- Aus der Community
Durch den Wind … Die Auswirkungen des Föhns auf meinen Diabetes
3 Minuten
Seit bald 15 Jahren lebe ich in der Alpenstadtund musste mich an das föhnige Klima hier gewöhnen. Und auch Hippokrates vermutete bereits, dass Wind und Wetter einen Einfluss auf die Gesundheit haben. Aber inwieweit hat die Wetterfühligkeit Einfluss auf meinen Diabetes?

Innsbruck liegt ungefähr 160 km südlich von München am Rande der Nordkette in einer sogenannten Föhnschneise. Föhn ist ein Fallwind, der vergleichbar einer Wasserströmung über einen Staudamm – in Innsbruck sind es die Alpen – fließt. Es entsteht eine Art Druckdifferenz zwischen Innsbruck im Norden und einem tieferen Druck im Süden. Durch den Druckunterschied entsteht ein starker Wind. Föhn-Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h sind in Innsbruck keine Seltenheit. Es kommt oft zu extremen Temperaturunterschieden, die sich dann auch auf das Gemüt auswirken können. Einen Tag ist es extrem warm. Und am anderen Tag macht die Temperatur einen Absturz von 10 Grad oder mehr. Nichts Ungewöhnliches in Innsbruck! Den Föhn gibt es so stark spürbar vorwiegend in den Alpen.
Doch inwieweit hat dieses Wetterphänomen Auswirkungen auf den Diabetes?
„Wir gehen davon aus, dass der Föhn Auswirkungen auf den Cortisolspiegel und damit auf das menschliche Immunsystem hat”, schreibt Arzt und Psychologe Christian Schubert.
Die extremen Temperaturunterschiede können im Körper Stress auslösen. Manchmal föhnt es extrem und ich muss beim Fahrradfahren aufpassen, dass ich nicht fortgeweht werde. Viele meiner Mitmenschen leiden an solchen Föhntagen unter starken Kopfschmerzen oder Übellaunigkeit. Das Wetter beeinflusst manchmal auch meine Stimmung, obwohl ich glücklicherweise nicht extrem wetterfühlig bin. Teilweise werden auch meine Blutzuckerwerte durch das Wetter beeinflusst. Die Wetterfühligkeit lässt den Blutzucker an diesen Föhntagen manchmal in unerklärliche Höhen steigen oder Tiefen rauschen. Gleichzeitig steigt dann oft unbemerkt mein Kaffekonsum. Ich esse dann mehr „zwischendurch“ oder versuche, diese unruhige Stimmung des Wetters durch Schokolade auszugleichen. Auch das hat sicher indirekt Einfluss auf die Blutzuckerwerte. Ich bin an Föhntagen oft unbewusst unruhig und angespannt.

Hausmittel gegen den Föhn …
Ich begegne der Wetterfühligkeit mit einfachen Hausmittelchen:
- besonders viel trinken – am besten beruhigende Tees wie Melissentee
- trotz Windes viel Bewegung an der frischen Luft (mit meinem Diabetes-Warnhund)
- leichte, kohlenhydratärmere Ernährung mit viel Gemüse und weniger Brot
- Entspannung, Entspannung – soweit das geht!
- genügend schlafen und am besten vor Mitternacht ins Bett gehen
Das Phänomen der Wetterfühligkeit betrifft übrigens nicht nur die Menschen. Auch mein Diabetes-Warnhund Daphne wirkt an solchen Föhntagen meist irgendwie schlaffer und erschöpfter. Ich gebe ihm an solchen Tagen immer eine extra Portion Streicheleinheiten.

Die Bandbreite der Symptome von Wetterfühligkeit ist sicher groß. Ich bin mir sicher, dass jeder sein individuelles Rezept gegen die Symptome finden muss oder hat. Habt ihr Erfahrungen mit Wetterfühligkeit? Schreibt mir dazu. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte!
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anseaticids postete ein Update vor 18 Stunden, 44 Minuten
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 3 Tagen, 17 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 4 Tagen, 9 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
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