- Behandlung
Moderne Wundbehandlung beim Diabetischen Fußsyndrom: Schwierige Wunden mit Kaltplasma heilen
3 Minuten

Fortschritte in der Medizin kommen häufig durch technische Innovationen zustande. An der richtigen Stelle verwendet, können zuvor schlecht heilbare Erkrankungen plötzlich doch beherrscht werden. Ein typisches Beispiel ist die Verwendung von Kaltplasma zur Behandlung von komplizierten Wunden beim Diabetischen Fußsyndrom.
Die Geräte für den Einsatz von Kaltplasma sind mittlerweile technisch so ausgereift, dass eine Anwendung beim Diabetischen Fußsyndrom (DFS) alltagstauglich geworden ist.
Was Kaltplasma ist
Plasma beschreibt einen Aggregat-Zustand neben fest, flüssig und gasförmig. Vereinfacht könnte man energiereiche Luft sagen. Natürlicherweise kommt Plasma auf der Sonne vor, die im Prinzip eine heiße Plasma-Kugel ist. Die Energie entsteht durch Fusion von Wasserstoff-Atomen zu Helium. Solche Prozesse kann man natürlich nicht am Menschen anwenden, sie sind zu heiß. Erst die technische Entwicklung von kaltem atmosphärischem Plasma erlaubt einen Einsatz in der Medizin.
Es ist mittlerweile möglich, durch elektrische Energie Plasma in Form von Gas-Entladungen kontrolliert zu erzeugen. Die Temperatur beträgt dort zwischen 35 und 40 °C. Kalte Plasmen gehen keine thermischen Wechselwirkungen mit Geweben ein. Die Wirkung auf Wunden kommt durch das vom Plasma erzeugte, stimulierende elektrische Feld, chemische Energie (z.B. Ozon) und ultraviolettes Licht zustande.
Plasma unterstützt die Wundheilung
Wenn man große Plasma-Mengen mit menschlichem Gewebe zusammenbringt, kommt es zum Absterben von Zellen. Das wäre bei bösartigen Tumoren gewünscht – nicht aber bei Wunden. Diese sollen heilen und die Hautzellen wachsen. Wenn man aber nur wenig Plasma einsetzt, zeigt sich eine Zunahme der Durchblutung der kleinsten Gefäße, der Mikrozirkulation.
Die in fast allen Wunden befindlichen Bakterien, Viren und Pilze sterben nach Kontakt mit Kaltplasma bereits in geringen Dosen ab. Das gilt auch für Erreger, die nicht auf eine Behandlung mit üblichen Antibiotika ansprechen. Wichtig ist, dass nur oberflächliche Erreger erfasst werden können. Das Verfahren ist somit nur unterstützend und kann eine Einnahme von Antibiotika nicht ersetzen.
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Tag, 21 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße





