- Behandlung
Gut eingestellter Diabetes spart Geld
2 Minuten
Eine neue Studie zu Liegezeiten mit Diabetes im Krankenhaus zeigt: Ein gutes Diabetes-Management senkt die Behandlungskosten bei statiönaren Behandlungen.
Bis zu einem Drittel aller Krankenhauspatienten hat einen erhöhten Blutzucker, häufig ohne es zu wissen. Neue Untersuchungen zeigen, dass Diabetes mellitus die Liegezeiten um fast zwei Tage verlängert und damit die Behandlungskosten erhöht. Ein Diabetes-Management, wie es von Kliniken mit dem Zertifikat “Klinik für Diabetespatienten geeignet” angeboten wird, könnte nach Einschätzung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) die Behandlungsergebnisse in den Kliniken verbessern und einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit leisten.
In Deutschland werden jährlich etwa 2,1 Millionen Diabetespatienten im Krankenhaus behandelt. Bei vielen wird die Erkrankung zwar als “Nebendiagnose” in den Krankenblättern notiert. Eine spezielle Betreuung, wie sie die DDG seit Jahren fordert, erfolgt in der Regel jedoch nicht. “Eine Mitbehandlung der Stoffwechselstörung ist aber sinnvoll, denn erhöhte Blutzuckerwerte begünstigen Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Nierenversagen oder Lungenentzündungen”, sagt Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der DDG.
Blutzuckerschwankungen und hohe Werte verlängern Liegezeit
Der Diabetes-Experte vom Universitätsklinikum Tübingen verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie, die auf der Jahrestagung der American Diabetes Association vorgestellt wurde und in Kürze veröffentlicht werden soll. Die Endokrinologin Dr. med. Athena Philis-Tsimikas, San Diego, hatte die Behandlungsergebnisse von 9.995 Diabetespatienten in Kalifornien ausgewertet.
Ergebnis: Patienten mit normalen Blutzuckerwerten konnten die Klinik bereits nach 5,74 Tagen verlassen, Patienten mit erhöhtem Blutzucker verbrachten dagegen 8,5 Tage im Krankenhaus. Die durchschnittlichen Behandlungskosten stiegen zugleich von 13.896 auf 16.382 US-Dollar, was einem Plus von 17 Prozent entspricht. Eine weitere Untersuchung aus den USA zeigte, dass Schwankungen des Blutzuckers ebenfalls zu einer Verlängerung der Liegezeiten und einem Anstieg der Behandlungskosten führten.
Spezielles Diabetes-Management verbessert auch HbA1c-Werte
“Es liegt daher im Eigeninteresse der Klinik, eine Diabeteserkrankung zu erkennen und aktiv zu behandeln”, sagt Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Vizepräsident der DDG und Mediensprecher der Fachgesellschaft. Dass sich das sogar positiv auf die Langzeitwerte des Blutzuckers auswirkt, zeigt eine dritte Studie von Philis-Tsimikas.
Sie verglich in dieser Arbeit zwei Gruppen von Diabetespatienten. Eine Gruppe war an einer ambulanten Klinik mit einem speziellen Management für chronische Erkrankungen behandelt worden. Resultat: Die Patienten wurden dort nicht nur mit guten Blutzuckerwerten entlassen – auch nach einem Jahr war der HbA1c-Wert besser als in einer zweiten Klinik ohne spezielles Management.
Die Ergebnisse belegen aus Sicht der DDG, dass eine Diabeteseinstellung in der Klinik eine nachhaltige Wirkung haben kann. Experten schätzen, dass mindestens zehn Prozent aller Eingewiesenen gar nicht wissen, dass sie an Diabetes erkrankt sind. “Dafür ist jedoch nicht nur guter Wille erforderlich, sondern die Schaffung entsprechender Strukturen”, betont Müller-Wieland.
Klinik-Zertifikat der DDG weist Diabetes-Spezialisierung nach
Das Zertifikat “Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)” möchte dies unterstützen. Die Kliniken verpflichten sich nicht nur, bei jedem Patienten zu Beginn des Krankenhausaufenthaltes den Blutzucker zu kontrollieren. “Bei einem erhöhten Wert steht sofort ein diabetologisch versierter Arzt zur Verfügung, der die Patienten betreut”, sagt Gallwitz. Auch das Pflegepersonal jeder Station erhält an den Kliniken eine Fortbildung. An vielen Kliniken wird zudem eine Diabetesassistentin oder Diabetesberaterin beschäftigt.
Informationen zum Zertifikat “Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)” stehen auf der Website der DDG bereit.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße