- Behandlung
Forscher lassen Magenzellen Insulin produzieren
2 Minuten
Forschern ist es gelungen, Zellen des Magenausgangs in insulinproduzierende Betazellen umzuwandeln und sie im Tiermodell erfolgreich den Blutzucker regulieren zu lassen. Dies könnte neue Behandlungsansätze ermöglichen.
Der Schlüssel zu einer neuen Zelltherapie bei Diabetes könnte im Magen liegen. Forscher der Harvard University haben aus Magenzellen “Mini-Organe” gezüchtet, die nach der Transplantation in Mäusen Insulin produzieren. Bei Typ-1-Diabetes führt die Zerstörung der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zum Stopp der Insulinproduktion und damit zu einer nicht mehr funktionierenden Regulierung der Blutzuckerwerte. Bereits seit Jahren suchen Forscher nach einer Möglichkeit, diese Beta-Zellen zu ersetzen.
Pylorus-Zellen von Vorteil
Die jetzt in “Cell Stem Cell” veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass Zellen aus dem unteren Bereich des Magens, dem Pylorus, über das größte Potenzial verfügen, zu Beta-Zellen umprogrammiert zu werden. Die Experten veränderten Mäuse gentechnisch dahingehend, dass sie drei Gene exprimierten, die über die Fähigkeit verfügen, Zellen in Beta-Zellen umzuwandeln. Damit ließ sich ermitteln, welche Zellen in den Tieren am besten geeignet sind.
Es zeigte sich, dass die Zellen des Pylorus am stärksten auf hohe Blutzuckerwerte reagierten. Sie produzierten Insulin, um die Werte wieder auf einen normalen Stand zu bringen. Um die Leistungsfähigkeit dieser Zellen zu testen, zerstörten die Forscher die Beta-Zellen bei zwei Gruppen von Mäusen. Bei einer wurden die Pylorus-Zellen so umprogrammiert, dass sie wie Beta-Zellen agierten, bei der zweiten nicht.
Die Tiere der Kontrollgruppe starben innerhalb von acht Wochen. Die Mäuse der ersten Gruppe behielten ihre Insulin- und Zuckerwerte für den gesamten Überwachungszeitraum von bis zu sechs Monaten. Das legt nahe, dass die umprogrammierten Zellen das Fehlen der Beta-Zellen ausglichen. Pylorus-Zellen sind wahrscheinlich deshalb am besten geeignet, weil sie den Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse am ähnlichsten sind. Ein weiterer Vorteil dieser Zellen liegt darin, dass die Stammzellen dieser Region sich selbst regelmäßig erneuern.
Zellversuche mit Mäusen
Das bei den Mäusen durchgeführte Verfahren wäre für den Einsatz beim Menschen nicht geeignet. Daher entnahmen die Forscher Gewebe aus dem Magen der Mäuse und veränderten es im Labor so, dass es über die Fähigkeit verfügte, Magenzellen in Beta-Zellen umzuwandeln. In einem nächsten Schritt wurden diese Zellen dazu gebracht, einen Mini-Magen mit einem Durchmesser von einem halben bis zu einem Zentimeter zu bilden. Diese winzigen Organe wurden den Tieren dann in die membrane Bauchhöhle implantiert.
Das Team zerstörte die Beta-Zelle der Mäuse, um zu überprüfen, ob die winzigen Organe funktionierten. Bei fünf von 22 Mäusen blieben die Blutzuckerwerte normal. Diese Ergebnisse entsprachen den Erwartungen. Die langfristig zu klärende Fragestellung wird jedoch sein, ob das implantierte Gewebe seine Funktion richtig aufnehmen kann.
Quelle: Meldung von pressetext.de
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
