Genaues Dosieren bei Tropfen oft schwierig

< 1 minute

Genaues Dosieren bei Tropfen oft schwierig

Schladming, 17.01.2018 – Tropfen sind alltägliche Arzneimittel. “Sie richtig zu dosieren ist alles andere als trivial. Wenn ein Patient Probleme mit seinen Arzneitropfen hat, sollte er sich in seiner Apotheke die korrekte Anwendung demonstrieren lassen”, sagte Apotheker Dr. Wolfgang Kircher beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer.

Tropfen haben den Vorteil, dass das Arzneimittel in kleinen Schritten individuell dosiert werden kann. Das bedeutet umgekehrt, dass die korrekte Handhabung extrem wichtig ist. Kircher gibt ein Beispiel: “Fertigarzneimittel mit Wirkstoff Diazepam werden als Tropfen zur Beruhigung verordnet. Der Standarddosis 10 Milligramm entsprechen bei dem einem Generikum 20 und bei dem anderen Generikum 28 Tropfen. Das ist ein Unterschied von 40 Prozent. Patienten brauchen deshalb eine eindeutige Anleitung, wie sie Tropfen richtig dosieren.”

Je nach Verschluss der Flasche müssen manche Arzneifläschchen beim Abzählen der Tropfen senkrecht, andere aber schräg gehalten werden. Wird das aus Unkenntnis falsch macht, stimmt die Dosis nicht mehr. Es kann zu Unterdosierungen von bis zu 25 Prozent kommen, ohne dass der Patient das überhaupt bemerkt. Der Apotheker kann hier helfen, indem er Patienten – nach Rücksprache mit dem Arzt – eine Dosierspritze aushändigt und den Umgang damit erklärt.

Tropfgeschwindigkeit: von Präparat zu Präparat unterschiedlich

Die Tropfgeschwindigkeit kann sich von Präparat zu Präparat unterscheiden. “Wenn drei Tropfen oder mehr pro Sekunde fallen, kann das kein Mensch mehr korrekt sehen. Besser ist es dann, die Tropfen in einen leeren Joghurtbecher fallen zu lassen. Dann ergibt jeder Tropfen einen Ton, und dieses akustische Signal lässt sich leichter zählen”, rät Kircher.

Auch wenn Pipetten zum tropfenweisen Dosieren eingesetzt werden, ist es relevant, wie die jeweilige Pipette konstruiert ist. Pipetten mit einer geraden Abtropffläche müssen für eine richtige Dosierung senkrecht gehalten werden. Bei Pipetten mit einer kugelförmigen Abtropffläche spielt die Haltung hingegen keine Rolle.


Quelle: Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte
Sommer auf dem Grill: Aprikosen und Nektarinen werden mit Zitronensaft und Rosmarin aromatisiert, mit Camembert überbacken und in nur 20 Minuten servierfertig. Mit Nährwerten pro Portion eignet sich das Dessert auch für die diabetesbewusste Küche.
Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

2 Minuten

Kinderbuch-Autorin Samira Firoziboyaghchi: Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg
Samira Firoziboyaghchi wuchs im Iran auf und bekam als junge Frau Typ-1-Diabetes. Inzwischen lebt sie in Deutschland. Ihr Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg. Auch deshalb hat sie das Kinderbuch „Mira und der blaue Drache“ geschrieben, dass Kindern mit Diabetes Mut machen und Stärke geben soll.
Kinderbuch-Autorin Samira Firoziboyaghchi: Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg | Foto: privat

8 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände