Die besten Tipps zum Nierenschutz

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Die besten Tipps zum Nierenschutz

Wie kann die Funktion der Nieren geschützt werden? Menschen mit Diabetes können einiges selbst dafür tun, damit die Filterorgane keinen Schaden nehmen. Wir haben acht Tipps für Sie zusammengetragen.


1. Fit und aktiv sein!

Als informierter Diabetiker wissen Sie: Regelmäßige Bewegung hilft, um aktiv etwas gegen Bluthochdruck und einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu tun. Diese beiden Faktoren zählen zu den häufigsten Ursachen für Nierenversagen. Wussten Sie auch, dass über 40 Prozent aller Dialysepatienten Diabetes haben?


2. Blutzucker gut einstellen!

Eine gute Blutzuckereinstellung hilft, Gefäßschäden, die durch den Dia­betes verursacht werden können, vorzubeugen. Das gilt inbesondere für die Niere. Dieses Organ besteht aus vielen kleinsten Gefäßen und arbeitet in unserem Körper wie ein Filter. Lebenswichtige Substanzen bleiben durch die Arbeit der Niere erhalten, gefährliche Giftstoffe werden über den Urin ausgeschieden. Sind die Gefäße erst einmal geschädigt, hat das auch Auswirkungen auf die Nierenfunktion: Ihre Leistung nimmt ab.


3. Regelmäßig Blutdruck messen!

Bluthochdruck gilt als zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. Sind die Gefäße über einen längeren Zeitraum einem hohen Druck ausgesetzt, führt das zu Schädigungen. Regelmäßige Blutdruckmessungen helfen, gefährlichen Hochdruck rechtzeitig zu erkennen und dagegen anzugehen. Diabetespatienten, die Bluthochdruck haben, sollten gemeinsam mit ihrem Arzt besprechen, was man dagegen tun kann, ggf. durch die Einnahme blutdrucksenkender Medikamente.


4. Gesunde Ernährung ­angehen!

Eine gesunde Ernährung ist das A und O, um Übergewicht zu vermeiden bzw. abzunehmen. Übergewichtige Menschen haben häufig Bluthochdruck – und dieser kann sich negativ auf die Nierenfunktion auswirken (vgl. Punkt 2 und 3). Beim Essen sollten Sie auch darauf achten, nicht zu viel Kochsalz zuzuführen. Denn zu viel Salz erhöht den Blutdruck.


5. Auf eine ausreichende Trink­menge achten!

Jeden Tag sollte man als gesunder Mensch etwa 1,5 Liter trinken. Liegt ein erhöhter Flüssigkeitsverlust vor, ist noch zu mehr Flüssigkeit zu raten. Die Empfehlung für eine tägliche Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern gilt jedoch nicht für Dialysepatienten: Sie müssen ihre Trinkmenge stark einschränken (circa ein halber Liter pro Tag).


6. Sofortiger Rauchstopp!

Es ist der „Gefäß-Killer“ Nummer 1: das Rauchen. Nikotinkonsum gilt insbesondere für die Niere und ihre Kleinstgefäße, die für die Filterfunktion des Organs zuständig sind, als „Gift“ (siehe Punkt 2).


7. Schmerz­mitteleinnahme nicht über einen längeren Zeitraum!

Sollten Sie Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum einnehmen, besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt! Sind die Nieren vorgeschädigt, kann eine längere Einnahme freiverkäuflicher Schmerzmittel (Analgetika) und „nichtsteroidaler Antirheumatika“ (­NSAR) ein akutes Nierenversagen auslösen. Informieren Sie also Ihren Arzt, wenn Sie dauerhaft Schmerzmedikamente schlucken. Ob ihre Nieren vorgeschädigt sind, kann Ihr Arzt prüfen und Ihnen ggf. nierenfreundlichere Arzneimittel verschreiben.


8. Nierenfunktion mindestens jährlich prüfen!

Patienten mit Diabetes sollten ihre Nierenfunktion mindestens einmal pro Jahr von ihrem Arzt prüfen lassen, inbesondere bei Bluthochdruk, Übergewicht, höherem Alter (über 60 Jahre) und wenn ein Familienangehöriger ersten Grades an einem Nierenversagen erkrankt ist. Durch einen regelmäßigen Nieren-Check (Blut- und Urintest) kann Ihr Arzt eine abnehmende Nierenleistung frühzeitig erkennen. Die Mitbehandlung durch einen Nierenarzt (Nephrologen) kann dann das Fortschreiten der Nierenerkrankung stoppen oder zumindest verzögern.


Quelle: www.die-nephrologen.de


Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (2) Seite 23

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  • tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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