Grippeschutzimpfung für Herzpatienten besonders wichtig

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Grippeschutzimpfung für Herzpatienten besonders wichtig

Die echte Grippe ist keine harmlose Erkältung, sondern kann für Herzpatienten schwerwiegende Folgen haben. Die Deutsche Herzstiftung rät daher Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sich am besten schon im Herbst gegen Influenza-Viren impfen zu lassen.

Menschen mit Vorerkrankungen haben bei einer Influenza ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken oder Folgeinfektionen zu erleiden – im schlimmsten Fall kann das tödlich enden. „Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten bei Grippe als gefährdet, insbesondere Menschen mit Herzschwäche“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung. Nach der ungewöhnlich schweren Grippewelle im vergangenen Winter rät die Herzstiftung Herzkranken deshalb, die Möglichkeit der Grippeimpfung zu nutzen.

Mehr Informationen zum Thema Grippeschutzimpfung bietet der Beitrag „Grippeschutzimpfung für Herzkranke: Muss das sein?“ in der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, die kostenfrei per Tel. unter 069/955128400 oder E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de
(Stichwort: „Grippeschutzimpfung“) angefordert werden kann.

Der leicht verständliche Artikel geht auf häufige Fragen ein wie: Welchen Personen wird empfohlen, sich impfen zu lassen? Was macht Grippeviren so gefährlich? Warum soll in der kommenden Saison der Vierfach-Impfstoff verwendet werden? Kann es trotz Grippeschutzimpfung zu einer Erkrankung kommen?

Wer sich impfen lassen sollte

Grundsätzlich kann jeder die Möglichkeit der Grippeschutzimpfung nutzen. Empfohlen wird die Impfung vor allem folgenden Personengruppen:

  • älteren Menschen ab dem 60. Lebensjahr
  • Menschen mit einer höhten gesundheitlichen Gefährdung infolge einer Grunderkrankung, beispielsweise chronischen Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes
    Schwangeren
  • medizinischem Personal und Betreuer von Risikopatienten
  • Beschäftigten in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr

Da sich Grippeviren ständig verändern, muss der Impfstoff in jedem Jahr neu angepasst werden. Die oben genannten Gruppen sollten sich daher jährlich vor Beginn der Grippesaison impfen lassen. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Oktober oder November. Wer die Impfung im Herbst versäumt, kann dies aber auch noch nach Beginn der Grippewelle im Dezember oder Januar nachholen.

Kein hundertprozentiger Schutz

Einen hundertprozentigen Schutz kann keine Impfung bieten. Der aktuell erhältliche Vierfach-Impfstoff schützt gegen die am häufigsten vorkommenden Virenstämme. Dennoch kann es trotz Grippeimpfung zu einer Erkrankung kommen, beispielsweise wenn der Impfschutz noch nicht voll ausgebildet ist oder sich Viren verändern.

Wer Symptome wie hohes Fieber, Schüttelfrost oder Kopf- und Gliederschmerzen entwickelt, sollte daher frühzeitig zum Arzt gehen und sich behandeln lassen.
In der Regel ist die saisonale Grippeimpfung gut verträglich. Gelegentlich kommt es zu Müdigkeit, leichten Kopf- oder Gliederschmerzen oder zu einer Rötung der Einstichstelle. Im Vergleich zu den möglichen Folgen einer Erkrankung sind diese Symptome aber harmlos.

Ab 60 Jahren auch gegen Pneumokokken impfen lassen

Bei einer Grippe kann es zusätzlich zu einer Infektion mit Pneumokokken kommen. Die Bakterien können unter anderem Mittelohr- und Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen auslösen. Älteren Menschen ab 60 Jahren wird daher zusätzlich zur Impfung gegen Pneumokokken geraten.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung e.V.

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