeitraum!
Sollten Sie Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum einnehmen, besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt! Sind die Nieren vorgeschädigt, kann eine längere Einnahme freiverkäuflicher Schmerzmittel (Analgetika) und „nichtsteroidaler Antirheumatika“ (NSAR) ein akutes Nierenversagen auslösen. Informieren Sie also Ihren Arzt, wenn Sie dauerhaft Schmerzmedikamente schlucken. Ob ihre Nieren vorgeschädigt sind, kann Ihr Arzt prüfen und Ihnen ggf. nierenfreundlichere Arzneimittel verschreiben.
8. Nierenfunktion mindestens jährlich prüfen!
Patienten mit Diabetes sollten ihre Nierenfunktion mindestens einmal pro Jahr von ihrem Arzt prüfen lassen, inbesondere bei Bluthochdruk, Übergewicht, höherem Alter (über 60 Jahre) und wenn ein Familienangehöriger ersten Grades an einem Nierenversagen erkrankt ist. Durch einen regelmäßigen Nieren-Check (Blut- und Urintest) kann Ihr Arzt eine abnehmende Nierenleistung frühzeitig erkennen. Die Mitbehandlung durch einen Nierenarzt (Nephrologen) kann dann das Fortschreiten der Nierenerkrankung stoppen oder zumindest verzögern.
Quelle: www.die-nephrologen.de
Schwerpunkt: „Diabetes und Niere“
- Die Nieren: Faszinierendes Klärwerk unseres Körpers
- Geschädigte Niere bei Diabetes: Früherkennung und Therapie
- Zwei Beispiele: Menschen mit Diabetes und Nierenerkrankung
- „Der Blutdruck ist noch wichtiger als der Blutzucker“
- Die besten Tipps zum Nierenschutz
- „Die Dialyse in mein Leben einbauen“
- Nach Transplantation: „Heute bin ich in Topform!“
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (2) Seite 23
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kleisen postete ein Update vor 4 Stunden, 17 Minuten
Ich kündige das Abo mit Ihnen zum nächstmöglichen Zetpunkt. Danke . Bitte bestätigen. Klaus Eisenschmidt, Bloherfelder str. 212D, 26129 Oldenburg
kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 6 Tagen, 2 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
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