Gesund im Mund – und ich trotze COVID-19!

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Community-Beitrag
Gesund im Mund – und ich trotze COVID-19!

Die Corona-Pandemie hat vieles in unserem Leben verändert. Spannend finde ich, was sie neben den klassischen Themen wie dem Infektionsrisiko für Diabetiker noch in den Fokus bringt. Das ist zum Beispiel, welchen Zusammenhang es zwischen der Gesundheit im Mund und dem Diabetes gibt – und was das Ganze mit dem Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, zu tun hat.

Diabetes und Parodontitis hängen eng zusammen

Ich selbst habe schon seit meiner Kindheit ein behandlungs- und reparaturbedürftiges Gebiss, trotz vernünftiger Zahnpflege. Auch der Zahnhalteapparat, also das Parodontium, war schon betroffen. Ob das tatsächlich durch den Diabetes kommt, kann ich nicht sagen, denn gerade hier spielen natürlich viele Faktoren hinein. Bekannt ist aber, wie die Bundeszahnärztekammer informiert, dass bei Diabetikern im Vergleich zu Nichtdiabetikern das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, dreimal so hoch ist. Umgekehrt beeinflusst eine Parodontitis den Diabetes negativ. Allein schon deshalb ist es mir wichtig, mich gut um meine Zähne und mein Zahnfleisch zu kümmern. Außerdem lasse ich regelmäßig durch meinen Zahnarzt alles im Mund kontrollieren.

Terminplaner mit Eintragung für Zahnarzt
Quelle: fovito – AdobeStock

WHO: Parodontitis ist ein weltweites Problem

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet die Parodontitis als gravierende Erkrankung: Geschätzt 10 Prozent der Menschen weltweit sind von einer schweren Parodontitis betroffen. Auf ihrer Internetseite zitiert die WHO einen Artikel, in dem die Autoren schreiben, dass der größte Teil der Länder der Erde ein System etablieren muss, durch das Erkrankungen des Zahnhalteapparats und der Mundgesundheit allgemein erfasst werden.

Gebissmodell mit Schild Parodontitis
Quelle: HNFOTO – AdobeStock

Gleiche Risikofaktoren

Die WHO stellt auch einen klaren Zusammenhang zwischen Erkrankungen des Mundes, zu denen neben der Parodontitis in erster Linie die Karies gehört, und nichtübertragbaren Volkskrankheiten wie Herzkrankheiten, Krebs chronischen Atemwegserkrankungen und eben Diabetes (in diesem Fall Typ-2-Diabetes) her. So sind die Risikofaktoren die gleichen: Rauchen, Alkoholkonsum und ungesunde Ernährung mit hohem Zuckeranteil.

Parodontitis könnte COVID-19-Risiko erhöhen

Als das Virus SARS-CoV-2 anfing, sich zu verbreiten, begannen viele Mediziner, sich intensiv damit zu beschäftigen, auch Zahnmediziner. Es wurde schnell klar, dass es auch hier einen Zusammenhang gibt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Roland Frankenberger, teilt mit: „Es existieren mittlerweile Daten, dass in Gebieten, in denen die mangelnde Mundhygiene mehr Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis verursacht, auch vermehrt tödliche Verläufe einer Corona-Erkrankung zu verzeichnen sind.“ Eine gesunde Mundhöhle wirkt nach seiner Aussage als Barriere gegen alle möglichen Krankheiten und das gelte auch für COVID-19. Lernen musste ich dabei, dass eine Parodontitis zu einer Zahnfleischentzündung führt, die einer offenen Wunde von etwa 40 Quadratzentimetern entspricht.

Corona-Viren vor Nase und Mund
Quelle: peterschreiber.media – AdobeStock

Virus scheint im Mund stark anzudocken

Neuere Forschungen zeigen, dass die Stellen, an die die Viren wahrscheinlich bevorzugt andocken, in großer Zahl in der Mundhöhle zu finden sind. Und im Speichel ließen sich bei Infizierten hohe Viruskonzentrationen nachweisen, wie in mehreren Studien dargestellt wird (To et al. 2020, Chen et al. 2020, To et al. 2020). In einem Artikel, der gemeinsam u.a. von Diabetologen und Zahnmedizinern geschrieben wurde, wird ausdrücklich auf den problematischen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und COVID-19-Risiko hingewiesen. Patienten mit einer Zahnfleischerkrankung seien wahrscheinlich einem erhöhten Risiko für eine COVID-19-Infektion ausgesetzt. Ein weiteres Problem dabei beschreiben die Autoren: Solche Risikopatienten sind sich, weil sie keine Symptome spüren, ihres Risikos meist nicht bewusst.

Stimmt meine Schutzbarriere im Mund?

Instrumente zur Zahnpflege
Quelle: Marina Lohrbach – AdobeStock

Was bedeutet das nun für mich und möglicherweise auch für andere Diabetiker? Ich kümmere mich natürlich noch intensiver um eine gute Zahn- und Mundpflege. Um die Schutzbarriere im Mund gesund zu halten – und damit vielleicht auch mein Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion zu reduzieren. Ob ich im Moment eine Parodontitis habe, teste ich mit dem Selbsttest der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO): Es sieht gut aus!

Information der Redaktion: Wer wissen will, ob er eine Entzündung im Mund hat, kann das auch selbst testen. Mit einem Test auf das Enzym aMMP-8 (aktivierte Matrix-Metalloproteinase-8). Wichtig: Der Test für zuhause ersetzt natürlich nicht den Besuch beim Zahnarzt und die professionelle Zahnreinigung! Hergestellt wird der Test von dentognostics.
Der Kirchheim-Verlag hat 20 dieser Tests mit dem Namen PerioSafe Home im Wert von je 29,95 Euro zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu verlosen. Hier geht es zur Verlosung. Mitmachen könnt ihr bis zum 20. September 2020.

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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