Gut geschult: Unterzuckerungen im Straßenverkehr verhindern

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© Kirchheim/Frank Schuppelius
Gut geschult: Unterzuckerungen im Straßenverkehr verhindern

Unterzuckerungen (Hypoglykämien) stellen für Menschen mit Diabetes auch im Straßenverkehr eine ernstzunehmende Gefahr dar. Oft werden Symptome schlecht oder zu spät erkannt, das Unfallrisiko steigt. Das Schulungs- und Behandlungsprogramm HyPOS hilft Betroffenen dabei, Unterzuckerungen besser wahrzunehmen, zu vermeiden und zu bewältigen. Ziel ist, dass Patienten Strategien für den Umgang mit Hypoglykämien erarbeiten und so ein eigenverantwortlicheres Leben mit Diabetes führen.

In der kalten Jahreszeit bedingen Dunkelheit und Nässe oftmals ein erhöhtes Unfallrisiko. Als Autofahrer sieht man Fußgänger und Radfahrer häufig erst spät, auf regennasser Fahrbahn gerät man schnell ins Rutschen. Potentielle Gefahren kennen auch insulinpflichtige Diabetiker: Sie wissen um das tägliche Risiko von Hypoglykämien im Straßenverkehr. „Dennoch wollen und sollen Menschen mit Diabetes nicht auf ihre Mobilität verzichten“, betont Prof. Dr. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim.

Wenn Unterzuckerung nicht, schlecht oder erst spät wahrgenommen werden

Das strukturierte Schulungs- und Behandlungsprogramm HyPOS richtet sich an Menschen mit Diabetes, die ihre Unterzuckerung nicht, schlecht oder erst spät wahrnehmen. „Aber auch Patienten, die häufig schwere Hypoglykämien erleben, können von dem Schulungsprogramm nachhaltig profitieren“, ergänzt Kulzer.

Neben der Vermittlung von Informationen über die Problematik von häufigen niedrigen Blutzuckerwerten ist es ein Ziel von HyPOS, dass Menschen mit Diabetes insgesamt über eine verbesserte Hypoglykämiewahrnehmung verfügen. Dadurch soll nicht nur der Umgang mit Unterzuckerungen optimiert, sondern auch deren Häufigkeit deutlich reduziert werden.

Studienergebnisse bestätigen Wirksamkeit des Programms

In einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie in bundesweit 23 Studienzentren wurde die Wirksamkeit von HyPOS evaluiert. Bereits nach sechs Monaten zeigte sich bei den Kursteilnehmern eine signifikant verbesserte Hypoglykämiewahrnehmung und der Anteil milder Hypoglykämien war signifikant reduziert. Eine 2-Jahres-Katamnese ergab außerdem, dass sich das Risiko für das Auftreten von schweren Unterzuckerungen für HyPOS-Teilnehmer um 60 Prozent reduzierte.

„Die persönlichen Belastungen wie zum Beispiel im Familien- oder Berufsalltag, die durch Unterzuckerungen entstehen, können durch das Schulungsprogramm so ebenfalls vermindert werden“, resümiert Kulzer.

HyPOS wurde vom Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) mit Unterstützung der Berlin-Chemie AG entwickelt. Es ist als strukturiertes Schulungsprogramm vom Bundesversicherungsamt (BVA) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) anerkannt und für den Einsatz innerhalb der DMP-Programme Typ-1- und Typ-2-Diabetes zugelassen. Weitere Informationen zu HyPOS unter www.hypos.de.


Quelle: Pressemitteilung der Berlin-Chemie AG

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂