Vorsicht im Urlaub: Schon kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand können den Stoffwechsel beeinflussen

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Vorsicht im Urlaub: Schon kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand können den Stoffwechsel beeinflussen | Foto: sosiukin – stock.adobe.com
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Vorsicht im Urlaub: Schon kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand können den Stoffwechsel beeinflussen

Im Urlaub sind kleine Verletzungen oder ein Sonnenbrand schnell passiert. Bei Menschen mit Diabetes kann dies den Stoffwechsel beeinflussen und den Glukosespiegel verändern. Warum Wunden bei Diabetes auch auf Reisen besondere Aufmerksamkeit brauchen und worauf es bei der Versorgung ankommt, hat diabetesDE zusammengefasst.

Ein Sonnenbrand nach einem Tag am Strand, Schnittwunden beim Kochen oder eine kleine Verbrennung am Grill oder Campingkocher sind typische Missgeschicke, die im Urlaub vorkommen können. Bei Diabetes sollten solche Verletzungen jedoch nicht einfach abgetan werden, warnt die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in einer Pressemitteilung. Denn diese können den Glukosespiegel verändern. Zudem heilen Wunden bei Menschen mit Diabetes und bestimmten Folge-Erkrankungen langsamer und infizieren sich leichter.

Besonders wichtig ist Aufmerksamkeit an den Füßen bei einer vorliegenden diabetischen Neuropathie. Bei dieser Nervenstörung ist das Schmerzempfinden häufig eingeschränkt. Verletzungen durch Glasscherben, Muscheln oder spitze Steine werden dann unter Umständen erst bemerkt, wenn sich bereits eine Entzündung entwickelt hat.

Verletzungen setzen den Körper unter Stress

Bereits kleinere Wunden lösen im Körper eine Stressreaktion aus. Dabei werden unter anderem Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone können den Glukosespiegel ansteigen lassen. Schmerzen und Entzündungsprozesse können zudem vorübergehend beeinflussen, wie gut Insulin wirkt.

Wer sich verletzt hat, sollte den Glukosespiegel deshalb genauer beobachten und bei Bedarf häufiger kontrollieren. Das gilt insbesondere bei insulinbehandeltem Diabetes. Bei deutlich erhöhten Werten oder Beschwerden sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.

Sonnenbrand kann mehr als die Haut belasten

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut. Je nach Ausmaß kommen Schmerzen, Flüssigkeitsverlust, Erschöpfung oder Fieber hinzu. Diese Belastungen können sich ebenfalls auf den Glukosehaushalt auswirken.

Vorbeugen lässt sich unter anderem mit konsequentem Sonnenschutz. Dazu gehören geeignete Kleidung, Sonnencreme und der Aufenthalt im Schatten, vor allem in der Mittagszeit. Bei Hitze ist es außerdem wichtig, ausreichend zu trinken. Menschen mit Diabetes sollten ihren Glukosespiegel bei einem stärkeren Sonnenbrand besonders aufmerksam verfolgen.

Was im Urlaub hilft: Verletzungen vermeiden bzw. versorgen

Verletzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Einige einfache Maßnahmen können das Risiko und mögliche Folgen jedoch verringern:

  • Sonnenschutz regelmäßig und ausreichend anwenden.
  • Bei Hitze genug trinken und den Glukosespiegel aufmerksam beobachten.
  • Kleine Wunden reinigen, versorgen und in den folgenden Tagen kontrollieren.
  • Bei Neuropathie nicht barfuß laufen und die Füße täglich ansehen.
  • Bei zunehmender Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Fieber medizinische Hilfe suchen.
  • Bei unplausiblen CGM-Werten die Herstellerangaben beachten und gegebenenfalls zusätzlich punktuell mit einem Blutzuckermessgerät messen.

Stabile Glukosewerte unterstützen die Wundheilung und können dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu senken. Wer Verletzungen früh versorgt und Veränderungen des Glukosespiegels ernst nimmt, kann viele Komplikationen vermeiden.

Schnitt- und Brandwunden versorgen und beobachten

Beim Obstschneiden, Grillen oder Kochen auf dem Campingplatz sind kleine Verletzungen schnell passiert. Die Wunde sollte zunächst gereinigt und entsprechend der Situation versorgt werden. Anschließend ist es sinnvoll, sie in den folgenden Tagen regelmäßig anzusehen.

Nimmt die Rötung zu, schwillt die Stelle an oder werden die Schmerzen stärker, kann dies auf eine Entzündung hindeuten. Auch Eiter, eine zunehmende Überwärmung der Haut oder Fieber sind Gründe, medizinische Hilfe zu suchen. Bei Diabetes sollte nicht unnötig abgewartet werden, weil eine Infektion sich schneller ausbreiten kann.

Bei Neuropathie besser nicht barfuß laufen

Menschen mit diabetischer Neuropathie sollten am Strand, auf Felsen und in unbekanntem Gelände möglichst nicht barfuß unterwegs sein. Ein Fremdkörper kann sich in die Haut bohren, ohne sofort Schmerzen zu verursachen. Auch Druckstellen und Blasen werden möglicherweise erst spät wahrgenommen.

Die Füße sollten daher täglich kontrolliert werden. Nach einem Strandbesuch oder einer Wanderung ist ein zusätzlicher Blick sinnvoll. Dabei sollten auch die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen überprüft werden. Geschlossenes, gut passendes Schuhwerk kann Verletzungen verhindern.

Paracetamol und CGM-Systeme

Nach einer Verletzung wird häufig ein Schmerzmittel eingenommen. Paracetamol beeinflusst den Glukosestoffwechsel in der Regel nicht. Bei einzelnen Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) kann der Wirkstoff jedoch zu Messabweichungen führen.

Wer Paracetamol einnimmt und ein CGM-System trägt, sollte deshalb die Angaben des jeweiligen Herstellers beachten. Erscheint ein Sensorwert unplausibel oder passt er nicht zum eigenen Befinden, kann eine zusätzliche Blutzuckermessung mit einem Messgerät sinnvoll sein.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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  • uho1 postete ein Update vor 13 Stunden, 35 Minuten

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂