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Expertengruppe fordert CGM-Systeme für alle Diabetiker
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Eine Expertengruppe aus den Bereichen Diabetes und Technologie fordert CGM-Systeme für alle Menschen mit Diabetes in Deutschland. Darauf weist die Firma Dexcom in einer Pressemitteilung hin. Durch eine zumindest zeitweise Nutzung der Glukose-Sensoren könnten Betroffene ihre Körper besser kennenlernen und ihre Therapie so anpassen, dass sie normnahe Glukosewerte erreichen, heißt es.
In der Behandlung von Menschen mit Typ-1-Diabetes sind Echtzeit-CGM-Systeme (real-time, rtCGM) inzwischen Standard, und auch bei insulinpflichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes kommen sie regelmäßig zum Einsatz. Nun fordert eine Expertengruppe aus 15 führenden Fachleuten für Diabetes-Therapie und Technologie, CGM-Sensoren für alle Menschen mit Diabetes zugänglich zu machen, so die Firma Dexcom in einer Pressemitteilung. Die Technologie ermögliche es Menschen mit Diabetes, normnahe Glukosewerte zu erreichen und sich vor Stoffwechselentgleisungen und diabetischen Folgeerkrankungen zu schützen.
Die Experten haben 18 Handlungsfelder in Deutschland identifiziert, die es ermöglichen, die schnelle Entwicklung technischer Unterstützer in den Alltag von Diabetesteams und Patienten zu integrieren, heißt es weiter. Ein kürzlich veröffentlichtes Positionspapier der Expertengruppe, das auch online erschienen ist, ermöglicht einen Überblick zum Status Quo und zu künftigen Entwicklungsoptionen.
Die Nutzung der rtCGM-Technologie als Basis des individualisierten und automatisierten Glukose- und Insulinmanagements ist im Alltag vieler Menschen mit Diabetes angekommen. Die Technologie erleichtert auch die telemedizinische Kommunikation und Interaktion zwischen Diabetesteams und Patienten. Durch Visualisierung des Glukoseverlaufs können Menschen mit Diabetes den Zusammenhang zwischen eigenen Handlungen und deren Auswirkungen auf den Glukosespiegel sehr leicht nachvollziehen (Biofeedback), was eine Anpassung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens ermöglicht. Unter anderem aus diesen Gründen hält die Expertengruppe eine Indikationserweiterung für sinnvoll, damit auch Menschen mit Diabetes ohne Insulintherapie von den Vorteilen profitieren.
Laut dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen regelt, ist ein rtCGM-System bei allen Diabetespatienten mit intensivierter Insulintherapie indiziert – was auch den Typ-2-Diabetes einschließt. Die Expertengruppe geht einen Schritt weiter und meint, auch bei nicht mit Insulin behandelten Diabetespatienten könne ein zeitweiliger rtCGM-Einsatz sinnvoll sein. Die Autoren verweisen in diesem Zusammenhang auf aktuelle internationale Leitlinien, zum Beispiel die der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Endokrinologie (AACE), laut der rtCGM für alle Menschen mit Diabetes nutzbar und verfügbar sein sollte.
Durch einfache Interpretationshilfen wie Alarmsignale, Trendpfeile und Farbcodierung der Zeit im Zielbereich (Time in Range, TIR) würden günstige Verhaltensänderungen gefördert, so die Gruppe weiter. Denkbar sei, das erfahrungsgestützte Lernen im Alltag zumindest zeitweise einzusetzen, um die klassische Patientenschulung zu unterstützen. Bereits im Stadium des Prädiabetes könne dieses Alltagscoaching genutzt werden mit dem Ziel, eine günstige Modifikation des Lebensstils anzustoßen und so einem Übergang zum manifesten Diabetes entgegenzuwirken. In diesem Sinne könnte rtCGM in Zukunft auch in der Prävention des Typ-2-Diabetes eine Rolle spielen.
Bei Typ-2-Diabetes ist die Eingrenzung der exzessiven kardiovaskulären Morbidität und Mortalität ein wichtiges Therapieziel. Auch in dieser Hinsicht könnte der Einsatz der rtCGM-Technologie sinnvoll sein, so die Autoren. Von einer Glättung der Glukoseprofile und einer Verlängerung der Zeit im Zielbereich (TIR) sei ein präventiver Effekt mit Blick auf kardiovaskuläre Folgekomplikationen des Diabetes zu erwarten. Dafür gebe es vielfältige Indizien, heißt es im Positionspapier.
Die Experten sprechen sich dafür aus, die Nutzungsoptionen für rtCGM und vernetzte Systeme zügig in Leitlinien und Handlungsempfehlungen festzuschreiben. Die im Oktober 2022 veröffentlichte Praxisempfehlung zur Glukosemessung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat hierzu einen neuen Entscheidungsbaum zum Einsatz von Diabetestechnologie veröffentlicht. Aktuell sei man – angesichts der rasanten technologischen Entwicklung – mit der Formulierung solcher Versorgungsstandards und der Anpassung der Versorgungsstrukturen im Verzug. Auch in der Aus- und Fortbildung sollten die neuen Technologien einen festen Platz erhalten. Wichtig für die Zukunft und die qualitativ hochwertige Patientenversorgung sei die enge und abgestimmte Zusammenarbeit mit den Hausärzten, die als erste Ansprechpartner für Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie eine sehr wichtige Rolle spielen. Ein standardisiertes Fortbildungskonzept zur Diabetestechnologie für Diabetes- und Hausärzteteams könnte an dieser Stelle eine wertvolle Unterstützung bieten, meinen die Experten abschließend.
Quelle: Dexcom | Redaktion
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 17 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 15 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
