- Behandlung
Forscher lösen 20 Jahre altes Rätsel
2 Minuten
Englische Wissenschaftler haben eine bahnbrechende Entdeckung bezüglich des Autoimmunprozesses bei der Entstehung des Typ-1-Diabetes gemacht.
Ein Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Autoimmunprozess – also durch ein fehlgeleitetes Immunsystem, das sich gegen Substanzen des eigenen Körpers richtet und bestimmte Strukturen der Beta-Zellen angreift und diese insulinproduzierenden Zellen letztlich zerstört. In vorangegangenen Studien konnte anhand des Vorhandenseins von speziellen Antikörpern bei Typ-1-Diabetikern bereits nachgewiesen werden, dass es hierbei fünf molekulare Hauptziele gibt, die vom Immunsystem attackiert werden.
Nach über 20 Jahren Forschung: „Wir haben nun das ganze Bild“
Identifiziert werden konnten bislang aber nur vier dieser Ziele: Insulin, Zink-Transporter 8 (ZnT8), Glutamat-Decarboxylase (GAD) und Tyrosinphosphatase (IA-2). Nach dem fünften und letzten Molekül, welches als Antigen fungiert und so zur Bildung von Antikörpern führt, wird seit rund 20 Jahren fieberhaft geforscht.
Die Suche hat nun ein Ende: Wissenschaftler der Universität Lincoln in Großbritannien haben das Enzym Tetraspanin-7 (TSPAN7) als letztes fehlendes Puzzleteil identifizieren können. Der Leiter der Studie, Dr. Michael Christie, kommentierte diesen Erfolg gegenüber der britischen Rundfunkanstalt BBC wie folgt: “Mit dieser Entdeckung haben wir abschließend klären können, auf was das Immunsystem [beim Autoimmunprozess] abzielt – wir haben nun das ganze Bild.” Veröffentlicht wurden diese neuen Erkenntnisse im Fachmagazin Diabetes.
Präventive Behandlungsansatz ist greifbarer geworden
“Wenn das Immunsystem erst einmal entschieden hat, etwas Bestimmtes loszuwerden, ist es sehr schwer, es davon abzuhalten. Deshalb ist ein Typ-1-Diabetes auch eine sehr schwer zu stoppende Erkrankung”, so der britische Mediziner und Biochemiker weiter. “Deshalb hoffen wir, durch diese abschließende Identifizierung der fünf Hauptziele nun Wege zu finden, die Entehung von Typ-1-Diabetes zu verhindern, indem die Immunantwort auf diese fünf Proteine blockiert wird, ohne das generelle Infektionsrisiko der Patienten zu erhöhen.”
Diese und weitere neue Erkenntnisse der jüngeren Vergangenheit über den Typ-1-Diabetes stimmen Christie optimistisch. Er sei voller Hoffnung, dass darauf basierend bald eine präventive Behandlungsmöglichkeit gefunden werden könnte: “Ich habe viel mehr Zuversicht als noch vor fünf Jahren.”
von Gregor Hess
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
