- Behandlung
Forscher arbeiten an ‘smarter’ Insulin-Kapsel
2 Minuten

Ein neues Forschungsprojekt soll die Insulingabe revolutionieren: Britische Wissenschaftler wollen eine Kapsel entwickeln, die im Körper durch Kontakt mit Glukose automatisch die richtige Insulinmenge freisetzt. Potentielle Ergebnisse sind aber erst in einigen Jahren zu erwarten.
In Großbritannien haben Forscher an der Universität Birmingham damit begonnen, an der Entwicklung einer neuen ‘smarten’ Insulin-Kapsel zu arbeiten, berichtet die Website ‘The Telegraph’. Diese soll das Hormon bei Menschen mit Diabetes automatisch in richtiger Menge abgeben, wenn sich die Glukosewerte im Körper erhöhen.
Insulingabe abhängig vom jeweiligen Glukoselevel
Die Kapseln sollen Insulin beinhalten und aus Molekülen bestehen, die eine hohe Bindungsaffinität zu Glukose haben. Steigt die Glukosekonzentration im Körper an, sollen die Kapseln sich auflösen und so das Insulin freisetzen. „Wir versuchen ein System zu entwickeln, bei dem das Insulin abhängig von den jeweiligen Glukoseleveln abgegeben wird – also mehr Insulin, wenn die Blutzuckerwerte hoch sind“, erklärt Studienleiter Dr. John Fossey.
Moderne chemische Methoden erlauben es, so Fossey weiter, die Glukosemenge im Körper immer exakter zu bestimmen. Er und sein Forscherteam wollen nun dieselben dafür notwendigen Moleküle nutzen, um daraus eine Hülle für Insulin zu entwerfen, die sich langsam auflöst, wenn sie mit Glukose in Kontakt kommt und so ihren Inhalt freigibt.
Finanzielle Unterstützung von der JDRF
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird finanziell unterstützt von der renommierten JDRF, einer Organisation, die die Förderung der Forschung zur Heilung, Behandlung und Prävention des Typ-1-Diabetes zum Ziel hat. Dort setzt man große Erwartungen in das Projekt, das zu einem neuen „lebensverändernden Behandlungsansatz“ führen könnte, wie die zuständige JDRF-Direktorin Sarah Johnson hofft:
„Dieses frühe Forschungsstadium könnte den Grundstein legen für ein glukose-responsives Insulin, das man einmal täglich oder sogar nur einmal wöchentlich injiziert und das dann auf den Glukosespiegel reagiert wie eine gesunde Bauchspeicheldrüse“
Erstes Ziel: Versuche im Tiermodell in den nächsten 5 Jahren
Studienleiter Fossey und seine Kollegen hoffen, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine solche Insulin-Kapsel zu entwickeln, um ihre Funktionalität dann erst einmal im Tiermodell testen zu können. Eine mögliche Anwendung beim Menschen oder gar Marktreife ist also erst längerfristig zu erwarten.
von Gregor Hess
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße