DPP4-Hemmer bald nur noch einmal die Woche?

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DPP4-Hemmer bald nur noch einmal die Woche?

Ein neuer DPP4-Hemmer, der einmal pro Woche eingenommen wird, kontrolliert genauso effektiv den Blutzuckerspiegel, wie ein täglich einzunehmendes Präparat, wie die Ergebnisse einer aktuellen klinischen Studie zeigen.

Das Enzym DPP4 (Dipeptidyl-Peptidase-4) baut bestimmte Darmhormone ab und führt so zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Um das bei Menschen mit Diabetes zu verhindern, werden therapeutische Stoffe eingesetzt, die die Funktion von DPP4 unterbinden oder zumindest hemmen. Diese sogenannten Gliptine kommen meist unterstützend zu anderen Medikamenten wie Metformin zum Einsatz und werden in der Regel einmal täglich als Tablette eingenommen.

Vergleich zwischen Langzeitpräparat und herkömmlichem DPP4-Hemmer

Ziel der aktuellen, durch ein Pharmaunternehmen gesponserten und die im Fachmagazin Diabetes, Obesity and Metabolism veröffentlichten Studie war, die blutzuckersenkende Wirkung eines neuen Langzeitpräparates mit der eines täglich eingenommenen DPP4-Hemmers zu vergleichen. Dazu untersuchte das Forschungsteam insgesamt 642 Frauen und Männer mit Typ-2-Diabetes, die zuvor mindestens zwölf Wochen mit Metformin (mindestens 1.500mg/Tag) behandelt worden waren.

Zudem musste ihr HbA1c zwischen sechseinhalb und neun Prozent liegen. Nach dem Zufallsprinzip verteilt und für die Ärzte verblindet erhielten 322 Probandinnen und Probanden das Langzeitpräparat, während 320 den Wirkstoff täglich einnahmen.

Kein signifikanter Unterschied zwischen den Probandengruppen

Die statistische Auswertung, die vor Studienbeginn festgelegt worden war, ergab nach 24 Wochen keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Der durchschnittliche Ausgangs-HbA1c lag jeweils bei siebeneinhalb Prozent und verringerte sich mit beiden DPP4-Hemmern um etwas weniger als einen halben Prozentpunkt. Die Anzahl an sogenannten „unerwünschten Ereignissen“ (engl. adverse events) war in beiden Gruppen gleich und die Anzahl an Hypoglykämien (Unterzucker) ebenfalls auf vergleichbar niedrigem Niveau, schreiben die Autoren.

Erwähnenswert: die relativ niedrige Verringerung der Blutzuckerwerte. Die Autoren argumentieren hier, dass durch die relativ niedrigen Grundwerte der Patienten auch entsprechend geringere Effekte durch die Medikamente zu erwarten sind. Je höher der HbA1c sei, desto größere Effekte könnten aber durch DPP4-Hemmer erwartet werden.

Wochenpräparat in Japan bereits seit 2015 zugelassen

Aus der Studie insgesamt leiten die Wissenschaftler ab, dass das Langzeitpräparat bei Patienten mit Typ-2-Diabetes die Blutzuckerkontrolle ebenso zuverlässig gewährleistet wie die tägliche Gabe. In Japan ist das Wochenpräparat seit 2015 zugelassen. Inwieweit eine Zulassung auch in Europa angestrebt wird, beschreiben die Autoren in der Studie nicht. Die Ergebnisse sind auch auf der Website clinicaltrials.gov einzusehen.


Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdiensts München

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
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  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
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