- Behandlung
Forschung für mehr Lebensqualität
3 Minuten
Bei einem Besuch des Stoffwechselforschungsinstituts Profil in Neuss zeigte sich NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze beeindruckt von der engen Verzahnung von Forschung und Praxis.
Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes, Tendenz steigend. Um das Leben der Betroffenen zu erleichtern, arbeiten Wissenschaftler und Industrie konsequent an weiteren Verbesserungen der Therapie, wie zum Beispiel das Profil Institut für Stoffwechselforschung mit Sitz in Neuss und Mainz. Seit rund 17 Jahren arbeitet Profil gemeinsam mit der Pharmaindustrie daran, neue Arzneimittel für die Diabetes-Behandlung zu entwickeln.
Auch die Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe und Techniken wird von Profil aktiv unterstützt. Um sich über den aktuellen Stand der Diabetesforschung zu informieren, hat Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, jetzt das renommierte Auftragsforschungsinstitut besucht.
Aus anfangs 6 wurden mittlerweile mehr als 320 Mitarbeiter
Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin von der Erfolgsgeschichte sowie dem besonderen Forschungsansatz von Profil. “Es ist faszinierend zu sehen, wie im Fall von Profil Forschung, Wissenschaft und Industrie so gut und eng zusammenarbeiten”, sagte Schulze. Bis heute ist das Institut seinem Ursprung – der Wissenschaft – treu geblieben. So ist Profil im Jahr 1999 aus einer akademischen Studiengruppe der Klinik für Stoffwechselkrankheiten und Ernährung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden.
Was damals mit sechs Mitarbeitern begann, hat sich bis heute zu einem der führenden Institute für Stoffwechselforschung entwickelt: Mehr als 320 Mitarbeiter, darunter Experten mit verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten, arbeiten heute an den Standorten in Neuss und Mainz. In modernen Kliniken mit insgesamt 80 Betten können dort das ganze Jahr über klinische Studien im Bereich Arzneimittelforschung und Medizintechnik durchgeführt werden.
“Neben der Auftragsforschung ist uns nach wie vor der wissenschaftliche Ansatz ein großes Anliegen”, betonte Geschäftsführer Dr. Christoph Kapitza. “Wir möchten Werte schaffen und die Forschung, Entwicklung sowie das Wissen im Bereich Stoffwechselerkrankungen weiter aktiv vorantreiben. Deshalb arbeiten wir stets parallel auch an unabhängigen Projekten mit Universitäten, Verbänden und Organisationen. So ist Profil unter anderem Partner im vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW geförderten Regionalen Innovationsnetzwerk Diabetes sowie in der Europäischen Gesundheitsinitiative EIT Health.”
Neue Wege zur nachhaltigen Versorgung
Einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und in die innovative Arbeitsweise bei Profil gewährten der Ministerin Prof. Dr. Freimut Schliess, Director Science & Innovation, Dr. Carsten Benesch, Director Technical Development, und Dr. Sabine Arnolds, Medical Liaison. Mit den sogenannten Clamp-Studien, einer speziellen von den Behörden für die Charakterisierung der Wirkprofile neuer Insuline vorgeschriebenen Messmethode, ist Profil sogar weltweit das führende Auftragsforschungsinstitut.
Mit ClampArt® wurde von Profil ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt entwickelt, welches die Charakterisierung von Insulinen in höchster Qualität möglich macht und dem Unternehmen dadurch Marktführerschaft in diesem Bereich sichert. Ganze 23.000 “Clamps” hat das Institut bereits durchgeführt – dies ist weltweit einzigartig. Dank der intensiven und innovativen Forschung bei Profil könnte so beispielsweise die Einnahme von Insulin als Tablette oder die Messung des Blutzuckers ohne Stechen mit zuverlässigen Messwerten bald möglich sein.
Auch weitere fortschrittliche Techniken wie die kontinuierliche Glukosemessung als Bestandteil einer künstlichen Bauchspeicheldrüse werden in Neuss und Mainz erforscht, um die Diabetes-Therapie zu verbessern.
Patienteninitiierte Forschung: der Patient als Experte
Wie sehr bei der Forschung durch Profil auch der Patient im Mittelpunkt steht, beweist das aktive Engagement im Rahmen des Projekts “Patienteninitiierte Forschung”. Hierdurch sollen Betroffene die Möglichkeit erhalten, sich bei der Initiierung von Forschungsvorhaben im Bereich Diabetes konkret mit einzubringen und die aktuelle Forschung dahingehend zu beeinflussen, dass diese sich gezielter an ihren Fragen und Bedürfnissen orientiert.
“Die Arbeitsweise und der Innovationsgeist bei Profil sind beispielhaft”, so die Ministerin abschließend. “Ich bin sehr zuversichtlich, dass durch das Engagement und Know-how in Neuss und Mainz sicher noch viele weitere Innovationen auf den Weg gebracht werden, die die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes und ihren Familien maßgeblich verbessern werden.”
Kein Fortschritt ohne klinische Studien
Komfortablere Blutzuckermessung, verbessertes Insulin, künstliche Bauchspeicheldrüse – damit derartige wissenschaftliche Durchbrüche möglich werden, bedarf es des Engagements vieler Freiwilliger, die als Studienteilnehmer die Forschung unterstützen. Allein im Jahr 2015 haben bei Profil mehr als 1.500 Screenings stattgefunden.
Zahlreiche freiwillige Studienteilnehmer aus ganz Deutschland haben so erfolgreich dazu beigetragen, neue Medikamente und Behandlungsmethoden zu entwickeln und damit Betroffenen maßgeblich zu helfen. Wer das Institut bei der Forschung aktiv unterstützen möchte, kann sich jederzeit in der Probandendatenbank von Profil registrieren lassen.
Quelle: Pressemitteilung des Profil Instituts für Stoffwechselforschung GmbH
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 20 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Tagen, 18 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
