Forscher arbeiten an ‘smarter’ Insulin-Kapsel

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Forscher arbeiten an ‘smarter’ Insulin-Kapsel

Ein neues Forschungsprojekt soll die Insulingabe revolutionieren: Britische Wissenschaftler wollen eine Kapsel entwickeln, die im Körper durch Kontakt mit Glukose automatisch die richtige Insulinmenge freisetzt. Potentielle Ergebnisse sind aber erst in einigen Jahren zu erwarten.

In Großbritannien haben Forscher an der Universität Birmingham damit begonnen, an der Entwicklung einer neuen ‘smarten’ Insulin-Kapsel zu arbeiten, berichtet die Website ‘The Telegraph’. Diese soll das Hormon bei Menschen mit Diabetes automatisch in richtiger Menge abgeben, wenn sich die Glukosewerte im Körper erhöhen.

Insulingabe abhängig vom jeweiligen Glukoselevel

Die Kapseln sollen Insulin beinhalten und aus Molekülen bestehen, die eine hohe Bindungsaffinität zu Glukose haben. Steigt die Glukosekonzentration im Körper an, sollen die Kapseln sich auflösen und so das Insulin freisetzen. „Wir versuchen ein System zu entwickeln, bei dem das Insulin abhängig von den jeweiligen Glukoseleveln abgegeben wird – also mehr Insulin, wenn die Blutzuckerwerte hoch sind“, erklärt Studienleiter Dr. John Fossey.

Moderne chemische Methoden erlauben es, so Fossey weiter, die Glukosemenge im Körper immer exakter zu bestimmen. Er und sein Forscherteam wollen nun dieselben dafür notwendigen Moleküle nutzen, um daraus eine Hülle für Insulin zu entwerfen, die sich langsam auflöst, wenn sie mit Glukose in Kontakt kommt und so ihren Inhalt freigibt.

Finanzielle Unterstützung von der JDRF

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird finanziell unterstützt von der renommierten JDRF, einer Organisation, die die Förderung der Forschung zur Heilung, Behandlung und Prävention des Typ-1-Diabetes zum Ziel hat. Dort setzt man große Erwartungen in das Projekt, das zu einem neuen „lebensverändernden Behandlungsansatz“ führen könnte, wie die zuständige JDRF-Direktorin Sarah Johnson hofft:

„Dieses frühe Forschungsstadium könnte den Grundstein legen für ein glukose-responsives Insulin, das man einmal täglich oder sogar nur einmal wöchentlich injiziert und das dann auf den Glukosespiegel reagiert wie eine gesunde Bauchspeicheldrüse“

Erstes Ziel: Versuche im Tiermodell in den nächsten 5 Jahren

Studienleiter Fossey und seine Kollegen hoffen, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine solche Insulin-Kapsel zu entwickeln, um ihre Funktionalität dann erst einmal im Tiermodell testen zu können. Eine mögliche Anwendung beim Menschen oder gar Marktreife ist also erst längerfristig zu erwarten.


von Gregor Hess
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  • tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 7 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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