Die Subtypen der Fettleber: Neue Erkenntnisse zu Ursachen und Therapie

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Die Subtypen der Fettleber: Neue Erkenntnisse zu Ursachen und Therapie | Foto: Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com
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Die Subtypen der Fettleber: Neue Erkenntnisse zu Ursachen und Therapie

Weltweit steigt die Zahl der Menschen, die mit starkem Übergewicht (Adipositas) leben. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Menschen mit Fettleber-Erkrankungen zu. Neuere Forschungen zeigen, dass es unterschiedliche Ursachen sowie verschiedene Subtypen für eine Fettleber gibt – mit möglichen Konsequenzen für die Therapie.

Der Begriff Fettleber-Erkrankung mit der Unterteilung in die alkoholische und die nicht alkoholische Fettleber-Erkrankung ist vielen geläufig. Die nicht alkoholische Fettleber-Erkrankung wurde vor Kurzem umbenannt in „Metabolic Dysfunction-associated Steatotic Liver Disease“ (MASLD), übersetzt: metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Leber-Erkrankung. Die MASLD und der Typ-2-Diabetes stehen in wechselseitiger Beziehung, sie verstärken sich gegenseitig.

Wird der Fett-Überschuss in der Leber nicht abgebaut, kann sich daraus eine Leber-Entzündung entwickeln. Nach und nach entwickelt sich daraus eine Leber-Fibrose, bei der Bindegewebe das Lebergewebe ersetzt. Dadurch wiederum steigt das Risiko für eine Leber-Zirrhose, die Leber kann in diesem Stadium ihre Funktionen kaum noch wahrnehmen. Auch das Risiko für ein Leber-Karzinom steigt. Zudem erhöhen diese Erkrankungen der Leber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Nieren-Erkrankungen und weitere bösartige Erkrankungen im Körper.

Drei Stoffwechsel-Subtypen gefunden

Ein Team internationaler Wissenschaftler hat vor Kurzem Belege gefunden, dass die Ursachen für das Entstehen einer MASLD unterschiedlich sein können. Dafür wurden 1.154 Personen untersucht, bei denen durch eine Gewebeprobe (Biopsie) eine MASLD nachgewiesen war. Gemessen wurden verschiedene Moleküle und Stoffwechsel-Produkte im Blut. Diese Ergebnisse haben die Forschenden mit einem speziellen Algorithmus analysiert.

Es konnten drei Stoffwechsel-Subtypen gefunden werden, bei denen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen variiert:

  • Stoffwechsel-Subtyp A (47 Prozent): MASLD, bei der eine genetische Komponente im Zusammenhang mit der Leber dominiert,
  • Stoffwechsel-Subtyp B (27 Prozent): MASLD, bei der eine Stoffwechsel-Komponente dominiert im Zusammenhang mit einer Neubildung von Fetten in der Leber,
  • Stoffwechsel-Subtyp C (26 Prozent): MASLD, bei der eine Stoffwechsel-Komponente dominiert im Zusammenhang mit einer Fehlfunktion des Fettgewebes.

Unterschiedliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Das Wissen zur Heterogenität in der Pathogenese von MASLD ist ein wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin“, sagt Prof. Dr. Norbert Stefan aus Tübingen, Erstautor der Studie. Für die künftige Risiko-Vorhersage und Behandlung, insbesondere im Zusammenhang mit Ursachen im Herz-Kreislauf-System, im Stoffwechsel und Folgen der MASLD, können die Erkenntnisse von großem Nutzen sein, betont der Endokrinologe.

Bei Menschen mit Subtyp A sei das geschätzte 10-Jahres-Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen am geringsten. Auch Neu­tral­fette (Triglyzeride), Cholesterin und weitere Parameter des Fettstoffwechsels waren bei Subtyp A niedriger als bei den Subtypen B und C.

„Keine Unterschiede hingegen gab es bei der Insulinresistenz und dem HbA1c-Wert“, ergänzt Prof. Dr. Norbert Stefan, der zum Team der Stiftung Diabetes | Herz | Gefäße (DHG) gehört. Nicht jeder Patient habe also die gleiche Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es gebe unterschiedliche Risikofaktoren in den drei Patientengruppen.

Fakten zur Fettleber-Erkrankung

  1. Das Auftreten von Adipositas, Typ-2-Diabetes und Fettleber-Erkrankung hängen zusammen.
  2. Eine Fettleber-Erkrankung kann voranschreiten bis zu einer Leber-Zirrhose und Leber-Krebs.
  3. Neue Forschungen ermöglichen eventuell eine gezieltere Therapie, orientiert an der Ursache der Fettleber-Erkrankung.

Risiko besser vorhersagen

Inwiefern Patientinnen und Patienten mit einer MASLD auf neue Medikamente ansprechen, müsse noch weiter untersucht werden, so der Experte. Aktuell prüft man z.B. der Nutzen von GLP-1-Rezeptor-Agonisten (Glucagon-like-­Peptide-1-Rezeptor-Agonisten) und weiteren, ebenfalls ursprünglich zur Behandlung des Typ-2-Diabetes entwickelten Medikamenten, bei Leber-Entzündung und höhergradiger Leber-Fibrose. Andere Medikamente wie die Wirkstoffe Resmetirom und Lanifibranor sind ebenfalls effektiv zur Therapie der Leber-­Entzündung und der höhergradigen Leber-Fibrose.

Dies könnten Möglichkeiten sein, um das Voranschreiten von Leber-Erkrankungen aufzuhalten. „Die Charakterisierung von Patienten anhand der ihnen zugrundeliegenden Mechanismen bietet die Chance, dass Therapien erleichtert werden, die genau auf diese Mechanismen ausgerichtet sind.“

Adipositas allein steigert Risiko für Krebs

Eine aktuelle von der Universität Regensburg durchgeführte Studie zeigt, dass Adipositas das Risiko für bösartige Erkrankungen schon erhöht, bevor Störungen der Stoffwechsel- und Organfunktion wie Insulinresistenz oder Fettleber auftreten (präklinische Adipositas). Für die Auswertung wurden Daten von über 450 000 Erwachsenen aus der UK Biobank erfasst. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von etwa 12 Jahren wurden 47 060 Krebsfälle registriert.

Die Forschenden stellten fest, dass schon die präklinische Adipositas mit einem signifikant erhöhten Krebs-Risiko verbunden ist. Lagen zusätzlich Störungen der Organfunktion vor, bestand ein noch höheres Krebs-Risiko. Die präklinische Adipositas war für schätzungsweise 5,5 Prozent, die klinische Adipositas für 4,3 Prozent der mit Adipositas assoziierten Krebsfälle verantwortlich.

Fazit

Das Wissen über die unterschiedlichen Ursachen der MASLD könnte eine bessere Risiko-Vorhersage und individualisierte Behandlung ermöglichen. Nicht zeitnah, aber künftig werden Forschende zudem in der Lage sein, Programme zur Lebensstil-Änderung und Medikamente für die jeweiligen Subtypen auf der Grundlage der verschiedenen Aspekte dieser Krankheit zu entwickeln.


von Katrin Hertrampf

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Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 75 (1-2) Seite 40-41

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  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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