Forscher entdecken neue Wirkstoffklasse

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© Manuel Schäfer - Fotolia
Forscher entdecken neue Wirkstoffklasse

Ein US-amerikanisches Wissenschaftlerteam berichten in einer Forschungsarbeit über eine neue Substanz, die sich für die Behandlung des Typ-2-Diabetes eignen könnte. Sie unterbindet die Bildung von Zucker in der Leber, verbessert den Stoffwechsel und die Insulinwirkung – bisher allerdings nur im Tiermodell.

Ist die sogenannte Basistherapie bei Typ-2-Diabetes nicht erfolgreich, kommen verschiedene Diabetesmedikamente zum Einsatz. Sie sollen eine Gewichtsabnahme und eine Blutzuckersenkung erreichen. Für bessere Ergebnisse und mehr Möglichkeiten, die Therapie auf den einzelnen Patienten anzupassen, suchen Forscher weltweit nach neuen Behandlungsstrategien. Eine Gruppe aus den USA könnte nun ein neues Werkzeug gefunden haben.

350.000 verschiedene Substanzen wurden insgesamt getestet

Dafür konzentrierten sie sich auf das Molekül PGC-1a: Es steuert die Bildung von Zucker (Glukose) in der Leber und beeinflusst den Energiehaushalt. Diese Eigenschaften machen es zu einer sehr geeigneten Zielstruktur für Diabetesmedikamente. Allerdings galt PGC-1a, den Autoren zufolge, bisher als non-druggable, also nicht durch Medikamente beeinflussbar.

Um dieser Annahme auf den Grund zu gehen, entwarfen sie ein groß angelegtes Suchverfahren nach möglichen Wirkstoffen, ein sogenanntes Hochdurchsatz-Screening. Damit testeten sie rund 350.000 verschiedene Substanzen hinsichtlich ihres Einflusses auf PGC-1a. Dabei kristallisierten sich weit über 700 Kandidaten heraus. In weiteren Versuchen testeten die Wissenschaftler diese umfangreich auf gute Wirksamkeit und Verträglichkeit, sodass sich die Liste auf neun mögliche Verbindungen reduzierte.

Im Tiermodell verbesserten sich Nüchternblutzucker und Insulinsensitivität

Den vielversprechendsten Kandidaten (eine Substanz mit dem Namen SR-18292) testeten die Forscher dann zunächst an menschlichen Leberzellen und in der Folge auch an Mäusen mit Typ-2-Diabetes. Dabei beobachteten sie, dass die Gabe des Wirkstoffs die Aktivität von PGC-1a bremste. In der Folge verbesserten sich bei den Tieren der Nüchternblutzucker sowie die Insulinsensitivität.

Letzteres bezeichnet die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin, also wie gut das Hormon den Blutzucker kontrollieren kann. Entsprechend verbesserte sich bei den Versuchstieren auch der Zuckerstoffwechsel durch die Testsubstanz. Wie von den Forschern vermutet, gingen die Effekte auf eine geringere Zuckerproduktion in der Leber zurück.

Die Publikation im renommierten Fachjournal Cell spricht dafür, dass die Fachwelt die neue Wirkstoffklasse für relevant hält. Nach eigenen Angaben wissen die Forscher bisher allerdings noch nicht konkret, durch welchen Mechanismus die Testsubstanz genau auf PGC-1a wirkt. Zudem müssten künftige Studien noch beweisen, dass auch menschliche Diabetespatienten gefahrlos davon profitieren können. Entsprechend viel Arbeit und Zeit müsste noch investiert werden.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 15 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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