- Leben mit Diabetes
Vorsicht im Urlaub: Schon kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand können den Stoffwechsel beeinflussen
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Im Urlaub sind kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand schnell passiert. Bei Menschen mit Diabetes kann dies den Stoffwechsel beeinflussen und den Glukosespiegel verändern. Warum Wunden bei Diabetes auch auf Reisen besondere Aufmerksamkeit brauchen und worauf es bei der Versorgung ankommt, hat diabetesDE zusammengefasst.
Ein Sonnenbrand nach einem Tag am Strand, Schnittwunden beim Kochen oder eine kleine Verbrennung am Grill oder Campingkocher sind typische Missgeschicke, die im Urlaub vorkommen können. Bei Diabetes sollten solche Verletzungen jedoch nicht einfach abgetan werden, warnt die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in einer Pressemitteilung. Denn diese können den Glukosespiegel verändern. Zudem heilen Wunden bei Menschen mit Diabetes und bestimmten Folge-Erkrankungen langsamer und infizieren sich leichter.
Besonders wichtig ist Aufmerksamkeit an den Füßen bei einer vorliegenden diabetischen Neuropathie. Bei dieser Nervenstörung ist das Schmerzempfinden häufig eingeschränkt. Verletzungen durch Glasscherben, Muscheln oder spitze Steine werden dann unter Umständen erst bemerkt, wenn sich bereits eine Entzündung entwickelt hat.
Verletzungen setzen den Körper unter Stress
Bereits kleinere Wunden lösen im Körper eine Stressreaktion aus. Dabei werden unter anderem Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone können den Glukosespiegel ansteigen lassen. Schmerzen und Entzündungsprozesse können zudem vorübergehend beeinflussen, wie gut Insulin wirkt.
Wer sich verletzt hat, sollte den Glukosespiegel deshalb genauer beobachten und bei Bedarf häufiger kontrollieren. Das gilt insbesondere bei insulinbehandeltem Diabetes. Bei deutlich erhöhten Werten oder Beschwerden sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Sonnenbrand kann mehr als die Haut belasten
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut. Je nach Ausmaß kommen Schmerzen, Flüssigkeitsverlust, Erschöpfung oder Fieber hinzu. Diese Belastungen können sich ebenfalls auf den Glukosehaushalt auswirken.
Vorbeugen lässt sich unter anderem mit konsequentem Sonnenschutz. Dazu gehören geeignete Kleidung, Sonnencreme und der Aufenthalt im Schatten, vor allem in der Mittagszeit. Bei Hitze ist es außerdem wichtig, ausreichend zu trinken. Menschen mit Diabetes sollten ihren Glukosespiegel bei einem stärkeren Sonnenbrand besonders aufmerksam verfolgen.
Was im Urlaub hilft: Verletzungen vermeiden bzw. versorgen
Verletzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Einige einfache Maßnahmen können das Risiko und mögliche Folgen jedoch verringern:
- Sonnenschutz regelmäßig und ausreichend anwenden.
- Bei Hitze genug trinken und den Glukosespiegel aufmerksam beobachten.
- Kleine Wunden reinigen, versorgen und in den folgenden Tagen kontrollieren.
- Bei Neuropathie nicht barfuß laufen und die Füße täglich ansehen.
- Bei zunehmender Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Fieber medizinische Hilfe suchen.
- Bei unplausiblen CGM-Werten die Herstellerangaben beachten und gegebenenfalls zusätzlich punktuell mit einem Blutzuckermessgerät messen.
Stabile Glukosewerte unterstützen die Wundheilung und können dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu senken. Wer Verletzungen früh versorgt und Veränderungen des Glukosespiegels ernst nimmt, kann viele Komplikationen vermeiden.
Schnitt- und Brandwunden versorgen und beobachten
Beim Obstschneiden, Grillen oder Kochen auf dem Campingplatz sind kleine Verletzungen schnell passiert. Die Wunde sollte zunächst gereinigt und entsprechend der Situation versorgt werden. Anschließend ist es sinnvoll, sie in den folgenden Tagen regelmäßig anzusehen.
Nimmt die Rötung zu, schwillt die Stelle an oder werden die Schmerzen stärker, kann dies auf eine Entzündung hindeuten. Auch Eiter, eine zunehmende Überwärmung der Haut oder Fieber sind Gründe, medizinische Hilfe zu suchen. Bei Diabetes sollte nicht unnötig abgewartet werden, weil eine Infektion sich schneller ausbreiten kann.
Bei Neuropathie besser nicht barfuß laufen
Menschen mit diabetischer Neuropathie sollten am Strand, auf Felsen und in unbekanntem Gelände möglichst nicht barfuß unterwegs sein. Ein Fremdkörper kann sich in die Haut bohren, ohne sofort Schmerzen zu verursachen. Auch Druckstellen und Blasen werden möglicherweise erst spät wahrgenommen.
Die Füße sollten daher täglich kontrolliert werden. Nach einem Strandbesuch oder einer Wanderung ist ein zusätzlicher Blick sinnvoll. Dabei sollten auch die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen überprüft werden. Geschlossenes, gut passendes Schuhwerk kann Verletzungen verhindern.
Paracetamol und CGM-Systeme
Nach einer Verletzung wird häufig ein Schmerzmittel eingenommen. Paracetamol beeinflusst den Glukosestoffwechsel in der Regel nicht. Bei einzelnen Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) kann der Wirkstoff jedoch zu Messabweichungen führen.
Wer Paracetamol einnimmt und ein CGM-System trägt, sollte deshalb die Angaben des jeweiligen Herstellers beachten. Erscheint ein Sensorwert unplausibel oder passt er nicht zum eigenen Befinden, kann eine zusätzliche Blutzuckermessung mit einem Messgerät sinnvoll sein.
mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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