Forscher lösen 20 Jahre altes Rätsel

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© fotolia/Barbara Pheby
Forscher lösen 20 Jahre altes Rätsel

Englische Wissenschaftler haben eine bahnbrechende Entdeckung bezüglich des Autoimmunprozesses bei der Entstehung des Typ-1-Diabetes gemacht.

Ein Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Autoimmunprozess – also durch ein fehlgeleitetes Immunsystem, das sich gegen Substanzen des eigenen Körpers richtet und bestimmte Strukturen der Beta-Zellen angreift und diese insulinproduzierenden Zellen letztlich zerstört. In vorangegangenen Studien konnte anhand des Vorhandenseins von speziellen Antikörpern bei Typ-1-Diabetikern bereits nachgewiesen werden, dass es hierbei fünf molekulare Hauptziele gibt, die vom Immunsystem attackiert werden.

Nach über 20 Jahren Forschung: „Wir haben nun das ganze Bild“

Identifiziert werden konnten bislang aber nur vier dieser Ziele: Insulin, Zink-Transporter 8 (ZnT8), Glutamat-Decarboxylase (GAD) und Tyrosinphosphatase (IA-2). Nach dem fünften und letzten Molekül, welches als Antigen fungiert und so zur Bildung von Antikörpern führt, wird seit rund 20 Jahren fieberhaft geforscht.

Die Suche hat nun ein Ende: Wissenschaftler der Universität Lincoln in Großbritannien haben das Enzym Tetraspanin-7 (TSPAN7) als letztes fehlendes Puzzleteil identifizieren können. Der Leiter der Studie, Dr. Michael Christie, kommentierte diesen Erfolg gegenüber der britischen Rundfunkanstalt BBC wie folgt: “Mit dieser Entdeckung haben wir abschließend klären können, auf was das Immunsystem [beim Autoimmunprozess] abzielt – wir haben nun das ganze Bild.” Veröffentlicht wurden diese neuen Erkenntnisse im Fachmagazin Diabetes.

Präventive Behandlungsansatz ist greifbarer geworden

“Wenn das Immunsystem erst einmal entschieden hat, etwas Bestimmtes loszuwerden, ist es sehr schwer, es davon abzuhalten. Deshalb ist ein Typ-1-Diabetes auch eine sehr schwer zu stoppende Erkrankung”, so der britische Mediziner und Biochemiker weiter. “Deshalb hoffen wir, durch diese abschließende Identifizierung der fünf Hauptziele nun Wege zu finden, die Entehung von Typ-1-Diabetes zu verhindern, indem die Immunantwort auf diese fünf Proteine blockiert wird, ohne das generelle Infektionsrisiko der Patienten zu erhöhen.”

Diese und weitere neue Erkenntnisse der jüngeren Vergangenheit über den Typ-1-Diabetes stimmen Christie optimistisch. Er sei voller Hoffnung, dass darauf basierend bald eine präventive Behandlungs­möglichkeit gefunden werden könnte: “Ich habe viel mehr Zuversicht als noch vor fünf Jahren.”


von Gregor Hess
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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße